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Angina Pectoris: Herzenge wirksam behandeln

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Die Koronare Herzerkrankung ist eine der häufigsten Todesursachen.

Schmerzen und Engegefühl in der Brust sind ein Zeichen, dass der Herzmuskel nicht mehr ausreichend durchblutet ist. Diese Beschwerden gehören zu den häufigsten Symptomen am Herzen - bekannt als Angina Pectoris. Typischerweise liegt ihnen eine Koronare Herzerkrankung (KHK) zugrunde. Die KHK gehört zu den häufigsten Herzerkrankungen, allein in Deutschland leiden rund 5,5 Millionen Menschen daran. Dabei verengen sich die Herzkranzgefäße durch Kalkablagerungen in den Gefäßwänden. Die Folge ist eine Störung der Durchblutung und damit eine Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung des Herzmuskels.

Angina Pectoris: Herzenge wirksam behandeln

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Bei Angina Pectoris wird der Herzmuskel nicht ausreichend durchblutet, die Folge sind Schmerzen und ein Engegefühl in der Brust. Ein sogenannter Reducer kann die Schmerzen lindern.

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Neue Behandlungsmethode kann Schmerzen verringern

Bei der Behandlung kommen standardmäßig Medikamente, Stents und Bypässe zum Einsatz, die die Herzdurchblutung steigern. Allerdings gibt es Betroffene, bei denen die Erkrankung immer weiter fortschreitet und sich auch durch die gängigen Therapien nicht stoppen lässt. Auch wenn die großen Arterien frei sind, kann es in ihrem weiteren Verlauf zu Verengungen kommen. Die ganz kleinen Herzadern können ebenfalls verkalken und zusätzlich durch Verkrampfungen der Muskulatur eingeengt werden, Schmerzen entstehen. Für diese Fälle gibt es seit einigen Jahren ein neues Verfahren. Einen Herzkathetereingriff, bei dem der Blutfluss mitten im Herz nicht verstärkt, sondern gedrosselt wird.

Im Gespräch
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Was hilft bei Angina Pectoris?

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Schmerzen und Engegefühl in der Brust sind ein Zeichen, dass der Herzmuskel nicht ausreichend durchblutet ist. Der Kardiologe Professor Dr. Ulrich Schäfer erklärt, wie die Beschwerden behandelt werden können. Video (04:30 min)

Abfluss des Blutes aus dem Herzen wird reduziert

Der Reducer wird mitten ins Herz eingesetzt (Koronarvenensinus), dort wo das Blut, das den Herzmuskel selbst mit Sauerstoff versorgen sollte, in den Herzvorhof zurückströmt. Der Reducer, ein kleines Drahtgeflecht, reduziert den Abfluss des Blutes aus dem Herzmuskel. Das Blut staut sich in den Muskel zurück und hat so länger Zeit, seinen Sauerstoff und Nährstoffe an die Muskelzellen abzugeben. Die Implantation erfolgt im Herzkatheterlabor unter örtlicher Betäubung.

Diese Kriterien müssen erfüllt sein

Die Implantation eines Reducers kommt laut Herzstiftung unter folgenden Kriterien infrage:

  • Die Betroffenen leiden an einer schweren Durchblutungsstörung des Herzens (Angina Pectoris), die Beschwerden bestehen seit mindestens drei Monaten bereits bei leichter Belastung oder in Ruhe und sind mit Medikamenten nicht zu bessern (therapierefraktäre Angina pectoris).
  • Untersuchungen zur Durchblutung des Herzmuskels (Myokardszintigraphie, kardiale Magnetresonanztomographie oder PET-Computertomographie) haben ergeben, dass die Beschwerden von einer Durchblutungsstörung in der Herzvorderwand verursacht werden und keine anderen Gründe haben.
  • Es ist nicht möglich, die Mangelversorgung des Herzmuskels mit einer Stent-Implantation oder dem Anlegen von Bypässen zu verbessern.

Reducer noch keine allgemein anerkannte Therapie

Noch ist dieser Eingriff keine allgemein anerkannte Therapie. Sie erfolgt bisher ausschließlich im Rahmen von Einzelfall-Entscheidungen. Doch bei hartnäckigen Brustschmerzen kann der Reducer helfen. Die Erfahrung der Mediziner: Bei sorgfältiger Auswahl der Patienten profitieren 70 bis 80 Prozent der behandelten Personen deutlich.

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Experten zum Thema

Priv.-Doz. Dr. med. Sebastian A. Philipp, Chefarzt
Klinik für Innere Medizin - Kardiologie und Intensivmedizin
Elbe Kliniken in Stade
Bremervörder Straße 111
21682 Stade
www.elbekliniken.de

Prof. Ulrich Schäfer, Chefarzt
Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin
Katholisches Marienkrankenhaus
Alfredstraße 9
22087 Hamburg
www.marienkrankenhaus.org/kliniken-experten/kliniken/kardiologie-angiologie-intensivmedizin/

Dieses Thema im Programm:

Visite | 02.06.2020 | 20:15 Uhr

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