Stand: 28.02.2018 10:51 Uhr

Bluthochdruck erkennen und behandeln

Beim Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) ist der Druck in den Gefäßen, die das Blut vom Herzen zu den Organen leiten, chronisch erhöht. Die Erkrankung kommt in den Industrieländern sehr häufig vor, Deutschland liegt sogar europaweit an der Spitze. Mehr als jeder Vierte hierzulande leidet an arterieller Hypertonie, hat also dauerhaft einen Blutdruck von mindestens 140 : 90 mmHg - und nach neueren Untersuchungen sind sogar schon knapp fünf Prozent der Schüler betroffen.

Auch wenn der chronische Bluthochdruck kaum spürbare Beschwerden verursacht, birgt er Gefahren: Nach dem Rauchen ist er der größte Risikofaktor für eine lebensverkürzende Herz-Kreislauf-Erkrankung. Bluthochdruck schadet den Gefäßen.

Ärztin misst den Bauchumfang einer Patientin. © NDR/nonfictionplanet, honorarfrei

Bluthochdruck: Nur geeignete Sportarten helfen

Die Bewegungs-Docs -

Birgit M. probierte es mit Krafttraining gegen ihren hohen Blutdruck - vergebens. Die Bewegungs-Docs zeigen ihr passende Trainingsmethoden. Doch wie bringt man die im Alltag unter?

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Ursache

Eher selten ist eine Grundkrankheit für den erhöhten Blutdruck verantwortlich: Man spricht von einer sekundären Hypertonie, wenn zum Beispiel Erkrankungen der Nieren, der Gefäße (etwa angeborene Missbildungen der Hauptschlagader) oder das sogenannte Schlafapnoe-Syndrom den Blutdruck steigen lassen.

Warum Bluthochdruck behandelt werden muss

In neun von zehn Fällen ist jedoch der moderne Lebensstil die Ursache - die arterielle Hypertonie zählt zu den wichtigsten Zivilisationskrankheiten. Übergewicht, mangelnde Bewegung, Alkohol, Rauchen, übermäßiger Kochsalzkonsum wirken sich negativ aus, aber auch beruflicher oder privater Stress. Schon 1950 identifizierte der Psychoanalytiker Franz Alexander Bluthochdruck als eine der sieben klassischen psychosomatischen Erkrankungen. Die Gene spielen ebenfalls eine Rolle, die Neigung zu Bluthochdruck wird vererbt. Ein weiterer Faktor sind die Hormone: So kann der Blutdruck unter Einnahme der "Pille" steigen, und jede zehnte Frau hat während der Schwangerschaft vorübergehend Bluthochdruck. Nicht selten tritt Bluthochdruck erst nach den Wechseljahren auf: Im Alter sind mehr Frauen als Männer betroffen, in jungen Jahren ist es umgekehrt.

Symptome

Bluthochdruck bleibt oft lange unbemerkt, denn es gibt - zumindest anfangs - keine typischen Symptome. Viele erhalten daher die Diagnose erst, wenn im Körper bereits nicht wiedergutzumachende Folgeschäden entstanden sind: koronare Herzkrankheit, Herzschwäche, im schlimmsten Fall sogar Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenversagen. Anzeichen für Bluthochdruck können sein:

  • morgendlicher Kopfschmerz, der bei Höherlagerung des Kopfes abnimmt
  • Schwindel, Übelkeit, Ohrensausen
  • Nasenbluten
  • Abgeschlagenheit
  • Schlaflosigkeit.

Bei stark erhöhtem Blutdruck können Brustengegefühl (Angina pectoris), Luftnot und Sehstörungen auftreten.

Dieses Thema im Programm:

Die Bewegungs-Docs | 26.02.2018 | 21:15 Uhr

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