Stand: 24.08.2015 14:05 Uhr

Welche Pilze sind giftig?

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Die Mehrzahl der Pilze ist nicht essbar.

Im Spätsommer und Herbst wachsen viele leckere Pilze. Mehr als 6.000 Arten gibt es in unseren Wäldern, aber nur einige Hundert sind essbar. Alle anderen sind zum Teil nicht nur ungenießbar, sondern giftig. Einige Pilzarten können Menschen sogar das Leben kosten.

Deswegen ist das Wichtigste beim Pilzesammeln: Nur die mitnehmen, die man wirklich kennt, alle anderen lieber stehen lassen. Zur Bestimmung sind nur neuere Pilzbücher sinnvoll, denn Studien zeigen, dass manche früher als ungefährlich eingestufte Pilze doch giftig sein können. Auf Nummer sicher geht man in Begleitung eines Experten. In Pilzschulen kann man mithilfe von Profis lernen, welche Pilze genießbar sind.

Gefährliche Doppelgänger

Der gefährlichste Pilz ist der Grüne Knollenblätterpilz. Gut 90 Prozent aller tödlichen Pilzvergiftungen in Deutschland gehen auf sein Konto. Das Tückische ist, dass er dem Waldchampignon zum Verwechseln ähnlich sieht. Auch der leckere Perlpilz hat einen Doppelgänger: den giftigen Pantherpilz. Und der aromatische Graublättrige Schwefelkopf ähnelt dem giftigen Grünblättrigen Schwefelkopf.

Der wohl bekannteste Giftpilz ist der auffällig gefärbte Fliegenpilz, der nur circa ein Prozent aller Pilzvergiftungen verursacht.

Was tun bei einer Vergiftung?

Symptome einer Pilzvergiftung treten manchmal erst Stunden nach dem Essen auf. Dazu gehören unter anderem Halluzinationen, Schweißausbrüche, Durchfall und Erbrechen. Bei einem Verdacht sollte man sofort ärztlichen Rat suchen. Giftnotrufe sind rund um die Uhr erreichbar.

Schmackhafte Pilze

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Zu den besonders schmackhaften Speisepilzen zählen Steinpilz, Stochschwämmchen, Krause Glucke und Pfefferröhrling.

Ein Klassiker unter den Speisepilzen ist der Steinpilz. Er ist sehr schmackhaft und hat ein härteres Fleisch als die meisten anderen Pilze. Das Stockschwämmchen ist ein sehr aromatischer Speisepilz, der an morschen Stümpfen und Stämmen wächst. Ein guter Gewürzpilz ist der Pfefferröhrling, der scharf schmeckt und Pilzpfannen die richtige Würze gibt. Die Krause Glucke erinnert an einen Badeschwamm. Das Fleisch riecht würzig und schmeckt nussig.

Tipps für die Zubereitung

Pilze sollte man auf keinen Fall waschen, sonst saugen sich die Poren voll Wasser und das Aroma geht verloren. Deswegen ist es besser, die Pilze vorsichtig zu putzen. Ein leckeres Röstaroma entwickeln Pilze, wenn sie in heißem Fett angebraten werden.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | plietsch. | 24.08.2015 | 14:00

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