Stand: 24.11.2016 19:10 Uhr  | Archiv

Pflegeversicherung: Was ändert sich 2017?

Ein Pfleger hilft einem alten Mann beim Essen. © NDR
Geistige und psychische Einschränkungen sollen laut Gesetz gleichermaßen mit körperlichen Einschränkungen erfasst werden.

Anfang des Jahres 2015 ist das sogenannte Pflegestärkungsgesetz II in Kraft getreten, ab Januar 2017 ändert sich auch noch die Einstufung der Pflegebedürftigkeit. Statt drei Pflegestufen wird es dann fünf Pflegegrade geben. Bislang orientiert sich die Einstufung pflegebedürftiger Menschen vor allem an ihren körperlichen Defiziten. Ab 2017 werden körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen gleichermaßen berücksichtigt. Je höher der Pflegegrad, desto mehr ist der Patient auch in seiner Selbstständigkeit beeinträchtigt.

Pflegestärkungsgesetze

Das erste Pflegestärkungsgesetz trat am 1. Januar 2015 in Kraft. Es weitete die Leistungen für Pflegebedürftige und Angehörige aus. Zudem wurde ein Pflegevorsorgefonds eingerichtet. Außerdem sah es vor, 20.000 zusätzliche Betreuungskräfte in Pflegeeinrichtungen einzustellen.

Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz soll der Pflegebedürftigkeitsbegriff neu definiert werden: Zwischen körperlichen Einschränkungen und Demenzerkrankungen soll nicht mehr unterschieden werden. Außerdem ist erklärtes Ziel, ein neues Begutachtungsverfahren einzuführen.

Zeitaufwand wird unwichtiger

Der Pflegegrad wird durch die Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung festgelegt. Der Zeitaufwand für die Pflege soll ab dem kommenden Jahr keine Rolle mehr spielen. Doch wie funktioniert die Überleitung von Pflegestufe zu Pflegegrad? Wie viel zahlt die Pflegeversicherung künftig? Macht es Sinn, noch in diesem Jahr eine Pflegestufe zu beantragen? Wenn ja, für wen? Fragen, die unsere Experten am kostenfreien Servicetelefon beantwortet haben.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Radio MV | 24.11.2016 | 10:00 Uhr

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