Stand: 13.08.2018 09:57 Uhr

Seerosen und Lotus: Hingucker im Gartenteich

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Seerosen sind in vielen verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Es gibt sowohl tropische als auch winterharte Sorten.

Mit ihren zarten Blütenköpfen, die direkt auf oder kurz über der Wasseroberfläche wachsen, verströmen Seerosen und Lotusblumen einen märchenhaften Zauber. In Asien steht die Lotusblüte gar für Vollkommenheit, Weisheit, Liebe und Reinheit. Doch während Seerosen in unseren Breiten in vielen Teichen wachsen, sind die kälteempfindlicheren Lotusblumen in Norddeutschland nur selten zu finden. Eine Ausnahme bildet das Arboretum Ellerhoop, das einen ganzen See voller Lotusblumen bietet und alljährlich im Hochsommer zum Lotusblütenfest einlädt.

Ein Frosch auf einer Seerose © NDR Fotograf: Frank Engel aus Parchim

Seerosen im Minikübel pflanzen

Mein Nachmittag -

Seerosen sind dekorative Hingucker und in Miniteichen besonders pflegeleicht. Gärtner Matthias Schuh erklärt, worauf es beim Bepflanzen ankommt.

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Was ist der Unterschied zwischen Seerosen und Lotusblumen?

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Kennzeichen der Lotusblüte sind die gefüllten Blüten, häufig mit einem gut sichtbaren Stempel.

Auf den ersten Blick sehen Lotusblumen und Seerosen sehr ähnlich aus, aber es gibt deutliche Unterschiede: Die Blätter der Seerosen liegen direkt auf der Wasseroberfläche und glänzen auf der Oberseite. Sie besitzen eine Art Einkerbung an der Stelle, an der der Stiel sitzt. Die Blätter der Lotusblume sind dagegen samtig und stehen - mit Ausnahme der zuerst gebildeten Blätter - an langen Stielen über dem Wasser. Der Stiel sitzt dabei an der Unterseite der runden Blätter, die für ihre wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften bekannt sind. An ihnen perlt alles ab.

Auch die Blüten der beiden Wasserpflanzenarten unterscheiden sich: Die der Seerosen schwimmen direkt auf oder an sehr kurzen Stielen über dem Wasser, die Blütenmitte ist meist leer. Lotusblüten wachsen dagegen an hohen Stielen über dem Wasser. In ihrer Mitte sind sie immer gefüllt, häufig ist der Stempel gut zu sehen.

Seerosen gibt es in rund 70 verschiedenen Arten, darunter winterharte ebenso wie tropische Sorten. Von der Lotuspflanze existieren dagegen weltweit nur zwei verschiedene Arten: der asiatische und der amerikanische Lotus, die jeweils nach ihrer ursprünglichen Herkunft benannt sind.

Lotusblumen im Kübel oder Miniteich pflegen

Lotusblumen benötigen viel Sonnenlicht sowie relativ hohe Wassertemperaturen, um zu blühen. Deshalb ist die Haltung in Gartenteichen relativ schwierig. Ist der Teich sehr groß, erreicht er im Sommer häufig nicht die notwendige Temperatur, ist er zu klein, kann die Pflanze im Winter schnell erfrieren. Die Wassertemperatur sollte idealerweise im Sommer nicht unter 20 und nicht über 30 Grad liegen, der Standort außerdem windgeschützt sein.

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In Kübeln gedeihen Lotusblumen besonders gut, da sich das Wasser dort schnell erwärmt.

Lotusblumen lassen sich daher am besten in großen Kübeln oder Miniteichen halten, denn dort erwärmt sich das Wasser sehr viel schneller. Im Handel sind die Pflanzen bereits fertig im Kübel erhältlich. Sie benötigen regelmäßige Düngergaben, am besten speziellen Seerosen- oder Lotusblumendünger. Auf keinen Fall organischen Dünger verwenden, da dieser dazu führen kann, dass die Pflanze fault. Verblühte Blüten und verwelkte Blätter regelmäßig entfernen. Ab November sollte die Pflanze im Kübel zum Überwintern in einen kühlen, dunklen und frostfreien Raum, beispielsweise eine Garage, gebracht werden.

Seerosen pflanzen und pflegen

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Seerosen im Teich benötigen zu Saisonbeginn Langzeitdünger, um gut zu gedeihen.

Auch Seerosen mögen helle und warme Standorte, einige Sorten kommen aber auch mit halbschattigen oder schattigen Standorten zurecht. Wie Lotusblumen gedeihen sie auch in Kübeln, dafür sollte man aber schwachwüchsige Sorten wählen. Sie können von Mai bis Juli gepflanzt werden und sollten im Frühjahr mit einem Langzeitdünger versorgt werden. Winterharte Sorten können in der kalten Jahreszeit im Teich bleiben, sofern das Wasser tief genug ist, damit die Wurzeln nicht einfrieren. Seerosen in Kübeln benötigen einen möglichst kühlen und dunklen Überwinterungsort.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 09.08.2018 | 16:20 Uhr

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