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Blog: Mein neues Leben als Vegetarier

von Uwe Leiterer

13. Januar 2017

Meine erste Woche ohne Fleisch und Wurst

Meine erste Woche als Vegetarier war ein voller Erfolg! Kein Wunder: Ich habe meiner Familie einfach alle fleischlosen Gerichte aufgetischt, die mir schon immer gut geschmeckt haben - und von denen ich weiß, dass sie auch Fleischessern schmecken:

  • Kürbissuppe
  • Kartoffelpuffer mit selbst gemachtem ungesüßten Apfelmus
  • Brokkoli-Nudel-Auflauf in Sahnesauce mit Feldsalat
  • Raclette
  • Spaghetti mit Tomatensauce, dazu Kopfsalat
  • Bratkartoffeln mit Spiegelei, dazu Rucola-Salat
  • Kartoffelschnitz und Spätzle

Für die "Kartoffelschnitz und Spätzle" habe ich meine Eltern besucht und einen kurzen Film gedreht.

Kartoffelschnitz mit Spätzle kochen

Markt -

Vegetarisch kochen mit Oma Karin und Opa Heinz: Schmeckt der schwäbische Klassiker "Kartoffelschnitz mit Spätzle" Uwe und seinen Töchtern?

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Manchmal fehlt mir die Wurst. Zum Beispiel beim Frühstück: Süßen Aufstrich wie Honig, Marmelade und Nutella esse ich nicht  mehr - zu viel Zucker. Da wäre eine herzhafte Salami oder Leberwurst durchaus lecker. Ich bin aber standhaft geblieben und habe mir einen vegetarischen Geflügelsalat gekauft und einen Aufstrich, der nach Leberwurst schmecken soll. In der nächsten Woche werde ich weitere Fleischersatzprodukte probieren.

Was genau ist vegetarische Ernährung?

Vegetarische Ernährung besteht ausschließlich aus Nahrungsmitteln pflanzlichen Ursprungs und Produkten vom lebenden Tier, zum Beispiel Eier und Milchprodukte. Nicht erlaubt sind Produkte, die von getöteten Tieren stammen, zum Beispiel Fleisch oder Fisch. Für eine fleischfreie oder wenigstens fleischarme Ernährung sprechen vor allem diese Gründe:

  • Gesundheit

    Statistisch gesehen leben Vegetarier gesünder. Untersuchungen belegen, dass Menschen, die sich vorwiegend pflanzlich ernähren, im Durchschnitt länger leben als Fleischesser - sechs Jahre bei Frauen, neun Jahre bei Männern. Allerdings ist nicht zweifelsfrei geklärt, ob das längere Leben allein auf die Nahrung zurückzuführen ist oder auf eine insgesamt gesündere Lebensweise.

  • Klimaschutz

    Die Landwirtschaft ist weltweit für 14 Prozent aller Treibhausgase verantwortlich. 80 Prozent davon geht auf das Konto der Tierhaltung - entweder direkt durch Gülle und Verdauung, oder indirekt für den Anbau von Futtermitteln. Für die Produktion von einem Kilogramm Fleisch werden in der Massentierhaltung bei Hühnern zwei Kilogramm Futter eingesetzt, bei Rindern neun Kilogramm. In der Öko-Tierhaltung ist es noch mehr, weil die Tiere mehr Auslauf haben und dadurch mehr Energie verbrauchen.

  • Tierschutz

    Bei konventionell produziertem Fleisch ist oft unklar, in welchen Verhältnissen die Tiere gehalten, gemästet und geschlachtet werden. Bei Biofleisch sind die Bedingungen deutlicher zum Wohl der Tiere ausgelegt.

  • Kosten

    Regionales Gemüse ist mit Preisen von durchschnittlich 3 bis 4 Euro pro Kilogramm deutlich billiger als Fleisch. Konventionelle Fleisch- und Wurstprodukte kosten oft zwischen 10 und 20 Euro pro Kilogramm, Biofleisch etwa doppelt so viel.

  • Geschmack

    Viele vegetarische Gerichte schmecken einfach gut. Mit den richtigen Zutaten kann zum Beispiel eine Gemüse-Lasagne mit einer klassischen Fleischlasagne mithalten. Auch gegrillte Kürbis-Gnocchi mit grüner Chili-Sahnesoße sind einfach lecker. Die besten Rezepte aus meinem Experiment veröffentliche ich regelmäßig auf dieser Seite.

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