Stand: 21.08.2019 10:07 Uhr

Kartoffelernte: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Kartoffeln sind in der Regel ab Mitte August erntereif.

Im Handel ist die Auswahl an Kartoffelsorten eher begrenzt - dabei gibt es mehr als 2.000 Sorten. Wer einen eigenen Garten oder Balkon hat, kann mit wenig Aufwand seine eigenen Kartoffeln anbauen. Der Zeitpunkt für die Ernte ist abhängig von der gepflanzten Sorte. Je nach Sortengruppe benötigen Kartoffeln unterschiedlich lange zum Ausreifen. Auch Witterung und Bodenverhältnisse nehmen darauf Einfluss. Frühe Sorten wie beispielsweise die bekannte "Sieglinde" haben eine Vegetationszeit von etwa 110 bis 120 Tagen. Bei späten Sorten wie "Donella" dauert diese Phase zwischen 140 und 160 Tage.

Kartoffeln werden mit einem Spaten aus der Erde geerntet.

Kartoffeln richtig ernten und lagern

Mein Nachmittag -

Sobald sich das "Kraut" der Kartoffeln gelb färbt, sind die Knollen ausgereift. Gärtner Matthias Schuh zeigt, welches Werkzeug sich zum Ausgraben eignet und wie man sie lagert.

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Den besten Zeitpunkt für die Kartoffel-Ernte erkennen

Wer selbst angebaute Kartoffeln nach der Ernte lagern möchte, sollte sich für eine Sorte entscheiden, die mindestens vier Monate zum Ausreifen benötigt, denn sehr frühe Sorten sind nicht lagerfähig. Geeignet sind sogenannte mittelfrühe, mittelspäte und späte Sorten. Die Erntezeit für diese Gruppe beginnt etwa Mitte August. Wer nicht mehr genau weiß, welche Pflanzkartoffelsorte er gepflanzt hat, kann sich ganz einfach an den oberirdischen Pflanzenteilen, dem Kraut, orientieren. Solange Blätter und Stängel grün sind, befinden sich die Knollen in der Wachstumsphase.

Zum Ausgraben das richtige Werkzeug verwenden

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Eine Grabegabel ist ideal, um die Knollen unbeschädigt aus der Erde zu holen.

Etwa zwei bis drei Wochen nachdem Blätter und Stängel braun und vertrocknet sind, ist der richtige Zeitpunkt zum Ernten gekommen. Um die Knollen nicht zu verletzen, ist eine Grabegabel oder eine Kartoffelhacke empfehlenswert. Zum Testen am besten eine Kartoffelpflanze ausgraben. Lösen sich die Knollen problemlos und lässt sich die Schale mit den Fingern nicht abreiben, ist es Zeit für die Ernte. Dabei wird auch das oberirdische Kraut entfernt.

Befallene Pflanzenteile nicht im Kompost entsorgen

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Manchmal bilden Kartoffeln Früchte: Diese Beeren sind giftig und dürfen nicht verzehrt werden.

Sind die Kartoffelpflanzen von Krankheiten wie der Krautfäule betroffen, sollten Blätter und Stängel nicht im Kompost, sondern im Hausmüll oder in der Biotonne entsorgt werden, damit sich Erreger nicht weiter ausbreiten können. Kartoffeln, die zu dicht an der Oberfläche gewachsen sind und deshalb grün geworden sind, sollten nicht verzehrt werden. Sie enthalten Solanin, einen schwach giftigen Pflanzenstoff. Manchmal bilden Kartoffelpflanzen Früchte aus, die Tomaten zum Verwechseln ähnlich sind. Die sogenannten Kartoffel-Beeren sind ebenfalls giftig und dürfen nicht gegessen werden.

Kartoffeln kühl und dunkel lagern

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Dunkelheit und eine Temperatur von etwa fünf Grad sind ideal zum Lagern von Kartoffeln.

Beschädigte Kartoffeln sind nicht zur Lagerung geeignet, sondern müssen sofort verzehrt werden. Der ideale Lagerplatz für Kartoffeln ist trocken, dunkel, luftig und hat eine Temperatur von etwa fünf Grad. Dafür eignet sich beispielsweise ein natürlicher Erdkeller. Wichtig: Die Kartoffeln vor dem Einlagern nicht waschen. Bei Temperaturen unter drei Grad verwandelt sich ein Teil der Stärke in Zucker. Die Kartoffeln schmecken dann süß. Zu hohe Temperaturen regen die Keimung an.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 20.08.2019 | 16:20 Uhr

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