Ein Tiroler Gröstl, dekoriert mit einer sauren Gurke, in einer gusseisernen Pfanne. © imago images / CHROMORANGE

Aus Lebensmittel-Resten leckere Gerichte zaubern

Stand: 23.12.2020 10:44 Uhr

Was tun mit den Resten, wenn nach der großen Festtags-Schlemmerei von allem noch reichlich übrig ist? Tipps, wie sich Lebensmittel auf leckere Weise verwerten lassen, statt sie wegzuwerfen.

Zu Weihnachten biegen sich wieder die Tische vor Köstlichkeiten. Ein festlicher Braten gehört für viele dazu. Oft ist nach dem Fest davon noch reichlich übrig. Die Reste von Gans, Ente oder Rinderfilet lassen sich hervorragend verwerten, denn sie schmecken auch kalt köstlich, beispielsweise in Scheiben geschnitten auf Brot mit frischer Gurke und Radieschen. Dazu passen selbst gemachte Mayonnaise, Remoulade, Meerrettich oder Kräuterquark.

Bratenreste zu Salat oder Gröstl verarbeiten

Eine Pfanne mit Gröstel aus gebratenen Kartoffeln, Fleisch und Spiegelei © imago images Foto: CHROMORANGE
Gröstl ist ein herzhaftes Restegericht aus Fleisch und Kartoffeln. Mit Spiegelei wird es noch leckerer.

Reste von Geflügelfleisch lassen sich zu einem köstlichen Salat weiterverarbeiten, etwa mit gekochtem Reis, Gemüse und frischen Kräutern. Aus Schweine- oder Rinderbraten ist im Handumdrehen ein leckeres Gröstl zubereitet: Dazu gekochte Kartoffeln in Scheiben schneiden, in einer Pfanne in Öl anbraten, dann die klein geschnittenen Bratenreste sowie Zwiebelscheiben dazugeben und einige Minuten zusammen weiter braten. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen.

Beilagen werden zum Hauptgericht

Rotkohlsalat in Einweggläsern © NDR Foto: Claudia Gödke
Knackig und frisch: Rohkostsalat mit Rotkohl.

Auch die Beilagen des Festtagsgerichts sind viel zu schade zum Wegwerfen. Übrig gebliebene Kartoffeln oder Knödel einfach in der Pfanne mit Zwiebelwürfeln und etwas Speck goldbraun anbraten - wer mag, serviert dazu ein Spiegelei. Dazu passen auch gut Rotkohlreste. Wer noch rohen Rotkohl übrig hat, kann ihn klein schneiden und daraus mit Apfelwürfeln, Frühlingszwiebeln, einem guten Essig und etwas Öl einen knackigen Salat zubereiten. Übrigens lässt sich das schmackhafte Wintergemüse auch einfrieren - sowohl bereits gekocht als auch roh oder kurz blanchiert. Dazu vorher in Streifen schneiden.

Herzhafte Suppen aus Gemüseresten

Bereits gegartes Gemüse lässt sich sehr gut zu leckeren Suppen weiterverarbeiten. Instant-Gemüsebrühe aufkochen, Suppennudeln darin garen, dann das klein geschnittene Gemüse kurz in der Suppe aufwärmen. Rosenkohl- und Brokkolireste schmecken hervorragend mit Gemüsebrühe und etwas Sahne püriert als Creme-Suppe.

Leckeres aus altem Brot und Stollenresten

Armer Ritter © Fotolia.com Foto: Jérôme Rommé
Baguette-Reste lassen sich zu der besonders bei Kindern beliebten Süßspeise "Arme Ritter" verarbeiten.

Auch Brot und Brötchen bleiben häufig vom Festtagsbüffet oder vom Feiertagsfrühstück übrig. Mit Eiern und Milch können die Brot- und Brötchenreste vom Vortag zu schmackhaften Semmelknödeln weiterverarbeitet werden. Als Semmelbrösel lassen sie sich zum Panieren oder zum Bestreuen von Aufläufen weiterverwenden. Wichtig: Zur Herstellung von Semmelbröseln muss das Brot ganz trocken sein. Um das Trocknen zu beschleunigen, kann man die Restwärme im Ofen nach einem Backvorgang nutzen. Die trockenen Brotstücke danach in einen Frühstücksbeutel geben und beispielsweise mit einem Fleischklopfer oder einer Teigrolle zerkleinern.

Arme Ritter: Vom Brot zur Süßspeise

Beliebt bei Kindern und zugleich eine weitere Möglichkeit, alte Brötchen sowie Toast und Weißbrotreste zu verwerten, sind "Arme Ritter": Dazu Eier, Milch und Zucker verrühren und die Brotscheiben darin eintauchen. In einer Pfanne mit Butter anbraten und je nach Geschmack mit Zucker und Zimt oder Kompott servieren.

Obst zu Kompott und Milchshakes verarbeiten

Ein Glas mit Kokos-Beeren-Smoothie steht auf einem Tisch. Daneben liegt ein Teller Obst. © NDR Foto: Claudia Timmann
Mit Milch und einem Schuss Honig wird aus Obstresten ein leckerer Milchshake.

Obst verdirbt relativ schnell, lässt sich aber ebenfalls vielseitig verarbeiten. Nicht mehr ganz knackige Äpfel sind noch hervorragend geeignet, um daraus Apfelmus oder Apfelpfannkuchen zuzubereiten. Andere Früchte lassen sich zu Kompott weiterverarbeiten, das sich - heiß in saubere Gläser gefüllt - über längere Zeit hält. Überreife Bananen sind zwar nicht mehr schön anzusehen, aber besonders süß und deshalb ideal für Milchshakes.

Verwerten, verschenken, tauschen

Viele Rezeptvorschläge zur Resteverwertung sowie Tipps zur richtigen Einkaufsplanung und zur optimalen Lagerung von Lebensmitteln gibt auch die Website zugutfürdietonne.de vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Wer gar nicht weiß, wohin mit seinen Lebensmitteln, kann unangebrochene und haltbare Produkte auf der Internetseite foodsharing.de verschenken oder zum Tausch anbieten. Derzeit gelten dabei wegen der Corona-Pandemie allerdings besondere Regeln.

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