Stand: 22.05.2018 21:55 Uhr  | Archiv

Chat-Protokoll: Nahrungsergänzungsmittel

Mani: Eine gute Muskulatur ist auch wichtig, was halten Sie von der zusätzlichen Einnahme von Proteinen, die ja Muskeln aufbauen?

Danner: Das beste Medikament für die Muskulatur ist Training. Die Proteine werden nur dann in die Muskulatur eingebaut, wenn die Muskulatur arbeitet. Ansonsten gehen die Proteine den Weg alles Irdischen.

elke: Ich habe eine Knorpelglatze. Hilft da eine Hyaluron-Spritze?

Danner: In Ihrem Fall ist eine anhaltende Wirkung durch Hyaluronsäure sehr unwahrscheinlich.

Hermine: Bei einem Reitunfall vor 45 Jahren zog ich mir einen Kreuzbandriss, Meniskusschaden und Innenbandzerrung zu. Das Kreuzband wurde nicht operiert, der Meniskusschaden nach einem halben Jahr. Das letzte MRT zeigte eine komplette "Knorpelglatze" mit arthrotischen Veränderungen. Ich nehme seit fünf Jahren Glucosamine und Chondroitin, um den Zustand zu stabilisieren. Sollte ich diese jetzt einstellen? Aufbauen lässt sich der Knorpel sicherlich nicht mehr.

Danner: Ich würde die Entscheidung davon abhängig machen, ob der Zustand im Kniegelenk über die Jahre gleich geblieben ist.

Marina: Nach der Methode nach Liebscher und Bracht sollen Triggerpunkte gedrückt und die Muskulatur bis zur Schmerzgrenze gedrückt werden. Was halten Sie davon?

Danner: Triggerpunkt-Behandlungen nach unterschiedlichen Schulen sind ebenso wie die Akupressur eine sehr erfolgreiche Methode, um schmerzhafte Muskelverspannungen zu bekämpfen.

Renate: Was tun gegen Schmerzen bei Daumengelenks-Arthrose?

Danner: Bei Daumensattelgelenk-Arthrose sind Hyaluronsäure-Injektionen durchaus angezeigt.

Marina: Habe seit drei Monaten durch Golferarm starke Schmerzen. Dehnen half nicht. Was gibt es noch?

Danner: Der Golferarm ist ebenso wie der Tennisellenbogen häufig auch der Ausdruck einer Halswirbelsäulenproblematik. Es können Blockierungen der unteren Halswirbelsäule als Ursache hierfür vorliegen. In diesem Fall führen wirbelgelenksnahe Injektionen (Quaddeln) häufig zu deutlicher Besserung.

Heike: Ich habe seit einigen Monaten diagnostizierte Arthrose in beiden Kniegelenke. Seit 5 Wochen einen Tennisarm. Nun ist eine Gluten- und Milchunverträglichkeit festgestellt worden. Gibt es einen Zusammenhang?

Danner: Ein Zusammenhang mit Nahrungsmitteln sehe ich in Ihrem Falle weniger als einen Zusammenhang mit Haltungsproblemen. Diese wirken sich sowohl im Kniegelenk als auch in der Halswirbelsäule aus und können somit auch eine Ursache für den Tennisellenbogen sein. Häufig betrifft es zusätzlich auch noch die Schultern.

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Visite | 22.05.2018 | 20:15 Uhr

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