Paprika-Pflanzen mit Schoten wachsen in einem Beet © Colourbox Foto: #1560

Paprika anbauen und in Beet oder Topf pflanzen

Stand: 02.02.2021 14:37 Uhr

Der Anbau von Paprika ist gar nicht schwer: Etwa zwei Wochen dauert es, bis sich nach der Aussaat die ersten zarten Pflanzen zeigen. Später können sie in einen Topf oder ins Beet gesetzt werden.

Wer keine Jungpflanzen kaufen möchte, kann Paprika im Februar oder März selbst aus Samen ziehen. Für die Anzucht benötigt man neben dem Saatgut Anzuchterde und kleine Anzuchttöpfe, die sich ganz einfach beispielsweise aus Eierkartons herstellen lassen.

Paprika säen und auf der Fensterbank vorziehen

Junge Paprika-Pflanzen in Anzuchttöpfen © Colourbox Foto: Alinsa
Bis sie Mitte Mai nach draußen dürfen, sollten Paprika auf der Fensterbank wachsen.

Für die Aussaat mit dem Finger eine kleine Vertiefung in die Erde drücken und ein Paprika-Samenkorn hineinlegen. Dann Erde darauf streuen und mit ein wenig Wasser befeuchten. Den kleinen Blumentopf in den ersten Tagen mit Plastikfolie überziehen, bis die Saat gekeimt hat. So bleibt die Luftfeuchtigkeit konstant hoch und die Temperatur im Topf schwankt weniger. Dieses selbst gebaute Minigewächshaus auf das Fensterbrett stellen und ab und an lüften. Die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Bis sich die ersten zarten Pflanzen durch die Erde bohren, dauert es etwa zwei Wochen.

Ab Mitte Mai kann Paprika draußen wachsen

Insgesamt bleiben die Paprika-Keimlinge etwa vier Wochen im Aussaatgefäß. Dann geht es in einen größeren Topf. Dabei möglichst nicht die feinen Wurzeln beschädigen. Paprika sind sehr kälteempfindlich und dürfen frühestens Mitte Mai nach den Eisheiligen ins Freie. Dann können die Jungpflanzen entweder direkt ins Beet oder in einen Kübel auf dem Balkon gepflanzt werden.

Paprika liebt sonnigen und windgeschützten Standort

Blüte an einer Paprika-Pflanze © Colourbox
Für eine reiche Ernte sollte die erste Blüte der Paprika entfernt werden.

Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein, denn die Paprika stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Zur Sicherheit sollten die Pflanzen beispielsweise an Bambusstäben festgebunden werden, damit sie nicht umknicken. Wichtig: Die erste Blüte, die sich gebildet hat, die sogenannte Königsblüte, abknipsen. Dann schiebt die Pflanze viele neue Blüten nach, aus denen sich später zahlreiche Früchte bilden.

Der richtige Dünger für Paprika

Paprika sollte regelmäßig gedüngt werden, gut geeignet sind organischer Gemüsedünger, Kompost oder selbst hergestellte Pflanzenjauchen. Das Gemüse benötigt zudem recht viel Wasser, im Sommer sollten die Pflanzen täglich versorgt werden. Erntereif ist Paprika - je nach Witterungsbedingungen - in der Regel ab August.

Empfehlenswerte Paprika-Sorten

Paprika-Pflanze mit grüner Schote © Colourbox Foto: Christopher Boswell
Paprika gehören wie Kartoffeln zur Gattung der Nachtschattengewächse.

Die Paprika mit dem Namen "Medusa" wird etwa nur 30 Zentimeter hoch, trägt aber sehr viele fingerlange Früchte in den Farben Gelb, Orange und Rot. "Medusa" wächst gut im Haus, natürlich auch im Garten und ist mit ihrem dunkelgrünen Laub ein absoluter Hingucker. Die unterschiedlich farbigen Früchte schmecken mild bis mittelscharf. Eine weitere leckere Sorte ist "Sumher", eine türkische Paprika mit knallroten, mittelscharfen Früchten. Wer es lieber etwas milder bis süß mag, sollte zur Sorte "Lombardo" greifen. 

Senfsaat in einer Hand  Foto: Udo Tanske
AUDIO: Samen säen: Die Aussaat beginnt! (41 Min)
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Paprika in verschiedenen Farben © BarbaraPheby/fotolia Foto: BarbaraPheby

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | 03.02.2021 | 19:05 Uhr

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