Stand: 28.11.2019 10:03 Uhr

Trockene Haut: Was hilft im Winter?

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Die Haut reagiert auf trockene Luft: Sie spannt und juckt.

Kälte und Heizungsluft führen häufig zu trockener Haut: Sie juckt, schuppt und spannt am ganzen Körper. Fehlt der Haut Feuchtigkeit, können kleine Risse entstehen, vor allen an Fingern, Ellenbogen, Knien und Füßen. Diese Stellen sind durchlässiger für Keime, Bakterien und Pilze. Mit der richtigen Pflege lässt sich ein Austrocknen der Haut auch im Winter verhindern.

Frau mit der Hand im Gesicht

Die Haut im Winter richtig pflegen

Mein Nachmittag -

Draußen Kälte, drinnen trockene Heizungsluft - vor allem die Haut an den Händen und im Gesicht reagiert häufig empfindlich auf diese Extreme im Winter und benötigt besondere Pflege.

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Aufbau der Haut

Die äußerste Schicht ist die sogenannte Oberhaut. Sie schützt die tieferen Schichten vor äußeren Umwelteinflüssen. Darunter liegt die Lederhaut, in der Nerven, Hautdrüsen und Blutgefäße verankert sind. Die innerste Hautschicht ist die Unterhaut. Sie besteht aus Fett- und Bindegewebe.

Talgdrüsen sorgen für Schutz

Die Talgdrüsen in der Lederhaut sorgen für den Säureschutzmantel, der vor Feuchtigkeitsverlust und Schäden schützen soll. Produzieren sie zu wenig Fett, wird die Haut trocken, rissig und mit der Zeit dünn wie Pergament. Mit zunehmendem Alter lässt die Talgproduktion nach, der Säureschutzmantel wird immer dünner. Trocknet die Haut weiter aus, kommt es zu Juckreiz und Ekzemen.

Haut im Winter richtig pflegen

Viele handelsübliche Hautpflegeprodukte enthalten Mineralöle wie Paraffin, da diese geschmeidig, günstig, geruchslos und haltbar sind. Auf Dauer machen sie die Haut jedoch spröde und trocken. Menschen mit empfindlicher Haut sollten darauf achten, dass ihr Pflegeprodukt möglichst wenig Inhaltsstoffe und keine Zusätze wie Farbstoffe, Duftstoffe oder Alkohol enthält. Sie können die Haut reizen.

Natürliche, gut verträgliche Alternativen sind Mandel-, Jojoba- und Weizenkeimöl und Sheabutter. Im Winter sollten die Hautpflegeprodukte mehr Fett enthalten und weniger Feuchtigkeit. Welches Verhältnis ideal ist, hängt vom Hauttyp ab. Hier kann eine Beratung beim Hautarzt oder bei der Kosmetikerin sinnvoll sein. Harnstoff (Urea) ist ein guter Feuchtigkeitsspender und in synthetischer Form in Hautcremes enthalten. Wirkstoffe wie Panthenol, Pantothensäure, Allantoin und Vitamin E wirken rückfettend.

Vorsicht beim Duschen und Baden

Heißes Wasser und zu viel Seife schädigen den Hautschutzmantel zusätzlich, führen zu Juckreiz und trockener Haut. Deshalb sollten Duschbäder gerade im Winter kurz und nicht heiß sein. Einseifen sollte man nur die kritischen Stellen und nicht den ganzen Körper. Ausgiebige Schaumbäder sind eine Strapaze für die Haut und sollten grundsätzlich vermieden werden. Gegen ein gelegentliches Wohlfühlbad von 10 bis 15 Minuten ist nichts einzuwenden, wenn das Wasser höchstens 39 Grad warm ist und ein rückfettendes Ölbad benutzt wird.

Hände nicht zu oft waschen

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Gummihandschuhe schützen vor Putzmitteln, die die Haut an den Händen schädigt.

Gerade im Winter werden die Hände häufig gewaschen, um Infektionen vorzubeugen. Waschöle verringern dabei die Austrocknung der Haut. Eine Alternative zum Händewaschen sind Hand-Desinfektionsmittel, die die Haut weniger belasten als Seife. Geschirrspülmittel entfettet die Haut extrem. Empfindliche Menschen sollten beim Abwaschen oder Putzen Gummihandschuhe tragen.

Gute Ernährung für die Haut

Mit der richtigen Ernährung im Winter lässt sich die Haut von innen stärken. Pflanzliche Öle aus Leinsamen. Chiasamen oder Hanf pflegen die Haut von innen mit essenziellen Omega-3-Fettsäuren. Am besten fetten Fisch, Avocados und Salate mit den richtigen Ölen essen. Außerdem wichtig: viel trinken.

Bei Ekzemen nicht kratzen

Als Ekzeme werden unterschiedliche Hautausschläge bezeichnet, bei denen es zu einer nicht ansteckenden Entzündung der oberen Hautschicht kommt. Die Haut ist dabei nicht einfach nur trocken, sondern auch gerötet und schuppig, sie juckt und nässt. Dabei können sich sogar Bläschen und Knötchen bilden, durch winzige Risse in der Hautbarriere können Bakterien und Pilze eindringen und Krankheiten auslösen. Wer wegen des Juckreizes kratzt, verschlimmert das Probleme. Gegen Ekzeme hilft nur eine Kortison-Creme, sie bekämpft die Entzündung.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 27.11.2019 | 16:20 Uhr

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