Stand: 18.03.2019 12:48 Uhr

Bewegungstherapie bei Bluthochdruck

Bewegungsmangel ist zusammen mit Stress und falscher Ernährung ein Hauptauslöser für Bluthochdruck.

Wie Bewegung den Blutdruck beeinflusst

Das ideale Training, um Blutdruck zu senken, ist ein langsames, gleichmäßiges Ausdauertraining. Regelmäßige Ausdauereinheiten erweitern die Gefäße, machen sie wieder elastisch und haben sogar Einfluss auf das Nervensystem: Bewegung baut Stress ab. Sie wirkt damit wie ein Betablocker. Sportarten, die mit hoher Anstrengung verbunden sind - etwa das Drücken oder Heben von schweren Gewichten -, eignen sich dagegen nicht, denn sie erzeugen immer wieder Blutdruckspitzen. Ähnliches gilt für Wettkampfsport unter Zeitdruck, aber auch fürs Kegeln oder Kampfsport.

Das optimale Training

Die Faustformel gegen Bluthochdruck lautet: Ausdauer bei geringer Intensität. Wichtig sind lange Einheiten, mindestens 45 Minuten. Nur dann senkt das Training den Bluthochdruck. Passende Belastungen werden erreicht beim Schwimmen, Nordic Walking, beim leichten Joggen oder längeren Radfahren. Der Körper braucht spätestens alle 48 Stunden eine Ausdauersport-Einheit, um an den Rezeptoren in den Muskeln etwas zu verändern. Für die Grundfitness sind 10.000 Schritte täglich erforderlich.

Bei Übergewicht moderates Krafttraining kombinieren

Kommt Übergewicht hinzu, dann sollten Sie Muskelaufbau ins Training einbeziehen, weil mehr Muskeln mehr Energie verbrauchen - das hilft beim Fettabbau. Vermeiden Sie jedoch Belastungsspitzen. Eine sinnvolle Mischung könnte dann beispielsweise sein: alle zwei Tage 60 Minuten Ausdauersport, dazu ein- bis zweimal wöchentlich Gerätetraining bei geringer Intensität.

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Dieses Thema im Programm:

Die Bewegungs-Docs | 18.03.2019 | 21:00 Uhr

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