VIDEO: Zimmerpflanzen: Wie gut ist die Qualität? (7 Min)

Mit Palmen den Sommer ins Haus holen

Stand: 06.01.2021 13:58 Uhr

Gerade im Winter sind Zimmerpalmen ein grüner Blickfang in der Wohnung, der sommerliche Stimmung verbreitet. Welche Arten sind besonders beliebt und welche Pflege benötigen die Pflanzen?

Palmen gehören zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Die meisten Arten sind relativ pflegeleicht. Sie benötigen nur recht wenig Wasser und überstehen deshalb auch mal eine Durststrecke, etwa während eines Urlaubs, ohne gleich zu vertrocknen.

Heller Standort und hohe Luftfeuchtigkeit wichtig

Generell gilt: Die Raumluft sollte nicht zu trocken sein, sonst bekommen die Pflanzen schnell braune Spitzen. Gelbe Spitzen können sowohl auf zu viel als auch zu wenig Nässe hinweisen. Wie viel Wasser die Pflanze benötigt, ist je nach Art unterschiedlich. Die meisten Pflanzen brauchen relativ viel Licht, ohne direkt in der Sonne zu stehen. Mit Dünger sollte man sparsam sein, er wird meist nur während der Wachstumsperiode in Frühjahr und Sommer benötigt. Gut geeignet ist spezieller flüssiger Palmendünger.

Beliebte Palmen: Welche hat welche Ansprüche?

Die Auswahl an unterschiedlichen Zimmerpalmen ist groß und reicht von der zierlichen Bergpalme bis zur raumgreifenden Hanfpalme mit weit ausladenden Wedeln. Viele Pflanzen, die wir als Zimmerpalmen bezeichnen, sind botanisch gesehen übrigens gar keine Palmen.

Yucca

Die vielleicht bekannteste Zimmerpalme, die Yucca, ist eigentlich gar keine Palme, sondern zählt zu den Spargelgewächsen. Sie bevorzugt helle und luftige Standorte und ist relativ anspruchslos. Es reicht, sie immer dann zu gießen, wenn die oberste Erdschicht abgetrocknet ist. Während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer sollte sie etwa alle zwei Wochen gedüngt werden. Yuccas können bis zu fünf Meter hoch werden.

Goldfruchtpalme

Auch die Goldfruchtpalme kann sehr groß werden. Allerdings wächst die ursprünglich auf Madagaskar beheimatete Pflanze langsam. Sie gedeiht sowohl an sonnigen als auch halbschattigen Plätzen, verträgt aber weder extreme Sonneneinstrahlung noch sehr trockene Luft. Es empfiehlt sich daher, sie besonders im Winter regelmäßig mit Wasser zu besprühen.

Drachenbaum

Wie die Yucca zählt auch der Drachenbaum zu den Spargelgewächsen. Je nach Sorte sind die Blätter unterschiedlich gefärbt - von rot bis grün. Der Drachenbaum ist pflegeleicht und deshalb auch eine schöne Pflanze für "Anfänger". Die Erde sollte feucht gehalten werden, es darf sich aber auf keinen Fall Staunässe bilden. Drachenbäume mögen helle Standorte, kommen aber auch im Halbschatten zurecht.

Bergpalme

In ihrer Heimat Mexiko wird die Bergpalme bis zu fünf Meter hoch, als Zimmerpflanze bleibt sie aber eher klein. Im Sommer benötigt sie relativ viel Wasser, die Erde sollte dann immer feucht sein. Im Winter muss man die Bergpalme erst wieder gießen, wenn die Erde oben abgetrocknet ist. Die Pflanze mag helle und halbschattige Standorte, wächst aber sehr langsam. Umtopfen sollte man sie erst, wenn der ganze Topf durchwurzelt ist.

Hanfpalme

Die Hanfpalme stammt aus Asien und ist bei uns sowohl als Zimmer- als auch als Gartenpflanze beliebt. Sie kann sehr groß werden und benötigt mit ihren weit ausladenden Wedeln relativ viel Platz. Hanfpalmen lieben das Licht und freuen sich über möglichst viel direkte Sonneneinstrahlung. Sie können den Sommer auch gut im Garten verbringen. Wichtig ist, die Pflanzen regelmäßig zu gießen, im Sommer etwas häufiger als im Winter. Zwischendurch sollte die oberste Schichte Erde abtrocknen.

Palmfarn

Der Palmfarn mag es hell und im Sommer warm. Im Winter bevorzugt er Temperaturen bis 15 Grad - ideal ist ein kühler Wintergarten. Insgesamt sollte man ihn mäßig, aber regelmäßig gießen. Im Winter benötigt der Palmfarn nur gelegentlich Wasser. Im Sommer sollte man ihn etwa einmal im Monat düngen. Palmfarne sind botanisch gesehen eine eigene Gattung, die weder zu den Palmen noch zu den Farnen gehört. Sie zählen zu den ältesten Pflanzen der Welt.

Kentia-Palme

Die Kentia-Palme ist recht pflegeleicht und bevorzugt halbschattige Standorte. Direktes Sonnenlicht mag sie nicht. Die Erde sollte leicht feucht gehalten werden, meist reicht es, die Pflanze etwa einmal die Woche zu gießen. Während der Wachstumsphase im Frühjahr und Sommer dankt die Kentia gelegentliches Düngen mit schönem Wachstum.

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