VIDEO: Rezept: Bärlauch-Nocken mit Spargelragout (3 Min)

Bärlauch: Würziges Kraut für die Frühlingsküche

Stand: 24.03.2021 11:08 Uhr

Bärlauch zählt zu den ersten frischen Kräutern im Frühling. Sein würziges Aroma ist ideal für die Zubereitung von Suppen, Pesto und Salaten. Tipps und Rezepte.

Das aromatische Kraut mit den 20 bis 30 Zentimeter langen Blättern und dem charakteristischen knoblauchartigen Geschmack lässt sich in der Küche sehr vielseitig verwenden. Sehr beliebt ist Bärlauch-Pesto, aus den Blättern lassen sich aber auch aromatische Suppen, Käsecreme oder gewürzte Butter herstellen. Als würzige Zutat eignet es sich zudem für viele weitere Gerichte, etwa Quiche oder Risotto.

Bärlauch waschen und vorbereiten

Frischer Bärlauch liegt auf einem Schneidebrett. © Colourbox
Frischen Bärlauch gibt es nur im Frühjahr. Dann findet man ihn in Wäldern oder auf dem Markt.

Vor dem Zubereiten zunächst die harten Stiele entfernen, die Blätter gründlich waschen und nach Bedarf klein schneiden. Bei warmen Gerichten, etwa einer Suppe, einer Nudelsoße oder einem Risotto, sollte man den Bärlauch nicht zu stark erhitzen und möglichst erst am Schluss zum fertigen Gericht hinzufügen oder vor dem Servieren frisch darüber streuen, damit er sein Aroma behält. Auch die Blüten sind essbar: Sie eignen sich sehr gut zum Garnieren, beispielsweise für Salat.

Bärlauch-Pesto und Bärlauch-Butter zubereiten

Sehr einfach zuzubereiten ist Bärlauch-Pesto. Hierzu das Kraut zu etwa gleichen Teilen mit Pinienkernen - wahlweise Walnüssen - und frisch geriebenem Parmesan sowie einem guten Öl vermischen und mit einem Stabmixer zu einer feinen Masse verarbeiten. Aus dem Pesto und Nudeln lässt sich schnell ein leckeres Gericht zubereiten. Im Kühlschrank hält sich das Pesto etwa eine Woche. Ebenfalls im Handumdrehen zubereitet und ein köstlicher Snack auf frischem Brot ist Bärlauch-Butter: Einfach das Kraut fein hacken, mit Butter und Salz vermengen und wahlweise mit etwas Zitronensaft abschmecken.

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Geschnitten Brotscheiben mit Bärlauch-Pesto, im Hintergrund einige Blätter Bärlauch. © Colourbox

Rezepte mit Bärlauch

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Bärlauch sammeln: Nur mit Pflanzenkenntnis

Spätestens ab April hat Bärlauch Saison. Die ersten zarten Blätter zeigt er aber bereits im März in vielen Wäldern. Allerdings sollte ihn nur sammeln, wer das Kraut sich von seinen giftigen Doppelgängern unterscheiden kann.

Bärlauch einkaufen, lagern und einfrieren

Wer den Bärlauch nicht selbst im Wald sammeln und pflücken möchte, wird während der Saison auf Wochenmärkten und in Gemüseläden fündig. Im Geschäft sollte man nur Bärlauch ohne Blüten kaufen, denn sobald er blüht, verlieren die Blätter stark an Aroma.

Geschnitten Brotscheiben mit Bärlauch-Pesto, im Hintergrund einige Blätter Bärlauch. © Colourbox
Ob auf Brot oder in der Suppe: Anders als Knoblauch erzeugt Bärlauch keinen unangenehmen Mundgeruch.

Auch im Kühlschrank verliert sich das typische Bärlaucharoma rasch. Frischen Bärlauch sollte man daher möglichst sofort verbrauchen, er hält sich gekühlt nur etwa ein bis zwei Tage. Zum Lagern am besten in feuchtes Küchenpapier wickeln und in das Gemüsefach des Kühlschranks legen. Das Frühlingskraut lässt sich auch einfrieren, am besten portionsweise in Gefrierbeuteln. Wer Bärlauch übrig hat, kann ihn auch in Olivenöl einlegen. Gut verschlossen hält sich Bärlauchöl einige Monate.

Bärlauch im eigenen Garten anbauen

Wer einen eigenen Garten hat, kann das würzige Kraut auch problemlos anbauen. Die Pflanze bevorzugt schattige, feuchte Standorte und möglichst nährstoffreiche Böden. Einmal angepflanzt, breitet sich Bärlauch meist relativ schnell aus und ist mit seinen weißen Blüten in schattigen Gärten ein hübscher Hingucker.

Bärlauch enthält gesunde Inhaltsstoffe

Bärlauch ist übrigens nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund: Das Kraut enthält viel Vitamin C, Eisen für die Blutbildung, Kalium und Kalzium für Knochen und Zähne sowie Magnesium für die Muskeln. Er kurbelt die Verdauung an, verbessert die Durchblutung und den Stoffwechsel. Zudem soll er bei Arteriosklerose, hohem Blutdruck sowie gegen bakterielle Krankheitserreger helfen. Das Allicin, das der Pflanze ihren knoblauchartigen Geruch verleiht, wirkt antibakteriell.

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Ein Korb mit frischem Bärlauch steht im Wald auf einer Fläche, auf der Bärlauch wächst. © imago images Foto: Westend 61

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 30.04.2020 | 19:30 Uhr

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