Gladiolenzwiebeln in einem Korb © Fotolia.com Foto: Olesia Sarycheva

Gladiolen und Begonien ausgraben und überwintern

Stand: 28.10.2020 16:33 Uhr  | Archiv

Gladiolen zieren mit ihren großen Blüten viele Gärten. Im Winter müssen die empfindlichen Knollen allerdings frostfrei gelagert werden. Das gilt auch für Begonien.

Weiß, gelb, rot oder auch violett: Üppig blühende Gladiolen sind für jeden Garten eine Zierde. Doch die schlanken, hohen Pflanzen mit den langen Blättern und großen Blüten sind überwiegend nicht winterhart. Sie stammen ursprünglich aus Südafrika, werden aber seit Jahrhunderten in Europa gezüchtet und veredelt. Wer auch im kommenden Jahr wieder Freude an Gladiolen haben möchte, muss die Knollen spätestens beim ersten Frost aus dem Boden holen. Das gilt auch für die kleinen Knollenbegonien.

Blätter nicht zu früh abschneiden

Bunte Gladiolen auf einem Feld © Fotolia.com Foto: ines39
Gladiolen können mehr als einen Meter hoch wachsen.

Gladiolen können bis in den Oktober blühen. Wenn die Blätter welken und eintrocknen, werden die Pflanzen vorsichtig ausgegraben und die Knollen von Erde befreit. Die Blätter zu diesem Zeitpunkt noch nicht abschneiden, so kann die Gladiole an einem trockenen Ort noch weiter Kraft aus den Blättern ziehen. Sind die Blätter vertrocknet, diese etwa zehn Zentimeter über der Knolle abschneiden und kleine Nebengewächse, sogenannte Brutzwiebeln, entfernen. Knollen sorgfältig auf weiche oder faule Stellen prüfen und diese abschneiden.

Knollen von Gladiolen überwintern

Nur einwandfreie Knollen dürfen ins Winterlager kommen, damit sich Krankheiten und Fäulnis nicht ausbreiten. Bevor die Knollen in einem frostfreien, trockenen Raum eingelagert werden, müssen sie äußerlich vollständig abgetrocknet sein. Danach können sie - locker in Zeitungspapier eingewickelt - in einem trockenen Karton die Winterruhe beginnen. Ideal ist dabei eine Temperatur von etwa sieben, maximal jedoch 15 Grad. Bei zu viel Wärme drohen die Knollen auszutrocknen.

Gladiolen ab April wieder auspflanzen

Im Frühjahr werden die Knollen ab Mitte April, wenn keine Fröste mehr zu erwarten sind, wieder etwa zehn Zentimeter tief in die Erde gesetzt. Wer mag, kann sie auch ab März im Haus vortreiben. Sie blühen dann eher und üppiger und sind kräftiger. Benötigt wird dafür etwas Substrat und ein Blumentopf. Jede Knolle in einen mit Substrat gefüllten Topf einpflanzen und an ein helles Fenster stellen. Die Temperatur im Raum sollte zwischen 8 und 15 Grad liegen. In den ersten Wochen nur sehr sparsam gießen.

Auch Knollenbegonien müssen drinnen überwintern

Orangebfarbene Blüten einer Knollenbegonie © imago images / Shotshop
Damit Knollenbegonien früh blühen, können sie ab März im Zimmer vorgetrieben werden.

Ähnlich wie Gladiolen überleben auch Begonien einen frostigen Winter im Garten nicht. Die ausdauernden Blühpflanzen entwickeln sich aus kleinen, flachen Knollen und mögen schattige Plätze im Garten. Spätestens beim ersten Frost sollten Gartenfreunde ihre Knollenbegonien abschneiden und ausgraben. Auch hier die Knollen reinigen und dann auf trockener Blumenerde oder Holzspänen kühl, dunkel und luftig lagern. Begonien können ebenfalls im Frühjahr vorgetrieben werden.

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