Nahaufnahme von rosa und rot blühenden Pelargonien. © COLOURBOX Foto: Vrabel Peter

So haben Sie lange Freude an Pelargonien

Stand: 11.11.2020 11:09 Uhr

Landläufig wird sie als Geranie bezeichnet, doch der richtige Name der beliebten reich blühenden Pflanze lautet Pelargonie. Tipps zu Pflege, Standort und wie Pelargonien am besten überwintern.

Bei idealen Bedingungen blühen sie so üppig, dass von den Blättern der Pflanze kaum noch etwas zu sehen ist: Pelargonien, besser bekannt unter dem Namen Geranie. Diese umgangssprachliche Bezeichnung ist botanisch gesehen allerdings nicht korrekt. Hinter der botanischen Bezeichnung Geranium verbirgt sich nämlich die bekannte Gattung Storchschnabel - eine winterharte Staude.

Was ist der Unterschied zwischen Geranien und Pelargonien?

Blühende Hängepelargonien auf einem Fenstersims eines Hauses. © COLOURBOX
Geranien vor dem Fenster? Botanisch gesehen handelt es sich bei den beliebten Pflanzen um Pelargonien.

Pelargonien, mit der botanischen Bezeichnung Pelargonium, stammen ursprünglich aus dem Süden Afrikas und sind nicht winterhart. Einzige Gemeinsamkeit mit der Gattung Geranium: Beide gehören zur Familie der Storchschnabelgewächse - Lateinisch Geraniaceae. Die Unterschiede lassen sich gut an den verschieden geformten Blättern erkennen: Pelargonien haben am unteren Teil der Blüte drei kleinere sogenannte Kronblätter und zwei größere Blätter am oberen Rand. Der Storchschnabel hat fünf symmetrische Blütenblätter.

Viele verschieden Pelargonien-Sorten       

Es gibt Hunderte verschiedene Pelargonien-Sorten. Hängende, die vor allem in Süddeutschland und im Alpenraum beliebt sind, eignen sich gut für Balkonkästen und Ampel, aufrechte Wuchsformen für Töpfe und Beete. Duftpelargonien riechen intensiv etwa nach Minze, Rosen, Zitronen oder Gewürzen. Der Duft tritt besonders hervor, wenn man die Blätter leicht reibt, denn dann werden ätherische Öle freigesetzt. Die Blätter von Duftpelargonien sind essbar und passen gut in einen Salat.

Standort und Pflege

Geranien im Balkonkasten mit Gießkanne © Fotolia.com Foto: pia-pictures
Pelargonien benötigen regelmäßig Wasser, sollten aber nicht zu oft gegossen werden.

Pelargonien bevorzugen einen sonnigen Standort und blühen von Mai bis Oktober. Sie sollten gleichmäßig feucht gehalten werden, vertragen aber auch gelegentliche Trockenheit. Als Faustregel gilt: Lieber häufiger wenig gießen. Insbesondere junge Pflanzen dürfen nicht zu intensiv gewässert werden. Sie blühen dann reichlich und die Gefahr von Krankheiten wird verringert. Für die Düngung reicht ein normaler Flüssigdünger für Blühpflanzen aus. Es gibt zwar auch spezielles Düngemittel, dieses ist jedoch nicht erforderlich. Abgestorbene Blütenstände regelmäßig entfernen.

Pelargonien zurückschneiden und überwintern

Viele Blumenliebhaber erfreuen sich nur eine Sommersaison lang an ihren Pelargonien und kaufen jedes Frühjahr neue Pflanzen. Zwar sind sie sehr kälteempfindlich, aber es gibt einen einfachen Weg, Pelargonien zu überwintern. Bevor die ersten Fröste drohen, werden die Pflanzen mit einer scharfen Gartenschere kräftig zurückgeschnitten. Pro Seitentrieb zwei bis drei verdickte Knoten stehen lassen und alle Blätter abschneiden. Dann die Pflanzen vorsichtig aus Beet oder Topf nehmen und lockere Erde entfernen, dabei möglichst die feinen Wurzeln erhalten.

Die gestutzten Pflanzen in einen Blumentopf stellen und die Wurzeln mit einer Mischung aus Sand und Erde bedecken. Den Topf bei fünf bis zehn Grad an einen hellen Ort stellen und die Wurzeln über den Winter leicht feucht halten. Nach den Eisheiligen im Mai die Pflanzen in neue Töpfe mit frischer Erde setzen und nach draußen stellen.

Wintergarten als Alternative

Pelargonien können auch in einem hellen Wintergarten gehalten werden. Die einzige Voraussetzung ist die richtige Temperatur: Zwischen 15 und 17 Grad Celsius sollten höchstens herrschen. Der geeignete Standort ist direkt am Fenster, sodass die Pflanzen möglichst viel Licht abbekommen.

Einfache Vermehrung durch Stecklinge

Steckling einer Geranie  Foto: Udo Tanske
Pelargonien lassen sich ganz einfach durch Stecklinge vermehren.

Wer seine Pelargonien vermehren will, schneidet oder bricht einen circa fingerlangen Trieb mit Blättern knapp unterhalb des letzten Blattknotens ab. Dadurch wird die Mutterpflanze nicht verletzt - im Gegenteil: Sie wird zu neuer Blütenbildung angeregt. Um die Verdunstungsfläche zu reduzieren und dem Steckling die Chance zu geben, sich ganz auf die Wurzelbildung zu konzentrieren, die Blattmasse mit einem sauberen Messer kürzen. Dabei auch Blütenstiele und Knospen entfernen. Jetzt den Steckling zwei Zentimeter tief in Anzuchterde stecken, sanft angießen und für die nächsten Wochen leicht feucht halten.

Dieses Thema im Programm:

08.11.2020 | 13:00 Uhr

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