Stand: 20.02.2017 23:00 Uhr

Schlaf-Apnoe erkennen und behandeln

Das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom (OSAS) ist eine nächtliche Atemstörung, bei der es im Schlaf immer wieder zu längeren Atemstillständen kommt. Tagsüber sind die Betroffenen durch die nächtlichen Atemprobleme unausgeschlafen und mitunter so müde, dass sie im Stehen oder Sitzen wegnicken. Geschätzt fast jeder zwanzigste Mann und jede fünfzigste Frau leidet darunter. Schnarchen allein und nur gelegentliche kleine Atmungsaussetzer sind nicht gesundheitsschädlich - aber der häufige Totalausfall der Atmung  im Schlaf kann schwere Folgen haben.

Sehr beleibter Mann sitzt auf einem Stuhl an Deck der Hausboot-Praxis. © NDR

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Christoph F. ist "Stress-Esser", bringt es nach vergeblichen Diäten auf 150 Kilo und hat nachts gefährliche Atemaussetzer. Die Docs zeigen ihm, wie er wirklich Gewicht loswird.

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Ursache

Atmen erledigen wir unbewusst. Sobald der Kohlendioxidgehalt im Blut zu hoch ist, löst das Gehirn einen Atemreiz aus - bei Erwachsenen meist 11- bis 15-mal pro Minute.  Im Schlaf, wenn die ringförmige Muskulatur um die oberen Atemwege stark entspannt ist, kann der Rachen beim Einatmen sozusagen zusammenfallen - die Atemwege verengen sich (Obstruktion). Durch die Atemstillstände im Schlaf fehlt dem Körper Sauerstoff, im Blut steigt der CO2-Spiegel an. Deshalb leitet der Körper eine Weckreaktion ein. Betroffene wachen nicht richtig auf. Sie werden jedoch unruhig, ihr Puls steigt, der Schlaf ist nicht mehr erholsam.

Wie kommt es zum Schnarchen?

Die Atmung im Schlaf kann durch Veranlagung behindert sein, etwa eine zu schlaffe Rachenmuskulatur, angeborene Fehlstellungen des Unterkiefers oder eine Nasenscheidewandverkrümmung. Bei Kindern können Polypen oder vergrößerte Rachenmandeln eine Rolle spielen. Hoher Konsum von Alkohol, Schlafmitteln, Nikotin oder illegalen Drogen begünstigt Atemaussetzer. Hauptrisiko für das krankhafte Schnarchen ist jedoch starkes Übergewicht. Schlafmangel ist wiederum mitursächlich für Übergewicht - daraus resultiert ein Teufelskreis.

Folgeerkrankungen durch Schlafapnoe

  • Übergewicht
  • Bluthochdruck
  • Rechtsherzinsuffizienz
  • Herzinfarkt, plötzlicher Herztod
  • Schlaganfall
  • Diabetes Typ 2
  • Depressionen
  • Tinnitus, Hörsturz
  • Hirnschäden

Symptome

Typisch sind starke Schnarchgeräusche, unterbrochen von Atempausen - auf die ein heftiger Atemzug folgt beziehungsweise ein Schnarchlaut. Allerdings leidet längst nicht jeder Schnarcher an Apnoe, und nicht jeder Apnoe-Betroffene schnarcht laut. Weitere Symptome sind nächtliches Schwitzen, Müdigkeit am Tag, Kopfschmerzen, Reizbarkeit und Konzentrationsstörungen.

Dieses Thema im Programm:

Die Ernährungs-Docs | 03.07.2017 | 21:00 Uhr

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