Stand: 13.06.2018 13:51 Uhr

Wildrosen: Robuste Zier für naturnahe Gärten

Im Sommer blühen sie üppig und duften intensiv, ab Herbst setzen sie mit leuchtend roten Hagebutten wunderschöne Farbakzente: Wildrosen zählen zu den besonders attraktiven und vielseitigen Gartenpflanzen. Zugleich sind sie im Gegensatz zu ihren empfindlichen Verwandten, den Zuchtrosen, sehr pflegeleicht und widerstandsfähig.

Gelbe Blüten an einem Strauch der Bibernellrose, einer Wildrosen-Art. © imago/Manfred Ruckszio

Mit Rosen nützliche Insekten unterstützen

Mein Nachmittag -

Im Juni beginnt die Rosenzeit. Eine Freude für Gärtner und Insekten. Matthias Schuh zeigt Rosen, die für Insekten gut geeignet sind und was man gegen Schädlinge machen kann.

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Robust und pflegeleicht

So stellen Wildrosen kaum Ansprüche an ihren Standort. Sie wachsen auch auf mageren Böden, viele Sorten vertragen sogar schattige oder windige Standorte. Außerdem benötigen Wildrosen kaum Pflege: Sie müssen weder gedüngt noch gegossen werden. Lediglich bei längeren Trockenperioden sind sie dankbar für eine Wassergabe. Gegen Krankheiten wie Mehltau und Rosenrost sowie gegen Blattläuse sind Wildrosen weitaus weniger anfällig als Zuchtrosen.

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Essigrosen blühen im Juni zartrosa bis kräftig pink. Die Blüten duften stark.

Weiterer Vorteil: Wildrosen benötigen keinen regelmäßigen Rückschnitt. Nur alte und vertrocknete Triebe sollten von Zeit zu Zeit herausgeschnitten werden. Manche Sorten neigen allerdings dazu, stark zu wuchern. Sie sollten geschnitten werden, damit sie andere Pflanzen nicht verdrängen. Im Winter benötigen Wildrosen keine spezielle Pflege, sie kommen problemlos durch die kalte Jahreszeit und müssen nicht abgedeckt werden.

Wildrosen bieten Insekten Nahrung

Die Blütezeit der Wildrosen ist meist kürzer als die von Zuchtrosen. Sie blühen nur einmal im Jahr, meist im Mai oder Juni und bieten heimischen Insekten wichtige Nahrung. Je nach Sorte sind die Blüten einfach und relativ klein oder auch groß und gefüllt.

Zu den bekanntesten Wildrosenarten zählen:

  • Kartoffelrose: weiße bis rosafarbigen Blüten, Blütezeit: Juni bis August
  • Essigrose: rosa- bis pinkfarbene Blüten, Blütezeit: Juni bis Juli
  • Hundsrose: rosafarbene Büten, Blütezeit: Mai bis Juni
  • Bibernellrose: weiße oder gelbe Blüten, Blütezeit: Mai bis Juni

Dekorative Hagebutten: Nahrung für Gartenvögel

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Hagebutten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Gartenvögel und zugleich Hingucker im Garten.

Die verblühten Blüten sollte man möglichst stehen lassen: Sie bilden im Herbst Hagebutten aus, die bis weit in den Winter hinein für Farbtupfer im Garten sorgen. Zugleich sind die vitaminreichen Früchte eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel. Wer mag, kann einen Teil ernten und zu Saft oder Marmelade weiterverarbeiten. Aus den getrockneten Früchten lässt sich auch Tee herstellen.

Wildrosen brauchen Platz

Wichtig zu wissen: Wildrosen benötigen meist viel Platz. Manche Arten wachsen als Sträucher und werden mehrere Meter hoch. Diesen Platzbedarf sollte man einkalkulieren und etwa beim Pflanzen einer Wildrosenhecke ausreichend Abstand zwischen den einzelnen Gewächsen lassen. Ideale Pflanzzeiten sind Frühjahr und Herbst. Bis die neu gesetzte Wildrosen angewachsen ist, sollte sie ausreichend gewässert werden.

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