Stand: 11.02.2019 16:02 Uhr

Paprika anbauen und in Beet oder Kübel pflanzen

von Ralf Walter
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Ob mild oder scharf, gelb oder rot: Für jeden Geschmack gibt es eine geeignete Paprikasorte.

Welches Obst oder Gemüse enthält wohl das meiste Vitamin C? Nicht Orangen oder Zitrusfrüchte sind es, sondern Paprika. Sie beinhalten durchschnittlich vier Mal mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Das ausgesprochen gesunde Gemüse kann auch leicht im Garten oder im Kübel auf dem Balkon gezogen werden. Wer keine Jungpflanzen kaufen möchte, kann Paprika ab März selbst aus Samen ziehen.

Paprika auf der Fensterbank vorziehen

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Immer einen Samen pro Topf in die Anzuchterde geben.

Für die Anzucht benötigt man neben dem Saatgut Anzuchterde und kleine Anzuchttöpfe, die man auch ganz einfach selbst herstellen kann. Mit dem Finger eine kleine Vertiefung in die Erde drücken und ein Paprika-Samenkorn hineinlegen. Dann Erde darauf streuen und mit ein wenig Wasser befeuchten. Den kleinen Blumentopf in den ersten Tagen mit Plastikfolie überziehen, bis die Saat gekeimt hat. So bleibt die Luftfeuchtigkeit konstant hoch und die Temperatur im Topf schwankt weniger. Dieses selbst gebaute Minigewächshaus auf das Fensterbrett stellen und ab und an lüften. Die Erde muss gleichmäßig feucht gehalten werden. Bis sich die ersten zarten Pflanzen durch die Erde bohren, dauert es etwa zwei Wochen.

Am Mitte Mai kann Paprika draußen wachsen

Insgesamt bleiben die Paprika etwa vier Wochen im Aussaatgefäß. Dann geht es in einen größeren Topf. Dabei möglichst nicht die feinen Wurzeln beschädigen. Paprika sind sehr kälteempfindlich und dürfen frühestens Mitte Mai nach den Eisheiligen ins Freie. Dann können die Jungpflanzen entweder direkt ins Beet oder in einen Kübel auf dem Balkon gepflanzt werden. Zum Düngen sollte die Erde am besten mit Kompost versorgt werden.

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Nach etwa vier Wochen müssen die Keimlinge umgepflanzt werden.

Paprika liebt sonnigen und windgeschützten Platz

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Paprika

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Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein, denn die Paprika stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika. Zur Sicherheit sollten die Pflanzen beispielsweise an Bambusstäben festgebunden werden, damit sie nicht umknicken. Wichtig: Wenn sich die erste Blüte gebildet hat - die sogenannte Königsblüte - diese abknipsen. Dann schiebt die Pflanze viele neue Blüten nach, aus denen sich später zahlreiche Früchte bilden. Paprika sollte regelmäßig gedüngt werden, gut geeignet sind organischer Gemüsedünger oder selbst hergestellte Pflanzenjauchen. Das Gemüse benötigt zudem recht viel Wasser, im Sommer sollten die Pflanzen täglich versorgt werden. Erntereif ist Paprika - je nach Witterungsbedingungen - in der Regel ab August.

Empfehlenswerte Paprika-Sorten

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Die Paprika gehört wie die Kartoffel zur Gattung der Nachtschattengewächse.

Die Paprika mit dem Namen "Medusa" wird etwa nur 30 Zentimeter hoch, trägt aber sehr viele fingerlange Früchte in den Farben Gelb, Orange und Rot. "Medusa" wächst gut im Haus, natürlich auch im Garten und ist mit ihrem dunkelgrünen Laub ein absoluter Hingucker. Die unterschiedlich farbigen Früchte schmecken mild bis mittelscharf. Eine weitere leckere Sorte ist "Sumher", eine türkische Paprika mit knallroten, mittelscharfen Früchten. Wer es lieber etwas milder bis süß mag, sollte zur Sorte "Lombardo" greifen. 

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