Stand: 29.06.2017 10:45 Uhr  | Archiv

Schnittblumen länger frisch halten

An bunten Blumen mangelt es besonders im Frühsommer in der Natur nicht. Ein selbst gepflückter Strauß bringt die Farbpracht in die heimische Wohnung. Doch es gibt einiges zu beachten, damit die Blümchen nicht schon nach wenigen Stunden die Köpfe hängen lassen.

Schnittzeitpunkt ist ausschlaggebend

Blume in einer Hand.  Foto: Udo Tanske
Neben dem Schnittzeitpunkt ist der Entwicklungsgrad der Blume für die Langlebigkeit eines Straußes ausschlaggebend.

Schon beim Schneiden entscheidet sich, ob ein Strauß lange hält oder schnell eingeht. Hier ist zunächst die Tageszeit entscheidend. Der frühe Morgen ist der beste Zeitpunkt, denn dann stehen die Pflanzen in Saft und Kraft. Auch der Abend, wenn es allmählich kühler wird, ist gut geeignet für den Schnitt. Auf keinen Fall sollte die bunte Blütenpracht in der prallen Mittagssonne gepflückt werden. Auch der Entwicklungsgrad der Blumen ist entscheidend: Die Blüten sollten schon weit geöffnet sein, damit sie lange halten.

Untere Blätter entfernen

Für die Vase ist es empfehlenswert, die unteren Blätter der wilden Blumen zu entfernen. Diese würden im Blumenwasser nämlich das Wachstum von Fäulnisbakterien beschleunigen. Zudem hält sich bei einer kleineren Blattoberfläche die Verdunstung in Grenzen und die Blumen halten länger.

Die Stiele richtig anschneiden

Bevor die Blumen ins Wasser kommen, sollten diese - ganz klassisch - einmal angeschnitten werden. Harte Stiele, wie die der Rose, werden mit einem scharfen Messer kurz und schräg angeschnitten, Blumen mit weichen Stielen gerade. Keine Scheren benutzen - sie zerquetschen die Stiele. Die Schnittstellen nicht mehr berühren - es besteht die Gefahr einer Bakterieninfektion.

Wasser regelmäßig wechseln

Ein Wildblumenstrauß in einer Wasserschale.  Foto: Udo Tanske
Das natürlich Pendant zum herkömmlichen Blumenfrisch ist Zitronensaft. Seine Säure erfrischt im Sommer nicht nur durstige Menschen.

Die pralle Sonne ist Gift für einen Wildblumenstrauß: Das Blumenwasser wird dann zu warm, Keime können sich schnell vermehren und die Schnittblumen welken. Tagsüber ist ein schattiger Platz darum die beste Wahl für die Vase. Solange kein Blumenfrisch oder andere unterstützende Mittel Verwendung finden, sollte das Wasser alle zwei Tage gewechselt werden. Wer auf chemische Zusätze verzichten möchte, kann auch einen Spritzer Zitronensaft ins Wasser geben, denn die Zitronensäure wirkt antibakteriell und das Vitamin C konservierend.

Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden

Ein selbst gebauter Sonnenschutz sorgt dafür, dass die Schnittblumen sogar noch länger frisch bleiben. Mit dem leicht zu verarbeitenden Bastelton wird dieser sogar zu einem optischen Highlight. Der entscheidende Vorteil: Bastelton muss nicht gebrannt werden, er trocknet an der Luft und wird dabei hart.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 29.06.2017 | 19:30 Uhr

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