Stand: 12.09.2017 09:03 Uhr  - Visite  | Archiv

Geschwollene Lymphknoten am Hals

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Geschwollene Lymphknoten am Hals sind ein Symptom der Rosai-Dorfman-Krankheit.

Die Rosai-Dorfman-Krankheit ist eine sehr seltene Erkrankung, die 1969 von den US-amerikanischen Pathologen Juan Rosai und Ronald F. Dorfman entdeckt wurde. Sie gehört zur Gruppe der Histiozytosen. Histiozyten sind Fresszellen, die im Körpergewebe Reste alter Zellen und Abfälle des Stoffwechsels beseitigen. Von der Krankheit sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene mit dunkler Hautfarbe betroffen.

Fresszellen vermehren sich schnell

Bei der Rosai-Dorfman-Krankheit vermehren sich Histiozyten extrem schnell und sammeln sich überwiegend in den Lymphknoten an. Durch die Invasion der Fresszellen kommt es zu einer ausgeprägten beidseitigen Schwellung der Halslymphknoten mit gleichzeitiger Vermehrung von Plasmazellen, Lymphozyten und neutrophilen Granulozyten. Auch andere Lymphknoten und die Milz können betroffen sein. Daneben können ähnliche Herde in der Haut, der Hirnhaut, den oberen Atemwegen, den Speicheldrüsen und im Knochenmark auftreten.

Symptome der Rosai-Dorfman-Krankheit

Symptome sind Fieber und Gewichtsverlust. Diese lassen sich mit einer Kortison-Therapie beherrschen. Die Krankheit ist selbstlimitierend, verschwindet also nach einiger Zeit wieder ganz von selbst.

Als Ursache gilt eine Mutation im Gen SLC29A33, das auch mit anderen sehr seltenen Erkrankungen in Verbindung gebracht wird. Als Auslöser der Rosai-Dorfman-Krankheit werden Virusinfektionen vermutet.

Dieses Thema im Programm:

Visite | 12.09.2017 | 20:15 Uhr

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