Stand: 15.05.2018 10:47 Uhr  | Archiv

Flieder bringt Farbe und Duft in den Garten

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Der klassische Flieder bildet ab Mai weiße oder violette Blüten. Es gibt auch Sorten mit rosafarbenen, blauen oder hellgelben Blüten.

Über die jährliche Fliederblüte freuen sich nicht nur Gartenbesitzer, denn der Flieder ist mit seinem herrlichen Duft ein echter Frühlingsbote. Der Gemeine Flieder (Syringa vulgaris), so der botanische Name, ist ein sommergrüner Zierstrauch aus der Familie der Ölbaumgewächse. Er kam im 16. Jahrhundert aus dem Orient nach Europa und wurde hier schnell heimisch und beliebt. Je nach Sorte - es gibt eine Vielzahl an Züchtungen - kann Flieder bis zu sechs Meter hoch werden.

Standort, Pflanzung und Pflege

Flieder bildet ab Mai große, kerzenförmige Blütenstände, die sich aus vielen kleinen Blüten zusammensetzen und intensiv duften. Die Pflanze ist recht pflegeleicht und anpassungsfähig, unempfindlich gegen Frost und weist kaum Krankheiten auf. Da er tiefe, starke Wurzeln bildet, wächst er am besten in lockerem Erdreich. Der Boden sollte durchlässig und nicht zu nass sein. Flieder verträgt nämlich vorübergehende Trockenheit, mag aber keine Staunässe. Gut geeignet sind sonnige oder halbschattige und windgeschützte Standorte.

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Beim Flieder reihen sich viele kleine Blüten aneinander und bilden so eine üppige große.

Bei Neupflanzungen gilt es Folgendes zu beachten: Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so groß sein wie der Ballen und der Boden mit Kompost und Gartenerde gemischt werden. Dünger kann im Frühjahr verabreicht werden - er sollte viel Phosphor enthalten und wenig Stickstoff. Ein jährlicher Schnitt ist nicht notwendig, kann aber bei Bedarf etwa alle drei Jahre erfolgen. Wichtig hingegen ist es, verblühte Blüten regelmäßig abzuschneiden. Damit wird sichergestellt, dass der Strauch im darauffolgenden Jahr wieder kräftige Knospen bildet. In den ersten Jahren nach der Pflanzung und bei großer Hitze sollte Flieder gewässert werden.

Für kleine Gärten und Töpfe: Zwergflieder

Wer nur einen kleinen oder gar keinen Garten hat, muss nicht auf Flieder verzichten. Der Handel bietet nämlich auch Zwergflieder an. Die Pflanzen werden nur etwa Zentimeter hoch und eignen sich auch für Töpfe oder Kübel. Es gibt sie auch als Hochstamm-Gewächse.

Kein Verwandter - der Sommerflieder

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Sommerflieder hat weit ausladende, teils hängende Zweige mit vielen länglichen Blütenrispen.

Ebenfalls als Flieder wird eine Pflanze bezeichnet, die mit dem Gemeinen Flieder nicht verwandt ist - der Sommerflieder (Buddleja). Dabei handelt es sich um einen Strauch mit weit ausladenden Zweigen aus der Familie der Braunwurzgewächse. Sommerflieder blüht ab Juli und bildet üppige längliche Blütenrispen, die ebenfalls duften. Da diese sehr reich an Nektar sind, locken sie viele Falter an, der Sommerflieder wird deshalb auch Schmetterlingsstrauch genannt. Sommerflieder ist anspruchslos, bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte und eignet sich auch für Kübel.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Ratgeber | 16.05.2018 | 19:00 Uhr

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