Stand: 28.12.2020 11:30 Uhr

Migräne: Die Besonderheit im Nervensystem

Von den mehr als 367 Hauptformen von Kopfschmerzen, die heute nach der internationalen Kopfschmerzklassifikation unterschieden werden, sind die Migräne-Formen besondere Unterformen.

Migräne geht oft einher mit Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Wie können Betroffene mit Migräne-Attacken umgehen und ihnen vorbeugen? Warum brauchen Migräne-Patientinnen und -patienten tatsächlich Nervennahrung? Und: Gibt es eine Heilung? Diese und andere wichtige Fragen zu Migräne beantwortet der Schmerztherapeut und Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, Prof. Hartmut Göbel.

Was für eine Art Kopfschmerz ist Migräne?

Migräne ist eine eigenständige neurologische Erkrankung, die sich durch anfallsweise auftretende Kopfschmerzattacken äußert. Die Dauer der einzelnen Anfälle beträgt vier bis 72 Stunden. Die Kopfschmerzen können einseitig auftreten. Ihr Charakter ist pulsierend und pochend und die Schmerzintensität ist sehr stark. Körperliche Tätigkeit verstärkt die Schmerzen, sodass die Patientinnen und Patienten in der Regel Bettruhe einhalten müssen. Die Schmerzen können von Übelkeit, Erbrechen, Lärm- und Lichtüberempfindlichkeit begleitet werden. Auch Sprach- und Sehstörungen (Flimmern vor den Augen), Kribbel-Missempfindungen, Sprachstörungen, Lähmungen, epileptische Anfälle, Schlaganfälle, Bewusstseinsstörungen und andere Erscheinungen können dabei auftreten.

 

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Dieses Thema im Programm:

45 Min | 06.04.2020 | 22:00 Uhr

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