Stand: 07.02.2018 08:00 Uhr  | Archiv

Chat-Protokoll: Inkontinenz-OP bei Frauen

Katharina G.: Ich benutze seit acht Jahren sogenannte RECAfem und bin damit gut beraten. Das sind etwas größere Tampons, sie sind aber gut verträglich und man hat das Gefühl wie früher - ich brauche keine Einlagen mehr und kann auch lachen, ohne dass mir etwas passiert. Diese hat mir eine Urologin empfohlen.

Wimmer: Wenn Sie damit gut zurechtkommen, ist das okay.

Petra: Meine Schwiegermutter leidet - auch bedingt durch eine fortgeschrittene Parkinsonerkrankung - unter Inkontinenz. Wäre da etwas mit der Unterspritzungsmethode machbar?

Wimmer: In dem Fall muss vorher genau untersucht werden, ob der Parkinson zu einer überaktiven Blase führt, zu einer Blasenentleerungsstörung, die sich in einer Überlaufblase äußert, oder in einer Halteschwäche. Erst dann kann diese Frage beantwortet werden.

Isa: Meine Tochter hat MS - hilft da auch ein Bändchen für Inkontinenz?

Wimmer: Auch in dem Fall muss vorher genau untersucht werden, ob die MS zu einer überaktiven Blase führt, zu einer Blasenentleerungsstörung, die sich in einer Überlaufblase äußert, oder in einer Halteschwäche. Erst dann kann diese Frage beantwortet werden.

Monika N.: Was geht bei Stuhlinkontinenz?

Wimmer: Ganz viel. Einfach Mut fassen und sich auf den Weg machen.

Hilde: Gibt es ähnliche Methoden bei der Rektozele?

Wimmer: Ja. Für die Rektozele gibt es ähnliche Methoden wie für die Blasensenkung.

Charly: Bei mir wurde eine Darmsenkung mit damit verbundenen Entleerungsstörungen der Blase festgestellt. Die vorgeschlagene OP (Aufschneiden der Scheide, Darm zurechtschieben) hört sich ziemlich schrecklich an. Gibt es denn andere Möglichkeiten? Mit dem Pessar habe ich so meine Probleme.

Wimmer: Die beschriebene OP-Methode klingt gruselig, ist aber nicht aufwendig (30 Minuten), mit sehr guten Effekten. Nur Mut!

Heidi: Wo fängt Inkontinenz an und wo hört ein gut feuchter Schambereich auf?

Wimmer: In dem Moment, in dem Sie ungewollt Urin verlieren. Das würden Sie auch riechen und als unangenehm empfinden.

Sonja: Muss man das Bändchen unter Vollnarkose einsetzen?

Wimmer: Nein, das geht auch in Teilnarkose.

Joan: Nach einer Bändchen-Operation im Januar 2017 muss ich nach dem Trinken trotzdem wieder oft auf die Toilette. Der Drang ist groß und die Urinmenge klein. Was kann das sein?

Wimmer: Es ist gut möglich, dass das Band womöglich zu eng sitzt oder durch eine Blasensenkung die Harnröhre abgeknickt. Das sollte unbedingt untersucht werden.

Sina: Haben das Bändchen oder die Spritze Auswirkungen auf eine Schwangerschaft? Sollte man mit den Eingriffen warten, bis die Kinderplanung abgeschlossen ist?

Wimmer: Meine ganz persönliche Meinung zu diesem Thema, nicht nur als Urogynäkologin, sondern auch als Geburtshelferin ist, dass ich, wenn noch Geburten gewünscht sind, eher auf ein Bändchen verzichten würde. Die Umspritzung ist problemlos möglich und bringt keinerlei Einschränkung.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 06.02.2018 | 20:15 Uhr

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