Stand: 01.08.2017 10:51 Uhr  | Archiv

Löwenzahn: Heilsames Kraut vom Wegesrand

Er wächst im Garten und am Wegesrand - und wird völlig unterschätzt: Löwenzahn. Dabei haben ihn schon die Griechen der Antike als Heilpflanze genutzt. Sein Name Taraxacum officinale leitet sich aus dem Griechischen ab: "Taraxis" bedeutet Augen-Entzündung und "akeomai" steht für "ich heile": der Augenheiler. Löwenzahn unterstützt die körpereigenen Funktionen von Leber, Galle, Niere und das wird in der chinesischen Medizin dem Sinnesorgan Auge zugeordnet. Die Stärkung dieser Organe soll auch das Auge stärken.

"Löwenzahn, da lachen alle, Leber, Magen, Niere, Galle - alle sind für seine Kräfte offen, dürfen auf Genesung hoffen", lautet darum auch ein Sprichwort. Löwenzahn eignet sich für eine Kur: Dazu zum Beispiel täglich drei bis fünf Blätter zum Salat geben.

Einen Tee aus Löwenzahn zubereiten

Am stärksten ist die Heilkraft, bevor die Blüte aufgeht. Die Blätter vor der Blüte sind zudem zarter und nicht so bitter wie die älteren. Oder: Täglich ein bis zwei Tassen Löwenzahntee trinken. Dafür eignen sich alle Teile, Blätter, Wurzeln und auch ein paar Blüten. Etwa zehn Blätter und drei Wurzeln mit einem Liter heißem Wasser aufgießen, mindestens fünf Minuten ziehen lassen. Die Menge an Blättern und Wurzeln je nach Geschmack variieren.

Löwenzahn für Sirup, Soßen und Salate verwenden

Löwenzahn-Tee ist harntreibend, regt die Nieren an, liefert aber gleichzeitig Kalium, das bei vielen anderen harntreibenden Substanzen mit ausgeschieden wird. Aus den gelben Blüten lässt sich ein Sirup zubereiten, der Salatsoßen oder Süßspeisen verfeinert. Die Blätter eignen sich für einen köstlichen Salat. Die Knospen kann man als Vorspeise essen und seine Wurzeln wie Schwarzwurzeln zubereiten.

Einsatz bei Blähungen und Völlegefühl

In der Apotheke ist Löwenzahn flüssig, getrocknet oder als Dragees erhältlich. Löwenzahn hilft bei Blähungen und Völlegefühl. Seine Bitterstoffe regen den Gallefluss an und erleichtern so die Fettverdauung. Maria Treben, die berühmte österreichische Kräuterexpertin, empfahl, auf frischen Stängeln zu kauen um die Insulinproduktion anzuregen, das senkt den Blutzucker. Berührt man den aus den Stängeln austretenden Saft, sind braune Finger oder braune Flecken auf der Kleidung die Folge, weil der Sauerstoff aus der Luft den Saft oxidiert. Die Flecken lassen sich am besten mit Gallseife entfernen.

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Visite | 01.08.2017 | 20:15 Uhr

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