Stand: 03.07.2020 15:38 Uhr  - NDR 1 Niedersachsen

Kletter- und Rankrosen bestechen mit Schönheit

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Kletterrosen können Bäume, Schuppen und Zäune beranken.

Rosen gehören zu den attraktivsten und beliebtesten Beet- und Kübelpflanzen. Kletter-und Rankrosen können ganz besondere Akzente setzen, indem sie alte Bäume, Schuppen, Rosenbögen oder Pergolen beranken. Dafür benötigen sie Rankhilfen. Unterschieden wird zwischen Kletterrosen (Climberrosen) und Rankrosen (Ramblerrosen).

Picceninis Gartenwelt: Tipps zur Rosenpflege

Nordtour -

7.000 Rosen und 280 verschiedene Sorten wachsen in der Gärtnerei von Benno und Birgit Piccenini im mecklenburgischen Wittendörp. Die beiden bieten auch Schnitt- und Pflegekurse an.

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Kletterrosen blühen mehrfach

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Kletterrosen blühen zwei Mal pro Jahr.

Climberrosen haben sehr kräftige, lange und stachelige Triebe. Die meisten Sorten blühen zwei Mal im Jahr und werden bis zu drei Meter hoch. Kletterrosen eignen sich beispielsweise gut für die Bepflanzung von Rankgittern. Empfehlenswert sind etwa die rosa blühende Sorte "Kirschrose" oder "Unschuld", die natürlich weiße Blüten trägt. Die Sorte "Purple Splash" ist besonders bienenfreundlich.

Rankrosen: Biegsame Triebe umschlingen Baumstämme

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Die Ramblerrose "Rambling Rector" hat sehr reiche, halb gefüllte weiße Blüten und duftet stark.

Ramblerrosen haben weiche, zarte und sehr biegsame Triebe, die meisten Sorten blühen nur ein Mal im Jahr, dafür aber überwältigend schön. Sie werden bis zu zehn Meter hoch. Ramblerrosen eignen sich wunderbar dazu, an Bäumen zu wachsen. Die Rose darf aber nicht zu nah an den Baum gesetzt werden, damit sich die Wurzeln nicht gegenseitig Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe machen. Ein Meter Abstand zum Baum sollte mindestens eingehalten werden.

Die Rose wird mit einem dicken Strick an den Baum herangeleitet. Den Rest erledigen die Rankrosen ganz alleine. Sie wachsen mehrere Meter im Jahr in die Höhe und auch in die Breite.

Die richtige Ramblerrose finden

Ramblersorten wie "Bobbie James", "Kiftsgate" oder "Rambling Rector" werden bis zu zehn Meter hoch. Diese Rankrosen eignen sich eher für große Bäume. Wer einen kleineren Baum im Garten hat, sollte eher zu einem mittelhohen Rambler greifen. "Taunusblümchen" oder "Veilchenblau" sind ideal.

Rankrosen benötigen keinen Rückschnitt

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Ramblerrosen werden, wenn überhaupt, nach der Blüte geschnitten.

Ramblerrosen werden am besten so wenig wie möglich geschnitten, da die meisten am vorjährigen Holz blühen. Bei einem starken Rückschnitt würde die Blütenpracht leiden. Wer diese Rosen schneiden möchte, tut dies am besten nach der Blüte im Juli/August. Dabei nur Verblühtes, Totholz und störende Seitentriebe entfernen. Generell gilt beim Rosenschnitt: immer über einem nach außen stehenden Auge (Austrieb) schneiden.Die richtige Schnittstelle liegt deshalb einen halben bis einen Zentimeter über dem Auge.

Kletterrosen nach der Blüte schneiden

Die meisten Kletterrosen blühen mehrfach im Jahr. Sie können durch einen Rückschnitt nach der Blüte zur Produktion neuer Blüten angeregt werden. Dieses ist aber nicht unbedingt notwendig. Wer dennoch schneiden möchte, kürzt nur störende Seitentriebe ein, die Langtriebe am besten wachsen lassen.

Standort und Pflege von Rosen

Rosen benötigen einen sonnigen und luftigen Standort, damit keine Pilzkrankheiten entstehen. Gegossen werden sollten die Blumen am besten am frühen Morgen mit lauwarmem Wasser im Wurzelbereich und nicht bei praller Sonne. Wichtig ist, dass keine Staunässe entsteht. Gedüngt wird zwei Mal im Jahr: Zum Austrieb im März und ein zweites Mal nach der Hauptblüte im Juni.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 11.04.2020 | 06:50 Uhr

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