VIDEO: Welche Kräuter sind gute Nachbarn? (7 Min)

Welcher Standort ist für welche Kräuter ideal?

Stand: 29.04.2021 13:34 Uhr

Kräuter im Garten oder auf dem Balkon haben unterschiedliche Ansprüche an den Standort. Welche Pflanzen wachsen wo besonders gut? Worauf kommt es bei der Pflege an?

Sie sehen schön aus und sind jederzeit zum Würzen verfügbar: Kräuter im Garten oder auf dem Balkon sind beliebt. Allerdings haben sie, wie andere Pflanzen auch, bestimmte Ansprüche an Boden und Lichtverhältnisse. Welche eignen sich für sonnige, welche für eher schattige Standorte?

Mediterrane Kräuter: Ideal für sonnige Plätze

Rosa blühender Thymian © Colourbox Foto: Jolanta Mayerberg
Thymian ist dekorativ, anspruchslos und mehrjährig.

Wer einen sonnigen und warmen Süd- oder Westbalkon hat, sollte mediterrane Kräuter wie Lavendel, Thymian, Oregano, Salbei, Rosmarin oder Ysop wählen. Sie benötigen viel Sonne, vertragen Hitze und kommen mit wenig Erde und Platz aus. Auch trockene Phasen überstehen sie gut.

Mediterrane Kräuter gedeihen am besten auf mageren, also leicht sandigen Böden. Beim Einpflanzen in Töpfe die Erde deshalb mit Sand mischen. Schweren Böden im Garten Sand und Kompost beimischen. Wichtig: Der Boden muss durchlässig sein, damit die Wurzeln genügend Luft bekommen. Alternativ die Kräuter im Garten in ein Hochbeet oder in eine Kräuterspirale setzen.

Einen sonnigen Standort mögen auch Dill und Estragon, letzterer bevorzugt allerdings humosen Boden und muss feucht gehalten werden. Deshalb ist es einfacher, ihn im Halbschatten zu pflanzen, wo er auch gut zurechtkommt.

Ein Zweig Rosmarin wird im Garten mit einer Schere geerntet © Colourbox Foto: -
AUDIO: Kräuter pflanzen: Die besten Tipps und Tricks (42 Min)

Kräuter für den Halbschatten

Glatte Petersilie in der Erde © Colourbox Foto: Jolanta Mayerberg
Petersilie fühlt sich im Halbschatten wohl und muss feucht gehalten werden.

Minze, Petersilie, Schnittlauch und Kerbel mögen feuchte, nährstoffreiche Böden und kommen auch mit weniger Sonne zurecht, der Standort sollte aber hell sein. Da Minze sich sehr stark ausbreitet, sollte man eine Rhizomsperre (Blech oder Folie) einbauen, wenn sie mit anderen Kräutern im Beet gepflanzt wird. Basilikum halten viele für eine mediterrane Pflanze. Ursprünglich stammt sie aber aus Waldgebieten der Subtropen und verträgt keine pralle Sonne, mag es aber hell und warm.

Im Schatten unter Bäumen oder in Nordlagen fühlen sich Bärlauch und Waldmeister wohl.

Kräuter pflegen: Was sollte man beachten?

  • gute Erde verwenden, bei mediterranen Pflanzen Sand für mehr Durchlässigkeit beimischen
  • beim Bepflanzen von Töpfen eine Drainageschicht anlegen, Kräuter mögen keine Staunässe
  • regelmäßig, aber nicht zu viel gießen
  • während der Wachstumsphase regelmäßig, aber nicht zu viel düngen, die Art des Düngers hängt vom Kräutertyp ab, für Schwachzehrer am besten stickstoffarmen Dünger verwenden.

Die richtigen Pflanzen kombinieren

Wer Kräuter in Kübeln oder im Garten kombinieren möchte, sollte mediterrane Pflanzen nicht mit heimischen Kräutern wie Schnittlauch, Blutampfer oder Petersilie mischen. Besser ist es, zwei Kübel oder Kräuterbeete mit der passenden Erde und dem geeigneten Standort anzulegen. Minze oder Strauchbasilikum in eigene Gefäße pflanzen, denn diese stark wuchernden Pflanzen würden andere verdrängen.

Weitere Informationen
Eine Thymian-Pflanze in einem Beet. © Fotolia.com Foto: VRD

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 28.04.2021 | 16:10 Uhr

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