Stand: 02.12.2015 10:04 Uhr  - Visite  | Archiv

Chat-Protokoll: Mit Händen Schmerzen lindern

Torsten: Ich habe seit etlichen Jahren Probleme an Hals- und Lendenwirbelsäule. Mir wurde jetzt von einer Heilpraktikerin die Atlastherapie empfohlen. Was halten Sie davon und gibt es Möglichkeiten der Kostenübernahme der Krankenkasse?

Dahl: Nein, eine Kostenübernahme der Krankenkassen gibt es dafür nicht. Suchen Sie sich einen Physiotherapeuten, der manualtherapeutisch ausgebildet ist, zum Beispiel einen OMT-Therapeuten, der kennt sich mit den oberen Kopfgelenken aus und könnte dort eine Behandlung durchführen.

ubs: Ich bin 43 Jahre und bei mir wurde beidseitig Hüftdysplasie festgestellt. Welche Therapie würden sie empfehlen?

Dahl: Das kommt auf Ihre Beschwerden an. Die Dysplasie als solches kann konservativ nicht behandelt werden. Wenn eventuell durch die Dysplasie im Hüftbereich Beschwerden auftreten, können diese behandelt werden.

Anika T: Ich habe immer Probleme mit meiner linken Schulter. Meine Ärzte sagen, dass kommt von meinem Trapezmuskel. Ich kann meinen Kopf auch kaum gerade halten, weil mir dann der Trapezmuskel wehtut. Was kann ich dagegen tun?

Dahl: Sie sollten sich einmal richtig untersuchen lassen, ob es wirklich der Trapezmuskel ist. Wenn ja, würde ich eine Schmerzbehandlung für den Trapezmuskel (zum Beispiel eine Triggerpunktbehandlung) vorschlagen und eventuell eine Kräftigung des Muskels.

Sabrina: Ich habe einen Beckenschiefstand mit funktioneller Beinverkürzung. Ich bin momentan in Osteopathie-Behandlung. Ist das ein guter Behandlungsansatz?

Dahl: Das kommt darauf an, was der Therapeut mit Ihnen macht. Ich bin sehr skeptisch bei der Diagnose "Beckenschiefstand" und "funktioneller Beinlängendifferenz".

Christiane: Was hilft gegen stressbedingten Spannungskopfschmerz? Es geht einher mit Zähneknirschen und Schultern hochziehen. Welche Therapie würden sie empfehlen?

Dahl: Zunächst den Stress abbauen. Und dann würde ich Ihnen eine manualtherapeutische Behandlung anraten. Dieses bei einem weitergebildeten Physiotherapeuten.

Marie: Ich habe seit einem Jahr Arthrose im Hüftgelenk. Die Krankengymnastik ist ausgeschöpft. Jetzt soll ich laut meines Orthopäden Osteopathie machen. Ist das sinnvoll? Im Januar starte ich mit Wassergymnastik.

Dahl: Sie sollten weiter Krankengymnastik machen. Und die Wassergymnastik ist auch eine gute Schmerztherapie.

Kaya: Ist man mit der Diagnose "Interkostalneuralgie" besser bei einem Physiotherapeuten oder Osteopathen aufgehoben?

Dahl: Sie sind besser bei einem Physiotherapeuten aufgehoben.

Otto: Ich habe einschnappende Finger, an wen sollte ich mich wenden?

Dahl: An einen Orthopäden.

H.G.: Meine Tochter hat sich einen Mehrfachbruch (Trümmerbruch) der Ferse zugezogen und wartet jetzt auf einen OP-Termin. Wann und welche Behandlung sollte anschließend begonnen werden, um den Fuß wieder zu mobilisieren und um Spätfolgen zu verhindern?

Dahl: Abhängig davon, welche OP durchgeführt wird und in welchem Zustand sie nach der OP ist, würde die entsprechende Therapie aussehen. Generell kann man sagen, sie sollte sich so schnell wie möglich bewegen - ohne Belastung. Wenn dann das OP-Ergebnis eine Belastung ermöglicht, dann sollten auch Belastungen in der Therapie dazukommen.

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Visite | 01.12.2015 | 20:15 Uhr

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