Sendedatum: 10.01.2017 20:15 Uhr  | Archiv

Venenleiden: Diagnostik

Eine Ultraschall-Untersuchung zeigt, wie schnell und in welche Richtung das Blut fließt.

Krankheiten der Venen machen nicht immer durch deutliche Beschwerden wie schwere, geschwollene Beine oder Schmerzen auf sich aufmerksam. Oft fallen sie aber schon bei der Betrachtung der Beine geradezu ins Auge: Die kleinen, oberflächlichen Besenreiser sind schon auf den ersten Blick zu sehen, sie sind zart und schimmern rötlich bis lila. Auch oberflächliche Krampfadern sind leicht zu erkennen: Sie schlängeln sich wie dicke blaue Regenwürmer an den Beinen entlang.

Ultraschall-Untersuchung bevorzugte Methode

Um Erweiterungen der tiefer liegenden Stamm- und Verbindungsvenen zu diagnostizieren, ist der Arzt dagegen auf technische Hilfsmittel angewiesen. Eine Ultraschall-Untersuchung (Gefäß-Doppler) zeigt, wie schnell und in welche Richtung das Blut fließt. Mit Hilfe einer speziellen Ultraschalltechnik, der sogenannten Duplex-Sonographie, können Spezialisten sogar Form und Aufbau der Vene untersuchen. Dieses nebenwirkungs- und schmerzfreie Verfahren liefert eindeutige Ergebnisse und gilt heute als beste Methode, kranke Blutgefäße zu diagnostizieren.

Die früher gebräuchliche Kontrastmitteluntersuchung (Phlebographie) wird dagegen wegen der Strahlenbelastung inzwischen nur noch selten angewendet. Auch sogenannte hämodynamische Verfahren wie Photoplethysmographie, Lichtreflexionsrheographie, Venenverschlussplethysmographie oder Phlebodynamometrie können bei der Diagnostik weiterhelfen.

Zusätzliche Untersuchungen bei schwierigen Fällen

In schwierigen Fällen, zum Beispiel zum Ausschluss einer Thrombose, können zusätzliche Untersuchungen wie eine Kernspin- (MRT) oder Computer-Tomographie (CT) nötig sein, die Schnittbilder des menschlichen Körpers darstellen. Neben Krampfadern können auch andere Krankheiten zu geschwollenen Beinen führen, zum Beispiel eine Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Thrombosen, Lymph- oder Lipödeme. Schmerzen können auch durch die sogenannte Arterielle Verschlusskrankheit verursacht werden, allerdings führt diese Durchblutungsstörung nicht zu schweren, geschwollenen Beinen sondern eher zu belastungsabhängigen Schmerzen beim Gehen (Schaufensterkrankheit), während das Gehen bei Krampfaderleiden die Beschwerden eher lindert.

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