Stand: 05.03.2018 14:04 Uhr

So gesund sind Sprossen und Keimlinge

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Sprossen schmecken nicht nur gut, sie sind auch sehr gesund.

Sprossen und Keimlinge sind gesund. Sie wachsen aus Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen oder Gemüsesamen. Es gibt die kleinen Samen in vielen Geschmacksnuancen - süßlich, nussig oder scharf. In ihnen steckt alles, was eine Pflanze zum Wachsen braucht: Mit ein wenig Wasser, Licht und Zeit sprießen wahre Kraftpakete heran.

Deshalb sind Sprossen und Keimlinge so gesund

Sprossen und Keimlinge sind reich an gesunden Kohlenhydraten, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Durch die Keimung bilden sich in der Pflanze gesunde Vitalstoffe. Kohlenhydrate und Proteine werden so umgewandelt, dass sie für Menschen besser verdaulich sind und die Nährstoffe im Darm besser aufgenommen werden können.

Die Konzentration der Vitamine und Mineralstoffe ist in Sprossen meist mindestens doppelt so hoch wie in ausgewachsenen Pflanzen. Da sich die meisten Sprossen und Keimlinge roh genießen lassen, gehen bei der Zubereitung zudem keine der gesunden Vitalstoffe durch Hitze verloren.

Rezepte mit Sprossen

Cashew-Käsecreme mit Kresse

Für diesen Brotaufstrich werden eingeweichte Cashewkerne mit Brottrunk zu einer Creme verarbeitet, die drei Tage ruhen muss. So entsteht ein käsiger Geschmack. mehr

Hummus

Dieses Hummus wird nicht wie üblich aus gekochten, sondern aus gekeimten Kirchererbsen hergestellt. Dadurch erhält die Creme einen ganz besonderen Geschmack. mehr

Kresse: Positive gesundheitliche Wirkung

Besonders einfach ist Kresse zu ziehen: Einfach die Samen auf ein nasses Stück Papier legen oder auf einen Kresse-Igel aus Ton - und schon wächst das Kraut. Wie andere Sprossensorten ist auch Kresse vollgepackt mit gesunden sekundären Pflanzenstoffen. Ihre Farb- und Aromastoffe schützen die Pflanze, wirken aber auch im menschlichen Körper. So sollen sie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen helfen, den Blutzuckerspiegel senken und gegen Entzündungen und Bakterien wirken.

Senföl: Hoffnung in der Krebstherapie

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Krebs mit Brokkoli und Co. vorbeugen

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Pflanzen aus der Familie der Kreuzblütler Stoffe enthalten, die Krebs vorbeugen können. Dazu gehört zum Beispiel Brokkoli. mehr

Kreuzblütler wie Kresse, Rucola, Radieschen und Brokkoli gelten als besonders gesund. Sie enthalten besonders viele Senföle, die auch zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen. Dabei gelten vor allem Brokkoli-Sprossen als besonders gesund. Aus ihnen lässt sich das Senföl Sulforaphan gewinnen. Krebsforscher der Universität Heidelberg zeigten an Hühnereiern, dass Sulphoraphan das Krebswachstum schwächt und Tumorstammzellen angreift. So kann die Chemotherapie bei aggressiven Tumoren unterstützt werden. Derzeit wird an einigen Erkrankten mit aggressiven Bauchspeicheldrüsentumoren getestet, ob Brokkoli-Sprossen die Krebstherapie unterstützen können.

EHEC: Sprossen als Quelle der Epidemie

2011 kam es zu einer EHEC-Epidemie. Im Verdacht: Importierte Sprossensamen aus Ägypten. Seitdem hat sich einiges getan und das Robert-Koch-Institut hat Entwarnung gegeben. Dennoch bleiben Sprossen und Samen prinzipiell anfällig für gesundheitsschädliche Keime. Immungeschwächte und Schwangere sollten deshalb Sprossen und Samen nicht roh verzehren. Einige Hülsenfrüchte wie Kichererbsen sollten vor dem Essen generell blanchiert werden.

Alfalfa-Sprossen im Keimglas selbst ziehen

Sprossen und Keimlinge zu Hause ziehen ist ganz einfach. So stehen das ganze Jahr über frische und leckere Nährstofflieferanten auf der Fensterbank - und sehen auch noch gut aus.

Sprossen und Keimlinge wachsen in Gefäßen aus Plastik, Glas oder Ton. Für den Anfang eignen sich am besten Sprossengläser. Sie nehmen wenig Platz weg und lassen sich gut reinigen. Perfekt für Anfänger eignen sich Alfalfa-Sprossen. Sie lassen sich einfach ziehen und sind nicht ganz so intensiv im Geschmack. Auch fertige Sprossenmischungen aus dem Handel sind gut geeignet, denn sie sind geschmacklich und auch von der Keimdauer her aufeinander abgestimmt.

Richtiger Umgang mit den Sprossen

Um die Samen zu aktivieren, werden sie zunächst ein paar Stunden lang eingeweicht und danach in das Keimglas gefüllt. Wer sich kein Keimglas kaufen möchte, kann auch ein leeres Marmeladenglas verwenden. Je nach Sorte müssen die Keimlinge etwa zwei Mal pro Tag gut gespült werden. Sie benötigen das Wasser zum Wachsen, aber auch, damit sich kein Schimmel oder schädliche Keime ansetzen können.

Das Wasser lässt man durch ein Sieb oder ein Fliegengitter ablaufen und stellt das Glas dann schräg an einen hellen und nicht zu warmen Ort. Bereits nach ein paar Tagen sind die Sprossen erntereif.

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Gesunde Sprossen auf der Fensterbank ziehen

Sprossen sind gesund und verfeinern viele Gerichte. Sie lassen sich ganz leicht auf der Fensterbank ziehen. Damit sich keine Keime bilden, ist Hygiene oberstes Gebot. mehr

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Visite | 06.03.2018 | 20:15 Uhr

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