Stand: 23.04.2019 10:18 Uhr

Lungenkrebs: Karzinom individuell behandeln

Lungenkrebs gehört in Deutschland zu den häufigsten Krebserkrankungen. Mit neuen Therapien lässt sich der Tumor besser behandeln. Erkrankte können dadurch länger überleben. Lange waren die Aussichten bei Lungenkrebs  eher schlecht. Zu den Säulen der Therapie gehören die Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie und eine genaue Analyse des Tumors.

Männer vor Röntgenbildern

Lungenkrebs: Karzinom individuell behandeln

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Zu den häufigsten Lungenkrebsarten gehört das sogenannte nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Mit neuen Therapien lässt sich der Tumor besser bekämpfen.

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Therapie stoppt Tumor-Wachstum

Handelt es sich um ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom, ermitteln die Ärzte  mit Hilfe eines Gentests, ob eine Tabletten- Therapie infrage kommt. Dies ist dann der Fall, wenn der Tumor ein bestimmtes  Treibergen besitzt. Dies sorgt wie ein innerer Motor dafür, dass die Krebszellen sich ständig teilen und der Tumor laufend wächst.

Ist das Treibergen vorhanden, schluckt der Erkrankte regelmäßig eine Tablette. Sie wirkt direkt an den Tumorzellen: Dort blockieren sie das Treibergen, die Krebszellen können sich nicht mehr teilen und gehen zugrunde. Die Wirkung der Tabletten hält eineinhalb bis zweieinhalb Jahre an - in Ausnahmefällen auch mehr als doppelt so lange. Nebenwirkungen sind derzeit nicht bekannt.

Im Gespräch
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Lungenkrebs: Welche Therapie ist sinnvoll?

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Zu den häufigsten Lungenkrebsarten gehört das sogenannte nicht-kleinzellige Lungenkarzinom. Über Therapien informiert Onkologe Prof. Eckart Laack. Video (03:24 min)

Therapie unterstützt Immunsystem

Ist das spezielle Treibergen nicht vorhanden, lässt sich ein nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom in einigen Fällen mit einer Immuntherapie behandeln. Voraussetzung ist, dass die Krebszellen ein bestimmtes Protein produzieren. Die Immuntherapie hilft dem körpereigenen Immunsystem, die Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.

Neue Therapie bei kleinzelligen Lungentumoren in den USA zugelassen

Auch bei kleinzelligen Lungentumoren gibt es einen neuen vielversprechenden Therapie-Ansatz. Anders als in den USA ist die Behandlung - eine Kombination aus Chemotherapie und Immuntherapie - in Deutschland noch nicht zugelassen, kann aber auch hier auf Einzellfallantrag des behandelnden Onkologen genehmigt werden.

Weitere Informationen

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Experten zum Thema

Prof. Dr. Eckart Laack, Onkologe
Hämato-Onkologie Hamburg, Prof. Laack und Partner
Stader Straße 203C/Haus A5
21075 Hamburg
(040) 790 06-812 oder
(040) 28 00 65 60
www.haemato-onkologie-hh.de

Prof. Martin Reck, Pneumologe
Chefarzt Abteilung Onkologie
Dr. Marlitt Horn, Onkologin
Oberärztin Abteilung Onkologie
Lungenclinic Großhansdorf
Wöhrendamm 80 · 22927 Großhansdorf
(04102) 60 10
www.lungenclinic.de

Weitere Informationen
Deutsche Krebsgesellschaft e. V. 
Kuno-Fischer-Straße 8
14057 Berlin
(030) 322932-90
www.krebsgesellschaft.de

Deutsche Krebshilfe e. V.
Buschstraße 32, 53113 Bonn
Informations- und Beratungsdienst: (0228) 729 90-95 (Mo-Fr 8-17 Uhr)
www.krebshilfe.de
                                                      
Krebsinformationsdienst (KID)
Deutsches Krebsforschungszentrum
(0800) 420 30 40 (8-20 Uhr, kostenlos aus dem deutschen Festnetz)
www.krebsinformationsdienst.de

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