Stand: 22.01.2018 22:34 Uhr  | Archiv

Chat zu Potenzstörungen, Morbus Crohn und Arthrose

Zora: Ich habe Hashimoto, bin völlig laktoseintolerant, vertrage Eiweiße kaum (Ödeme ohne Diagnose) und jetzt droht "mittelfristig" noch eine Hüftprothese wegen Arthrose. Was tun?

Riedl: Wer mehr als zwei ernährungsbeeinflussbare Erkrankungen hat, sollte sich an eine Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin (www.bdem.de) wenden. Alleine bekommen Sie das nicht hin.

Andrea: Nützt mir die Ernährungsumstellung auch bei einem künstlichen Hüftgelenk? Bin 51 Jahre alt und habe seit sechs Jahren eine künstliche Hüfte wegen angeborener Fehlstellung.

Riedl: Nein. Man kann damit die Lebensdauer des künstlichen Hüftgelenks nicht beeinflussen, es sei denn, Sie haben Übergewicht. Dann schon!

Bea: Mir fehlt seit Geburt ein Teil des terminalen Ileums. Verdacht auf Gallensäureverlustsyndrom. Oft Blähungen. Eiweißreich, auf Kohlenhydrate verzichten?

Riedl: Dabei können verschiedene Verdauungsbeschwerden auftreten, unter anderem auch eine gestörte Fettverdauung. Die Ernährungstherapie ist am besten mit einem Ernährungsmediziner zu besprechen.

Sohia: Neben Morbus Crohn leide ich auch an Morbus Bechterew und Osteoporose. Behandelt werde ich mit Biologicals. Bisphosphonate vertrage ich nicht. Wegen häufiger Übelkeit esse ich sehr einseitig. Was kann ich tun, um genügend Nährstoffe aufzunehmen?

Riedl: Sie brauchen bei diesen Erkrankungen dringend eine Analyse Ihrer Ernährung. Bitte wenden Sie sich an eine Schwerpunktpraxis in Ihrer Nähe, siehe: www.bdem.de.

Marie-37: Was sind die wichtigsten hilfreichen Punkte bei einer rheumatischen Arthritis im frühen Anfangsstadium? (CCP-AK erhöht, vor einem Jahr erste Symptome: zwei Gelenke, Hände, aktuell kaum Beschwerden).

Riedl: Sie stehen am Anfang und sollten eine professionelle Ernährungstherapie machen lassen. Es wird Ihre Erkrankung in ihrer Prognose erheblich verbessern.

JohnF: Neben den erwähnten Gründen würde mich auch interessieren, ob blutdrucksenkende Medikamente (Blopress 16 mg plus in meinem Fall) bzw. Blutverdünnungsmittel ursächlich sein können für Erektionsprobleme?

Riedl: Der Einfluss ist eher gering.

Heike45: Ich hatte vor drei Jahren Brustkrebs, zu 40 Prozent ernährungsbedingt, wie Sie schreiben. Wir kochen jeden Tag frisch, es gibt keine Fertiggerichte, ich trinke nur Wasser/Mineralwasser. Viel Obst und Gemüse. Also keine Süßgetränke. Wenn Schokolade, nur die mit 85 Prozent Kakaoanteil. Süßigkeiten sind selbst gebackene Kekse und z.B. Pfefferminzschokolade. Da ich zu Untergewicht neige, hat mir eine Ernährungsberaterin geraten, alles zu essen, was ich möchte. Auch Kekse. Was soll ich tun?

Riedl: Mediterrane Ernährung mit viel Olivenöl und viel Sport hilft, das Rezidivrisiko bei Brustkrebs um 30 Prozent zu reduzieren. Es gibt aber noch viele andere Tipps für Sie, die Sie von Profis erhalten können. Zucker gehört nicht dazu.

Speedy: Ich habe Arthrose im rechten Fuß. Außerdem Fettstoffwechselstörung, zu hohes Cholesterin. Auch müsste ich abnehmen. Habe auch noch Hashimoto. Was ich für das eine essen darf, ist für das andere nicht gut. Ehrlich gesagt bin ich überfordert. Weiß nicht mehr, was ich machen soll.

Riedl: Das ist zu komplex, um es alleine zu schaffen. Sie sollten sich Hilfe in einer Schwerpunktpraxis in Ihrer Nähe suchen: www.bdem.de.

Susi: Ich habe seit über 15 Jahren Durchfälle, aber kein Morbus Chron. Darmspiegelung ergab nichts. Fruktoseintoleranz war die einzige Diagnose. Ballaststoffreich und fettig/ölig überfordert meinen Darm. Seit über fünf Jahren kommt starker Haarausfall (in den letzten zwei Jahren schlimm, pro Waschgang 330 Haare). Blutbild ergab leider nichts. Bin ratlos. Kann das alles miteinander zusammenhängen? Können Sie mir sagen, mit welchen Lebensmitteln ich meinen Darm sensibilisieren kann?

Riedl: Es kann sich auch um ein Reizdarmsyndrom handeln. Es gibt aber auch noch zahlreiche andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die der Gastroenterologe ausschließen muss. In der Schwerpunktpraxis Ernährungsmedizin bekommen Sie geeignete Diätmaßnahmen erklärt und auf Ihr Leben angepasst. Lassen Sie sich helfen.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 22.01.2018 | 21:00 Uhr

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