Sendedatum: 14.08.2012 20:15 Uhr  | Archiv

Salz - das weiße Gold

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Salz besteht zu 97 Prozent aus Natriumchlorid.

Es wird als weißes Gold der Erde bezeichnet und gilt seit den frühen Hochkulturen als wertvolles Gut, das Reichtum und Macht bedeutete: Salz. Es ist ein lebenswichtiges Mineral. Jeden Tag benötigt der menschliche Körper etwa sechs Gramm um seinen Salzbedarf zu decken.

Im Handel sind eine Vielzahl an Salzsorten erhältlich. "Normales" Salz wird unter dem Namen Speise- oder Tafelsalz vermarktet. Es handelt sich dabei meistens um raffiniertes und gereinigtes Siede- oder Meersalz. Mit Jod angereichert dient es zur Prophylaxe einer Schilddrüsenvergrößerung (Jodmangelstruma) und einer damit einhergehenden Unterfunktion. Auf eine Anreicherung mit Fluorid kann dagegen verzichtet werden, da es als Kariesschutz bereits in Zahnpasta enthalten ist.

Himalayasalz gilt als Ursalz

Das sogenannte Fleur de Sel stammt aus den Salzgärten der Mittelmeerküste. Es ist handgeschöpft und unbehandelt. Spuren von Kaliumsulfat und Magnesiumchlorid sorgen für das besondere Aroma. Um dies nicht zu zerstören, sollte das Meersalz nicht gekocht werden. Himalayasalz gilt als Ursalz. Seine charakteristische Rotfärbung erhält es durch Eisenoxidverunreinigungen. Abgebaut wird es allerdings nicht im Himalaya, sondern industriell in der größten Salzmiene Pakistans.

Das Wikinger-Kalahari-Rauchsalz bekommt seine besondere Würze durch den Rauch aus dem mindestens siebentägigen Räuchervorgang mit hochwertigem Buchenholz.

Zusammensetzung fast identisch

Entgegen vieler Annahmen unterscheiden sich die verschiedenen Salzsorten zwar deutlich im Preis, jedoch nur geringfügig in ihrer Zusammensetzung. Sie bestehen alle zu 97 Prozent aus Natriumchlorid. Während 500 Gramm einfaches Speisesalz etwa 59 Cent kosten, kosten 100 Gramm Meersalz bis zu 19 Euro, 250 Gramm Himalaya-Salz etwa sieben Euro und 150 Gramm Rauchsalz fast elf Euro. Da sich aber über Geschmack nicht streiten lässt, muss jeder Hobbykoch selbst entscheiden, welches Salz in seine Töpfe kommt.

Interviewpartner im Beitrag:

Karin Riemann-Lorenz
Diplom-Ökotrophologin und Ernährungsberaterin
Verbraucherzentrale Hamburg
Kirchenallee 22
20099 Hamburg
Tel. (040) 248 32 240 (Mo-Mi 10-14 Uhr, Auskunft unentgeltlich, telefonische Beratung ab fünf Euro je nach Aufwand)

Andreas Bärenklau
Küchendirektor
Park Hyatt Hotel Hamburg
Bugenhagenstraße 8
20095 Hamburg
Tel. (040) 33 32 12 34
Fax: (040) 332 12 35
E-Mail: hamburg.park(at)hyatt.com

Autorinnen des Fernsehbeitrags:
Annette Wilenbücher und Madlen Zeller

Dieses Thema im Programm:

Visite | 14.08.2012 | 20:15 Uhr

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