Stand: 21.08.2018 15:03 Uhr  | Archiv

Abenteuer Diagnose: Non-Compaction-Kardiomyopathie

Ein Arzt untersucht das Herz eines Patienten mit dem Ultraschallgerät © COLOURBOX Foto: Phovoir
Der Herz-Ultraschall gehört zu den wichtigsten Methoden, eine Non-Compaction-Kardiomyopathie festzustellen.

Die Non-Compaction-Kardiomyopathie (NCCM) ist eine seltene erblich bedingte Erkrankung des Herzmuskels. Sie führt in der Embryonalentwicklung zu einer Störung der muskulären Verdichtung. Die Muskulatur der Herzkammern wirkt im Ultraschall schwammartig aufgetrieben. Durch Umbauprozesse können Narben am Herzmuskel entstehen. Diese erweitern die Herzkammern und schränken ihre Funktion ein. Das Narbengewebe kann auch die Weiterleitung der Herzströme beeinträchtigen.

Symptome

Die Betroffenen leiden unter den Symptomen einer Herzschwäche mit Leistungsminderung, zunehmender Kurzatmigkeit, Wasseransammlungen im Gewebe, Schwindel und Bewusstlosigkeit. Die Veränderungen des Herzmuskels beeinträchtigen auch den Blutfluss und begünstigen dadurch die Entstehung von Blutgerinnseln in den Herzkammern. Werden die Blutgerinnsel in den Kreislauf ausgeschwemmt, können sie einen Schlaganfall und viele andere Folgeerkrankungen verursachen. Bei schweren Herzrhythmusstörungen kann es auch zu einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand kommen.

Diagnostik

Zur wichtigsten Diagnostik der Non-Compaction-Kardiomyopathie gehört der Herzultraschall (Echokardiografie). Weitere Informationen kann eine Kardio-Magnetresonanztomografie liefern. Im EKG suchen Ärzte nach gefährlichen Herzrhythmusstörungen, die bei einer Non-Compaction-Kardiomyopathie vermehrt auftreten. Da die Krankheit vererbbar ist, gehören zur Diagnostik auch eine gründliche Familienanamnese und genetische Untersuchungen.

Therapie

Die Non-Compaction-Kardiomyopathie lässt sich nicht heilen. Die medikamentöse Therapie konzentriert sich auf die Kontrolle der Symptome. Die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten soll die Bildung von Blutgerinnseln in den Herzkammern unterdrücken, um einem Schlaganfall und anderen Gefäßverschlüssen vorzubeugen.

Weitere Informationen
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Experten zum Thema

Dr. Georg Schmidt, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie
Cardiologicum Hamburg - Praxis Harburg
Am Wall 1, 21073 Hamburg
(040) 70 70 81 8-0
www.cardiologicum.net

Dr. Oliver Zantis, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Sportmedizin, Rettungsmedizin
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(040) 411 60 70
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Kardiologie und internistische Intensivmedizin
Helios Mariahilf Klinik Hamburg
Stader Straße 203 c , 21075 Hamburg
(040) 790 06-426
www.helios-gesundheit.de

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