Stand: 07.02.2018 08:00 Uhr  | Archiv

Chat-Protokoll: Inkontinenz-OP bei Frauen

Klaus: Ich bin ein Mann und habe nach einer radikalen Prostata-Operation leider die milde, aber störende Inkontinenz hinnehmen müssen. Wäre für mich auch die vorgestellte Lösung möglich?

Wimmer: Ich weiß, dass es für Männer sowohl ein Bändchen als auch einen künstlichen Schließmuskel gibt. Und auch Formen der Unterspritzung. Jedoch gehört das in die Hand eines Urologen.

Gisela: Was halten Sie von einem Würfel-Pessar?

Wimmer: Wenn Sie damit gut zurechtkommen, ist es eine wunderbare Lösung. Allerdings müssen Sie ihn selbst wechseln können.

Anne Katrin: Bei mir wurde ein Netz unter die Blase gelegt, allerdings war es zu stramm und man hat einfach ein Band durchgeschnitten. Damit war mein Problem nicht gelöst. Jetzt bin ich 70 und meine Harnröhre schließt nicht mehr. Was kann ich tun?

Wimmer: Um Ihnen eine definitive Empfehlung zu geben, müsste gezielt untersucht werden, in welchem Bereich der Harnröhre/Blase die Schwäche nun vorliegt. Ansonsten wäre hier die Umspritzung auch eine gute Möglichkeit.

karli: Ich bin 59 und habe seit ein paar Jahren mit Inkontinenz zu kämpfen. Seltsamerweise gibt es wochenweise Phasen, wo alles in Ordnung ist. Wie kommt das?

Wimmer: Spannende Frage. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Als Erstes würde ich Ihnen empfehlen, ein sogenanntes Miktionsprotokoll zu führen. Das heißt das Notieren von Trinkmenge, Urinmenge auf der Toilette, Menge des Harnverlustes und eventuelle zeitliche Auslöser. Auf jeden Fall sollten Sie gynäkologisch untersucht werden.

Doreen: Ich leide nur an Inkontinenz, wenn ich erkältet bin! Ich bin 43 Jahre alt und habe zwei große Kinder. Wäre für mich eine Methode empfehlenswert?

Wimmer: Hier würde intensivierte, angeleitete Beckenbodengymnastik durch Physiotherapeuten unter Umständen reichen.

Sabse: Ich bin 34 Jahre alt und habe eine Blasensenkung. Dabei ist die vordere Scheidenwand 1. Grades gesenkt und die hintere Scheidenwand 1. bis 2. Grades. Ich trainiere zwei Mal täglich mit einem Biofeedbackgerät und weiteren Übungen. Das mache ich seit drei Monaten. Bislang keine Besserung. Habe ich noch eine Chance, dass es besser wird?

Wimmer: Da Sie drei Monate konsequent trainiert haben, ist hier eher keine Besserung zu erwarten. Wobei man betonen muss, dass mit diesem Gerät die Beckenbodenmuskulatur trainiert wird. Der Defekt, den Sie haben, also die Senkung beider Scheidenwände, ist eine Etage höher und somit durch diese Trainingsweise gar nicht zu beeinflussen. Solange diese Senkungen keinerlei Probleme machen, müssen Sie auch nicht behoben werden. Ansonsten lässt sich hier eine Operation nicht umgehen.

Iwi: Woran liegt es, wenn man nach einer Blasen-Operation Schmerzen beim Geschlechtsverkehr hat? Könnten das die Vernarbungen sein?

Wimmer: Ja, leider. Versuchen Sie, die Scheidenhaut mit hormonhaltiger Salbe, die Sie sich von Ihrem Gynäkologen holen, nachgiebiger zu bekommen.

NELKE: Ich hatte kürzlich eine Blasendruckmessung. Das Ergebnis: Keine Operation kommt infrage. Ich muss Vesicare 5 mg nehmen. Meinten Sie eben in Visite bei der Behandlung mit Spritzen, dass Botox gespritzt wird? Wäre das bei meiner Art der Inkontinenz möglich?

Wimmer: Vesicare 5 mg und Botox gehören in dieselbe Behandlungskategorie. Somit ist Ihre Annahme richtig. Die Behandlung, von der ich sprach, ist die Behandlung einer schwachen Harnröhre. Ihre Inkontinenz kommt von Ihrer überaktiven Harnblase.

Monika: Ich bin jetzt 74 und habe bisher keine Gynäkologin und auch keine Urologin gefunden, die mir außer Beckenbodengymnastik etwas angeboten oder verschrieben hat. Seit einem Jahr wird die Inkontinenz immer ausgeprägter, also auch bei Temperaturunterschied. Wie finde ich denn im Raum Bonn jemanden, der auf dem neuesten Stand ist und mir auch so ein Band anbietet?

Wimmer: Suchen Sie unter dem Stichwort "zertifiziertes Beckenbodenzentrum", dann sollten Sie etwas in Ihrer Nähe finden.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 06.02.2018 | 20:15 Uhr

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