Stand: 17.10.2018 15:10 Uhr

Vielfältig und lecker: Birnen

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Birnen sind sehr säurearm und gesund: Sie enthalten viele Vitamine und Ballaststoffe.

Das Angebot an Äpfeln ist besonders auf Wochenmärkten groß, dort finden sich meist auch einige alte Traditions-Sorten. Bei Birnen ist die Auswahl wesentlich kleiner, sie beschränkt sich meist auf eine oder zwei Sorten. Dabei sind sie nicht nur lecker und gesund, sondern auch enorm vielfältig. Es gibt allein in Deutschland mehrere Hundert Sorten, kommerziell werden aber nur einige wenige angebaut, die häufigsten sind Alexander Lucas, Conference und Williams Christ. Hinzu kommen regional verbreitete Sorten - im Norden etwa Clapps Liebling oder die Bürgermeisterbirne.

Wer gern einmal andere Birnensorten probieren möchte, kann sich an spezielle Züchter wenden. Sie verkaufen neben Früchten auch Bäume für den eigenen Garten und beraten die Kunden. Auch in öffentlichen Anlagen wie etwa im Obstgarten Haseldorf wachsen alte Sorten. Jeder darf sie dort unentgeltlich pflücken und probieren. Alternativ kann man Birnen im eigenen Garten anbauen. Dafür ist nicht unbedingt viel Platz nötig, denn es gibt auch kleinwüchsige Sorten oder die Möglichkeit, die Bäume im Spalier zu pflanzen.

Birnen - die beliebtesten Sorten

Erntezeit von Juli bis Dezember

Birnen haben eine sehr lange Saison. Bereits im Juli werden die ersten Sommerbirnen geerntet, es folgen ab September die Herbst- und ab Dezember die Winterbirnen. Birnen werden grundsätzlich geerntet, wenn sie noch nicht ganz reif und leicht hart sind. Sie reifen dann bei Zimmertemperatur nach, bis sie aromatisch und genießbar sind. Zu lange sollte man sie allerdings nicht liegen lassen, denn dann werden sie teigig. Eine Birne ist dann reif, wenn sie bei Druck leicht nachgibt und typisch duftet. Auch die Farbe gibt Auskunft über den Reifegrad: Wird eine Birne hell, ist sie bereits sehr reif.

Neben Speise- beziehungsweise Tafelbirnen gibt es auch Kochbirnen. Dabei handelt es sich meist um alte Sorten, die sehr fest und eher klein sind, roh aber nicht schmecken. Beim Kochen werden sie weich und entwickeln ein schönes Aroma.

Backen, einkochen, pochieren: Birnen zubereiten

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Birnen schmecken sehr gut als Kompott oder Marmelade.

Natürlich kann man Birnen einfach roh als Obst oder in Fruchtsalat essen, sie eignen sich aber auch sehr gut zum Kuchenbacken und Kochen oder zur Saftherstellung. Klassiker sind neben Kompott Birne Helene, pochierte Birnen zu Wildgerichten und die norddeutsche Spezialität Birnen, Bohnen und Speck. Birnen schmecken auch als Marmelade oder Gelee, passen hervorragend zu Käse und sind in Kombination mit Gorgonzola und Walnüssen ein köstlicher Pizzabelag. Zum Einkochen eignen sich Spätsorten besser als Frühsorten.

Birnen kaufen und richtig lagern

Birnen sollte man nicht zu reif kaufen, denn sonst müssen sie sofort verbraucht werden. Wer sie einige Tage aufbewahren möchte, lagert sie am besten an einem kühlen Ort oder im Kühlschrank. Bei Bedarf die Früchte bei Zimmertemperatur in eine Schale legen und ein bis zwei Tage nachreifen lassen. Besonders schnell reifen sie, wenn man sie neben Äpfel legt, da diese das Reifungsgas Ethylen ausscheiden. Während Sommer- und Frühherbstbirnen wie Gute Luise, Gellerts Butterbirne oder Williams Christ nur eine kurze Lagerzeit haben, halten sich Herbst- und Winterbirnen wie Alexander Lucas oder Conference bei kühler Lagerung bis zu zwei Monate.

Theresa Baumgärtner und Marleen Knust sitzen auf einer Wiese und sammeln Birnen. © NDR Foto: Claudia Timmann

Herbstklassiker: Birnen, Bohnen und Speck

Birnen schmecken nicht nur roh, sondern passen auch zu deftigen Gerichten. Theresa Baumgärtner besucht einen Streuobstwiesen-Verein und kocht dort Birnen, Bohnen und Speck.

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Dieses Thema im Programm:

Das Erste | 19.10.2018 | 12:15 Uhr

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