VIDEO: Zimmerpflanzen zurückschneiden und umtopfen (3 Min)

Zimmerpflanzen richtig umtopfen

Stand: 21.01.2021 09:41 Uhr

Gegen Ende des Winters ist ein guter Zeitpunkt, um Zimmerpflanzen umzutopfen. Dann beginnt die Wachstumsphase der Pflanzen. Frische Erde gibt ihnen die notwendige Kraft.

Die Erde hart wie Beton, kümmerliches Wachstum und ein Topf, in dem sich fast nur noch Wurzeln und kaum Substrat befinden: Wenn die Tage wieder länger werden und die Wachstumsphase der Pflanzen beginnt, sollten sie frische Erde und einen größeren Topf bekommen. Dabei gilt: Jüngere Pflanzen müssen häufiger als ältere Pflanzen umgetopft werden, da sie schneller wachsen.

Vor dem Umtopfen die Wurzeln begutachten

Wurzeln wachsen aus Abzugslöchern eines Topfs heraus © picture alliance / blickwinkel Foto: F8-DASBILD
Herausgewachsene Wurzeln sind ein Anzeichen dafür, dass die Pflanze einen neuen Topf benötigt.

Wurzeln, die aus den Abzugslöchern herauswachsen, können, müssen aber kein Indiz dafür sein, dass die Pflanze zu wenig Platz hat. Wer sichergehen will, zieht die Pflanze vorsichtig aus dem Topf heraus und schaut nach, ob die Wurzeln schon die gesamte Erde durchziehen oder ob noch genügend Substrat vorhanden ist. Weiß verkrustete Erde oder weiße Ablagerungen an Tongefäßen deuten auf sehr hartes Gießwasser oder Überdüngung hin. Auch dann empfiehlt es sich, die Pflanze umzutopfen.

Alte Erde sorgfältig entfernen

Der neue Topf sollte maximal vier Zentimeter größer als der alte sein. Er gibt der Zimmerpflanze Stabilität und bietet gleichzeitig genügend Platz, um neue Wurzeln auszubilden. Zum Umtopfen die Pflanze vorsichtig aus dem alten Topf herausziehen und die alte Erde, zum Beispiel durch sanftes Schütteln, entfernen. Sitzt die Erde sehr fest, den Ballen in ein wenig Wasser tauchen.

Dränageschicht schützt vor Staunässe

Um Staunässe zu vermeiden, sollte in den neuen Topf eine Dränageschicht eingebaut werden. Dafür eignet sich zum Beispiel eine große Tonscherbe, die über die Abzugslöcher gelegt wird. Außerdem sollte noch ein wenig Blähton auf dem Boden verteilt werden. Ein weiterer Vorteil dieser Schicht ist, dass die neue Erde nicht aus dem Topf herausrieselt. Dann frische Blumenerde einfüllen und die Pflanze in der Mitte platzieren. Bis zum oberen Topfrand sollten etwa zwei Zentimeter frei bleiben, damit beim Gießen das Wasser nicht aus dem Topf läuft. Es sollte zudem kein Hohlraum im Topf entstehen.

Haben die alten Zimmerpflanzen ihre besten Jahre bereits hinter sich, können viele unkompliziert durch Stecklinge oder Ableger vermehrt werden. Pflanzen wie Orchideen oder Sukkulenten haben spezielle Ansprüche - ebenso speziell muss auch das Substrat sein.

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