Stand: 23.02.2018 13:33 Uhr

Aus eins mach zwei: Zimmerpflanzen vermehren

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Geranien lassen sich einfach durch Stecklinge vermehren.

Neue Zimmerpflanzen ohne Geld dafür auszugeben? Nichts leichter als das. Wer Freunden oder Bekannten eine Freude machen will oder eigene alte Pflanzen durch neue ersetzen möchte, kann das recht unkompliziert durch Vermehrung erreichen. Je nach Pflanzenart gibt es verschiedene Methoden: etwa durch Stecklinge oder Ableger.

Vermehrung durch Stecklinge

Die Vermehrung durch Stecklinge ist eine einfache Methode, neue Pflanzen zu ziehen. Am verbreitetsten ist die Vermehrung durch sogenannte Kopfstecklinge, sie bestehen aus einer Triebspitze mit Stängel und einigen Blättern. Die meisten Pflanzen (beispielsweise Ficus-Arten, Weihnachtsstern, Geldbaum, Gummibaum) können auf diese Weise vermehrt werden.

  • Wurzelbildung im Wasserglas

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Nach etwa zwei bis drei Wochen bildet der Steckling neue Wurzeln.

Eine Möglichkeit ist, von der Mutterpflanze einen etwa zehn Zentimeter langen, nicht verholzten Trieb abzuschneiden und in ein Wasserglas zu stellen. Eventuelle Blüten, Knospen und einen Teil der Blätter entfernen. Das Glas bei normaler Raumtemperatur an einen hellen Standort stellen. Innerhalb von etwa zwei bis drei Wochen bilden sich neue Wurzeln. Wenn der Steckling zu lange im Wasserglas bleibt, bildet sich aus den feinen Wurzeln ein Knäuel - das sollte vermieden werden, damit die neue Pflanze gut anwachsen kann. Der Steckling wird dann in für seine Art empfohlenes Substrat gepflanzt und leicht angegossen.

  • Steckling direkt in die Erde setzen

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Der Topf mit dem Steckling sollte einen warmen Standort ohne direkte Sonneneinstrahlung bekommen.

Alternativ ist es möglich, die abgeschnittenen Triebe direkt in befeuchtete Erde zu stecken. Diese sollte nährstoffarm sein, damit scharfer Dünger die zarten Wurzeln nicht angreifen kann. Ideal ist eine Beimischung von Perlit (vulkanisches Glas) oder Sand. Den Topf an einen hellen, warmen Standort stellen, aber nicht direkter Sonne aussetzen. Über den Steckling oder auch den ganzen Topf einen Plastikbeutel stülpen, damit das Wasser nicht zu schnell verdunstet. Bilden sich neue Triebe, kann der Beutel entfernt werden. Sind die jungen Pflanzen kräftig genug, können sie in für sie geeignetes Substrat umgetopft werden.

Vermehrung durch Ableger

Ableger, auch als Kindel bekannt, entspringen dem Haupttrieb der Mutterpflanze und sind optisch ihre Miniaturausgabe. Oftmals haben sie bereits eigene Wurzeln. Insbesondere Ananasgewächse wie die Bromelie oder Sukkulenten, aber auch beispielsweise die beliebte Grünlilie bilden solche Ableger.

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Die Ableger der Grünlilie sehen aus wie Miniaturausgaben der Mutterpflanze.

Haben die Ableger einige gut ausgebildete Blätter entwickelt, sind sie groß genug, um abgetrennt zu werden. Dafür mit einem scharfen mit Alkohol desinfizierten Messer möglichst dicht an der Mutterpflanze schneiden, ohne diese zu verletzen. Den Ableger in einen Topf mit Anzuchterde setzen, vorsichtig andrücken und nur leicht gießen. Während der gesamten Anwuchsphase darf die Pflanze nur mäßig gegossen werden, damit die Wurzeln nicht faulen. Die Raumtemperatur sollte nicht unter 19 Grad liegen und die junge Pflanze zunächst keine direkte Sonneneinstrahlung bekommen.

Bei Sukkulenten wartet man nach dem Abtrennen der Kindel ein paar Tage, bis die Schnittflächte angetrocknet ist. Dann den Ableger einfach in passendes Substrat setzen.

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Dieses Thema im Programm:

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