Stand: 11.10.2018 17:23 Uhr

Stauden im Herbst pflegen: Worauf kommt es an?

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Das Teilen regt bei Stauden das Wachstum an. Die Pflanzen blühen im Folgejahr besonders schön.

Das Besondere an Stauden ist neben der Vielfalt ihre Langlebigkeit. Im Winter verkriechen sie sich im Boden, um jedes Jahr wieder aufs Neue auszutreiben. Bei guter Pflege haben Gartenbesitzer jahrelang Freude an den Pflanzen. Für viele Stauden ist das Teilen fast so wie eine Frischzellenkur. Ältere Stauden bilden oft nur noch wenige oder kleine Blüten aus oder verkahlen. Durch das Teilen wird der Austrieb angeregt - und es entstehen zahlreiche neue Blüten.

Gärtner Ole Beeker mit dem Repoter Sven Tietzer.

Staudenpflege im Herbst: Worauf kommt es an?

Mein Nachmittag -

Der Herbst ist eine gute Zeit zur Staudenpflege. Gärtner Ole Beeker zeigt, wie man zu groß gewordene Stauden umpflanzt und zurückschneidet, damit die Pflanzen lange leben.

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Der richtige Zeitpunkt: Im Frühjahr oder Herbst teilen?

Im Frühjahr blühende Stauden wie Bart-Iris, Grasnelke oder Storchschnabel benötigen ihre ganze Kraft für die Blüte und sollten deshalb nach der Blütezeit, am besten im Herbst, geteilt werden. Sommer- und herbstblühende Stauden werden am besten im Frühjahr vor oder bei beginnendem Austrieb geteilt. Zu diesem Zeitpunkt haben sie bereits Nährstoffe gespeichert, die sie für die kommende Wachstumsperiode benötigen.

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Je nach Sorte blühen Taglilien bis September. Sie können im Herbst oder im Frühjahr geteilt werden.

Taglilien können sowohl im Herbst nach der Blüte als auch im Frühjahr geteilt werden. Tipp: Sehr hilfreich ist es, die Stauden zu markieren, zum Beispiel mit Etiketten oder Schildern. So lassen sich zum einen die Pflanzen kennzeichnen, die am stärksten blühen, um sie später bevorzugt zu vermehren. Zum anderen findet man eine im Winter eingezogene Staude so einfacher wieder.

Beim Teilen Wurzelballen möglichst nicht verletzen

Die meisten Stauden wie Frauenmantel, Purpurglöckchen, Fette Henne, Sonnenhut und Glockenblume sind leicht zu vermehren. Dafür die Pflanze vorsichtig mit einer Grabegabel aus der Erde holen oder aus dem Topf nehmen. Dabei darauf achten, den Wurzelballen möglichst wenig zu verletzen. Um die Teilung zu erleichtern, den Wurzelstock kurz abschütteln oder mit einem Wasserstrahl abspritzen. Anschließend in zwei oder mehrere etwa faustgroße Teilstücke mit mehreren Blättern oder Triebknospen zerteilen. Manche Pflanzen lassen sich einfach mit den Händen auseinanderziehen. Bei vielen anderen benötigt man ein scharfes Messer, manchmal sogar einen Spaten mit einem scharfen Blatt.

Richtig verarzten und einpflanzen

Unsaubere Trennstellen mit einem Messer nachschneiden und angerissene oder verletzte Pflanzen- und Wurzelteile entfernen. Der verholzte Mittelteil der Staude kann zerkleinert und auf dem Kompost entsorgt werden. So wird verhindert, dass sich Angriffsflächen für Krankheiten bilden können. Anschließend muss die Staude gleich an der neuen Stelle eingepflanzt werden. Drücken Sie die Erde gut an und wässern Sie die Pflanze kräftig.

Nicht alle Stauden für Teilung geeignet

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Pfingstrosen können im Herbst zurückgeschnitten werden. Eine Teilung mögen sie nicht.

Durch jede Teilung entsteht eine neue Pflanze, mit der der Garten an anderer Stelle geschmückt werden kann. Sind Pflanzen übrig, freuen sich sicherlich auch Nachbarn und Freunde über das geteilte Grün. Allerdings lassen sich nicht alle Pflanzen gut teilen. Akeleien, Pfingstrosen und Türkischer Mohn wollen lieber ungestört wachsen und reagieren negativ aufs Umpflanzen.

Stauden richtig pflegen

Neben der Teilung gehört ein regelmäßiger Rückschnitt zur Staudenpflege. Im Herbst können verblühte und vertrocknete Pflanzen zurückgeschnitten werden. Wer möchte, kann die Pflanzen auch bis zum Frühjahr stehen lassen. Die vertrockneten Pflanzenteile sind ein guter Winterschutz und bieten zudem Insekten eine Überwinterungsmöglichkeit. Viele Pflanzen wirken auch im Winter attraktiv, wenn sie mit Raureif oder Schnee überzogen sind.

Wer die Blüte der Stauden anregen möchte, schneidet alte Blütenstände und alles, was zu üppig wuchert, direkt nach der Blüte radikal zurück. So verhindert man, dass die Pflanze ihre gesamte Kraft in die Samenbildung steckt. Stauden wie Gold- und Schafgarbe oder Katzenminze blühen dann ein zweites Mal. Rittersporn, Storchschnabel und Phlox blühen im Folgejahr umso üppiger.

Stauden vor dem Auseinanderfallen schützen

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Wer vermeiden möchte, dass Stauden von innen heraus verkahlen, sollte sie rechtzeitig zusammenbinden.

Wer Stauden einfach wachsen lässt, muss damit rechnen, dass sie sich schnell im Beet ausbreiten. Gärtner, die Ordnung bevorzugen und einen guten Überblick im Garten haben möchten, sollten ihre Stauden durch Hochbinden im Zaum halten. Ein mit Kunststoff ummantelter Draht gibt der Pflanze Halt und verhindert, dass sie auseinanderfällt und im schlimmsten Fall von innen heraus verkahlt. Ein weiterer Vorteil: Der Rückschnitt fällt leichter, wenn die Pflanze kompakter ist.

Keine Chance für Pilzerkrankungen

Stauden sind an sich pflegeleichte Gartenbewohner. Hat sich jedoch ein Pilz an einer Pflanze festgesetzt, muss gründlich zurückgestutzt werden. Das verhindert, dass sich die Krankheitserreger im gesamten Garten verbreiten und anderes Grün anstecken. Die befallenen Pflanzenteile nicht auf den Kompost bringen, sondern über den Restmüll entsorgen.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 11.10.2018 | 16:20 Uhr

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