Stand: 07.12.2018 13:28 Uhr

Blühwunder: Amaryllis und Ritterstern

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Rittersterne sind auch ein hübsches Geschenk.

Amaryllis beziehungsweise Ritterstern: Vor allem in der Vorweihnachtszeit haben die Pflanzen mit den prächtigen großen Blüten bei uns Konjunktur. Beide gehören zur selben Familie und sehen sehr ähnlich aus. Angeboten werden sie meist unter dem Namen Amaryllis, obwohl es sich in der Regel um Rittersterne (Hippeastrum) handelt. Der Grund für die nicht korrekte Bezeichnung liegt in der Geschichte. Früher wurden beide Pflanzen botanisch als Amaryllis bezeichnet, später wurde die Einordnung korrigiert.

Amaryllis © NDR Foto: Renate Reinbothe aus Thurow

Winterdeko: Amaryllis kopfüber aufhängen

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Amaryllis mal anders: Ohne Topf und ohne Vase werden die Blühwunder zu einer ganz besonderen Winterdeko. Kopfüber aufgehängt verschönern sie jedes Zimmer und bleiben lange frisch.

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Während die Amaryllis zuerst Blätter und dann Blüten bildet, ist es beim Ritterstern genau umgekehrt. Die echte Amaryllis, auch Belladonnalilie genannt, stammt aus Südafrika, die Heimat des Rittersterns ist Südamerika.

Blütenfarben von Schneeweiß bis Tiefrot

Da die echte Amaryllis selten angeboten wird, empfindlich ist und bereits im Herbst blüht, ist der Ritterstern die richtige Wahl für die Weihnachtsdekoration oder als Geschenk. Die Farbpalette seiner Blüten reicht von Schneeweiß über Zartrosa bis hin zum klassischen tiefen Rot und zahlreichen gemischten Blütenblättern.

Lose Zwiebeln im Spätwinter oder Herbst pflanzen

Rittersporn benötigt nur wenige Wochen, um drei bis vier imposante Blüten zu produzieren und ist leicht zu pflegen. Wer eine lose Zwiebel kauft, pflanzt sie im Spätherbst oder Winter in einen Topf, der nicht viel größer ist als die Zwiebel selbst. Ein gutes Drittel der Zwiebel sollte aus der Erde herausragen. Als Substrate lassen sich sowohl Einheitserde als auch Sand und Hydrokultur verwenden. Bevor der Ritterstern auf Hydrokultur umgestellt werden kann, müssen allerdings alle Wurzeln entfernt werden.

Heller Standort ideal

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Aus der Zwiebel wächst nach einer Ruhephase ein grüner Schaft, aus dem sich dann die Blüte bildet.

Bereits ein paar Tage nachdem die Zwiebel in die Erde gesetzt und mit handwarmem Wasser angegossen wurde, schiebt sich aus ihrer Mitte ein kräftiger, grüner Schaft. Ist er etwa handhoch, sollte die Pflanze regelmäßig gewässert und einmal wöchentlich gedüngt werden. Etwa fünf bis acht Wochen später öffnen sich die am Schaft sitzenden Blüten. Sie halten am besten, wenn die Pflanze an einem hellen, nicht zu sonnigen Platz bei etwa 20 Grad steht.

Pflege nach der Blüte

Verwelkte Blüten müssen zeitig entfernt werden, damit sich keine Samen bilden, die die Zwiebel unnötig Kraft kosten. Den Stängel oder Blütenschaft so lange stehen lassen, bis er welk wird und dann sauber abschneiden. Den Ritterstern weiterhin regelmäßig gießen und düngen sowie an einen wärmeren Standort stellen, damit sich die langen, schmalen Blätter bilden können. Aus ihnen zieht sich die Zwiebel Nährstoffe, die sie für die Ruhezeit braucht. Ab Mitte Mai kann die Pflanze auch an einem geschützten Platz draußen stehen.

Ruhezeit ab Spätsommer

Ab August den Ritterstern nur noch mäßig gießen und die Düngung einstellen, im September die verwelkten Blätter abschneiden. Bis Ende Oktober sollte die Zwiebel an einem dunklen und kühlen Ort, zum Beispiel im Keller, stehen und sich selbst überlassen werden. Währenddessen wird sie immer dicker, bis sie schließlich wieder bereit ist, neue Blüten auszutreiben.

Ritterstern im Herbst neu einpflanzen

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Vor dem erneuten Einpflanzen sollte alte Erde im oberen Bereich der Wurzeln entfernt werden.

Einen guten Monat, bevor der Ritterstern wieder blühen soll, endet die Ruhephase. Dann kann die Pflanze bei Bedarf in einen größeren Topf umgepflanzt und mit frischer Erde versorgt werden. Alte Erde im oberen Teil der Zwiebel in jedem Fall entfernen und durch frische ersetzen. Bis die Zwiebel austreibt, sollte der Topf an einem dunklen, kühlen Ort stehen und nach und nach immer mehr gegossen werden. Steht die Pflanze draußen, sollte sie rechtzeitig vor Beginn der ersten Fröste wieder ins Haus.

Auch als Schnittblume attraktiv

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Ritterstern gibt es in der Weihnachtszeit auch als Schnittblumen zu kaufen. Damit lassen sich hübsche Sträuße gestalten.

Wem die Pflege des Rittersterns zu aufwendig ist, kann auch Schnittblumen kaufen. Gerade in der Vorweihnachtszeit ist das Angebot vielfältig. Die Blumen sind nicht nur einzeln sehr dekorativ, sondern lassen sich auch gut in weihnachtlichen Sträußen mit Nadelzweigen, Zapfen und anderem Grün kombinieren. Tipp: Den Stiel anschneiden und mit Tesafilm umwickeln, damit er sich in der Vase nicht aufrollen kann und nur wenig Wasser in die Vase geben. Beides sorgt dafür, dass die Blüten bis zu zwei Wochen halten.

Deko-Idee: Ritterstern kopfüber aufhängen

Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Garten | 06.12.2017 | 20:05 Uhr

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