Stand: 07.05.2018 18:14 Uhr  | Archiv

Blutschwamm im Stammhirn operieren

Das Modell eines Gehirns vor grauem Hintergrund. © fotolia.com Foto: fergregory
Ein Blutschwamm im Gehirn muss operiert werden, um ein Platzen zu verhindern.

Ein Blutschwamm im Gehirn (Kavernom) kann jederzeit platzen und zum Tod führen. Um dies zu verhindern, müssen Neurochirurgen den Blutschwamm entfernen und dabei sehr präzise und vorsichtig vorgehen, um keine der lebenswichtigen Nervenfasern im Gehirn zu verletzen - sonst drohen schwerste Schäden.

Blutschwamm im Gehirn operieren

Die Operation wird am Computer exakt geplant und simuliert. Die Ärzte legen sogenannte Orientierungspunkte fest, die dem Chirurgen während der Operation den Weg durch das Gehirn weisen.

Ebenso wichtig ist die Kontrolle der Nerven: Dafür setzen die Operateure Nadeln in die wichtigsten Muskeln und leiten darüber während der Operation elektrische Impulse ab. Diese zeigen ihnen, wo die wichtigen Nervenkerne liegen, die sie auf keinen Fall verletzen dürfen.

Durch eine zwei Millimeter kleine Öffnung sucht der Neurochirurg das Kavernom mit dem Operationsmikroskop auf, verödet und entfernt es.

Falls nach dem Eingriff Nerven irritiert oder geschädigt sind, ist es oft möglich, dass sich dadurch bedingte Einschränkungen mithilfe von Physiotherapie zurückbilden. Dies kann aber Monate dauern.

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Interviewpartner

Priv.-Doz. Dr. Oliver Heese, Chefarzt
Dr. Gunnar Sörensen, Leitender Oberarzt
Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie
Dr. med. Dr. med. dent. Marc Tietke, Leitender Oberarzt Neuroradiologie
Klinik für Radiologie und Neuroradiologie
Helios Kliniken Schwerin
Wismarsche Straße 393-397, 19049 Schwerin
Tel. (0385) 520-0, Fax (0385) 520-20 08
Internet: www.helios-gesundheit.de

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