Stand: 26.12.2019 16:45 Uhr  - Mehr wissen - besser leben

Wohin mit dem Rest vom Fest?

Zu Weihnachten biegen sich die festlich gedeckten Tische vor Köstlichkeiten. Feine Braten, leckere Beilagen und süße Naschereien gehören für die meisten zum Fest einfach dazu. Doch wohin mit den Resten, wenn nach der großen Schlemmerei von allem noch reichlich übrig ist? Tipps, wie sich Lebensmittel auf leckere Weise verwerten lassen, statt sie wegzuwerfen.

Bratenreste schmecken auch kalt

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Aus Resten von Kartoffeln und Braten entsteht ohne viel Aufwand ein leckeres Gröstl.

Ob Gans, Ente oder Rinderfilet: Die Reste vom Festtagsbraten schmecken am nächsten Tag auch kalt köstlich, beispielsweise in Scheiben geschnitten auf Brot mit frischer Gurke und Radieschen. Dazu passen selbst gemachte Mayonnaise, Remoulade, Meerrettich oder Kräuterquark. Reste von Geflügelfleisch lassen sich außerdem hervorragend zu einem Salat weiterverarbeiten, beispielsweise mit gekochtem Reis, etwas Gemüse und frischen Kräutern. Aus Schweine- oder Rinderbraten ist im Handumdrehen ein leckeres Gröstl zubereitet: Dazu gekochte Kartoffeln in Scheiben schneiden, in einer Pfanne in Öl anbraten, dann die klein geschnittenen Bratenreste sowie Zwiebelscheiben dazugeben und einige Minuten zusammen weiter braten. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen.

Beilagen werden zum Hauptgericht

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Knackig und frisch: Rohkostsalat mit Rotkohl.

Auch die Beilagen des Festtagsgerichts sind viel zu schade zum Wegwerfen. Übrig gebliebene Kartoffeln oder Knödel einfach in der Pfanne mit Zwiebelwürfeln und etwas Speck goldbraun anbraten - wer mag, serviert dazu ein Spiegelei. Dazu passen auch gut Rotkohlreste. Wer noch rohen Rotkohl übrig hat, kann ihn klein schneiden und daraus mit Apfelwürfeln, Frühlingszwiebeln, einem guten Essig und etwas Öl einen knackigen Salat zubereiten. Übrigens lässt sich das schmackhafte Wintergemüse auch einfrieren - sowohl bereits gekocht als auch roh oder kurz blanchiert. Dazu vorher in Streifen schneiden.

Herzhafte Suppen aus Gemüseresten

Bereits gegartes Gemüse lässt sich sehr gut zu leckeren Suppen weiterverarbeiten. Instant-Gemüsebrühe aufkochen, Suppennudeln darin garen, dann das klein geschnittene Gemüse kurz in der Suppe aufwärmen. Rosenkohl- und Brokkolireste schmecken hervorragend mit Gemüsebrühe und etwas Sahne püriert als Creme-Suppe.

Leckeres aus altem Brot und Stollenresten

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Weißbrot gehört zu vielen festlichen Essen dazu, wird jedoch schnell hart. Die Reste lassen sich aber gut weiterverwerten.

Auch Brot und Brötchen bleiben häufig vom Festtagsbüffet oder vom Feiertagsfrühstück übrig. Mit Eiern und Milch können die Brot- und Brötchenreste vom Vortag zu schmackhaften Semmelknödeln weiterverarbeitet werden. Als Semmelbrösel lassen sie sich zum Panieren oder zum Bestreuen von Aufläufen weiterverwenden. Wichtig: Zur Herstellung von Semmelbröseln muss das Brot ganz trocken sein. Um das Trocknen zu beschleunigen, kann man die Restwärme im Ofen nach einem Backvorgang nutzen. Die trockenen Brotstücke danach in einen Frühstücksbeutel geben und beispielsweise mit einem Fleischklopfer zerkleinern.

Beliebt bei Kindern und zugleich eine weitere Möglichkeit, alte Brötchen sowie Toast und Weißbrotreste zu verwerten, sind "Arme Ritter": Dazu Eier, Milch und Zucker verrühren und die Brotscheiben darin eintauchen. In einer Pfanne mit Butter anbraten und je nach Geschmack mit Zucker und Zimt oder Kompott servieren.

Obst retten mit Milchshakes und Co.

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Mit Milch und einem Schuss Honig wird aus Obstresten ein leckerer Milchshake.

Obst verdirbt relativ schnell, lässt sich aber ebenfalls vielseitig verarbeiten. Nicht mehr ganz knackige Äpfel sind noch hervorragend geeignet, um daraus Apfelmus oder Apfelpfannkuchen zuzubereiten. Andere Früchte lassen sich zu Kompott weiterverarbeiten, das sich - heiß in saubere Gläser gefüllt - über längere Zeit hält. Überreife Bananen sind zwar nicht mehr schön anzusehen, aber besonders süß und deshalb ideal für Milchshakes.

Verwerten, verschenken, tauschen

Viele Rezeptvorschläge zur Resteverwertung sowie Tipps zur richtigen Einkaufsplanung und zur optimalen Lagerung von Lebensmitteln gibt auch die Website zugutfürdietonne.de vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Wer gar nicht weiß, wohin mit seinen Lebensmitteln, kann unangebrochene und haltbare Produkte auf der Internetseite foodsharing.de verschenken oder zum Tausch anbieten.

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Dieses Thema im Programm:

Mehr wissen - besser leben | 11.11.2019 | 21:00 Uhr