Stand: 10.09.2020 10:55 Uhr

Kletterrosen: Märchenhafte Schönheit im Garten

Üppig blühende Kletterrose rankt an einer Pergola © Panthermedia Foto: Ines Nerlich
Kletterrosen können Bäume, Schuppen und Zäune beranken.

Rosen gehören zu den attraktivsten und beliebtesten Beet- und Kübelpflanzen. Kletterrosen können ganz besondere Akzente setzen, indem sie alte Bäume, Schuppen oder Rosenbögen verschönern und für ein romantisches, märchenhaftes Ambiente im Garten sorgen. Zu den Kletterrosen zählen sowohl die sogenannten Rambler- als auch die Climberrosen. Sie unterscheiden sich unter anderem in ihrer Wuchshöhe und der Häufigkeit der Blüte.

VIDEO: Pflege für einen Rosengarten (4 Min)

Climberrosen blühen mehrfach

Climberrosen haben sehr kräftige, lange und stachelige Triebe. Die meisten Sorten blühen zwei Mal im Jahr und werden bis zu drei Meter hoch. Climber-Sorten wachsen eher aufrecht und eignen sich beispielsweise gut für die Bepflanzung von Rankgittern und sollten festgebunden werden. Empfehlenswert ist etwa die rosa blühende Sorte "Kirschrose" ebenso wie "Unschuld", die weiße Blüten trägt. "Purple Splash" ist besonders bienenfreundlich.

Ramblerrosen: Biegsame Triebe

Ramblerrose: Rambling Rector © picture-alliance / Photoshot Foto: Michael King
Die Ramblerrose "Rambling Rector" hat sehr reiche, halb gefüllte weiße Blüten und duftet stark.

Ramblerrosen haben weiche, zarte und sehr biegsame Triebe, die meisten Sorten blühen nur ein Mal im Jahr, dafür aber überwältigend schön. Sie werden bis zu zehn Meter hoch. Ramblerrosen eignen sich wunderbar dazu, an Bäumen zu wachsen. Die Rose darf aber nicht zu nah an den Baum gesetzt werden, damit sich die Wurzeln nicht gegenseitig Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe machen. Es sollte ein Abstand von mindestens einem Meter zum Baum bestehen. Ein dicker Strick dient dazu, die Rose an den Baum heranzuleiten. Den Rest erledigen die Ramblerrosen ganz alleine. Sie wachsen mehrere Meter im Jahr in die Höhe und auch in die Breite

Die richtige Ramblerrose finden

Rambler-Sorten wie "Bobbie James", "Kiftsgate" oder "Rambling Rector" werden bis zu zehn Meter hoch. Diese Rankrosen eignen sich eher für große Bäume. Wer einen kleineren Baum im Garten hat, sollte eher zu einem mittelhohen Rambler greifen. "Taunusblümchen" oder "Veilchenblau" sind ideal.

Einmal blühende Rosen benötigen keinen Rückschnitt

Hände einer Seniorin beim Schneiden einer Heckenrose © fotolia Foto: Miriam Dörr
Ramblerrosen werden, wenn überhaupt, nach der Blüte geschnitten.

Ramblerrosen am besten so wenig wie möglich schneiden, da die meisten am vorjährigen Holz blühen. Bei einem starken Rückschnitt würde die Blütenpracht leiden. Wer diese Rosen schneiden möchte, tut dies am besten nach der Blüte im Juli/August. Dabei nur Verblühtes, Totholz und störende Seitentriebe entfernen. Generell gilt beim Rosenschnitt: immer über einem nach außen stehenden Auge (Austrieb) schneiden. Die richtige Schnittstelle liegt deshalb einen halben bis einen Zentimeter über dem Auge.

Mehrfach blühende Kletterrosen nach der Blüte schneiden

Blühende Kletterrosen vor einem Backsteinhaus mit alter Holztür. © NDR Foto: Kathrin Weber
Climberrosen blühen zwei Mal pro Jahr.

Die meisten der klassischen Kletterrosen blühen mehrfach im Jahr. Sie können durch einen Rückschnitt nach der Blüte zur Produktion neuer Blüten angeregt werden. Dieses ist aber nicht unbedingt notwendig. In den ersten drei bis vier Jahren sollte kein Schnitt erfolgen. Danach folgt ein Verjüngungsschnitt: Alles, was stört und in den Weg hineinwächst, wird abgeschnitten. Das sollte die Rose anregen, neu und kräftig auszutreiben. In den folgenden Jahren beim Schnitt nur störende Seitentriebe einkürzen, die Langtriebe am besten wachsen lassen. Experten raten, hin und wieder auch einen alten Trieb ganz herauszunehmen, damit ein paar junge Nachfolgetriebe eine Chance bekommen.

Standort und Pflege von Rosen

Rosen benötigen einen sonnigen und luftigen Standort, damit keine Pilzkrankheiten wie Mehltau entstehen. Gegossen werden sollten die Blumen am besten am frühen Morgen mit lauwarmem Wasser im Wurzelbereich und nicht bei praller Sonne. Wichtig ist, dass keine Staunässe entsteht. Gedüngt wird zwei Mal im Jahr: Zum Austrieb im März und ein zweites Mal nach der Hauptblüte im Juni.

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Dieses Thema im Programm:

Garten-Docs | 11.09.2020 | 21:15 Uhr

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