Stand: 01.12.2017 11:11 Uhr  | Archiv

Ein Vogelhaus selber bauen

Aus ausgehöhlten Baumstämmen, Stroh oder Kunststoff: Vogelhäuser gibt es in Hülle und Fülle. Wer ein wenig handwerkliches Geschick und ein paar Resthölzer zu Hause hat, kann sich selbst ein Vogelhäuschen bauen. Der Vorteil: Sie können die Größe Ihrem Garten oder Balkon anpassen und bekommen ein einmaliges, individuelles Stück.

Notwendiges Material

  • Restholz, z.B. alte Bretter, Dachlatten oder Kanthölzer
  • lange Schrauben
  • Holz- oder Leinöl
  • Pflanzen für die Begrünung

Anleitung: So wird das Vogelhaus gebaut

Ein Vogelhaus mit Dachbegrünung. © NDR
Mit handwerklichem Geschick entsteht schnell ein individuelles Vogelhäuschen.

Bauen Sie zunächst einen robusten Ständer aus Kanthölzern. Für den Fuß vier kurze Hölzer an beiden Seiten anschrägen und als Stützen an einem langen Holz verschrauben. Darauf ein Bodenbrett in der gewünschten Größe befestigen. Auf das Bodenbrett kommen vier Eckpfeiler. Wenn Sie vermeiden wollen, dass große Vögel wie Tauben das Haus nutzen, wählen Sie diese nicht zu hoch. Stehen die Pfeiler, wird unten eine niedrige Verblendung an das Bodenbrett geschraubt. Sie verhindert, dass Futter herausfällt. Dann auch an den oberen Teil der Pfeiler ringsum Verblendungen anbringen. Daran wird das Dach befestigt. Es sollte einen Neigungswinkel von etwa 15 Grad haben, damit Regenwasser gut abläuft. Achten Sie darauf, dass das Dach ein wenig übersteht. So ist die Bodenplatte besser vor Feuchtigkeit geschützt.

Als Letztes wird das Vogelhaus wetterfest gemacht. Dafür das Dach mit Dachpappe eindecken und das Holz mit Lein- oder Bioöl im gewünschten Farbton streichen. Ganz besonders hübsch sieht das Vogelhaus aus, wenn das Dach noch begrünt wird. Dafür sind Dickblattgewächse wie Fette Henne, Hauswurz oder Mauerpfeffer gut geeignet. Sie wurzeln flach und brauchen wenig Wasser.

Der ideale Standort

Eine Meise sitzt auf einem Zweig. © NDR Foto: Uwe Kantz aus Hinrichshagen bei Greifswald
Wer eine Futterstelle hat, lockt viele Vögel in seinen Garten.

Achten Sie beim Aufstellen darauf, dass der Untergrund nicht zu uneben ist und das Häuschen stabil steht. Stellen Sie die Futterstelle zudem nicht zu nah am Fenster auf. Die Vögel könnten versehentlich in die Scheibe fliegen. Etwa zwei Meter Abstand sind bereits ausreichend - so lassen sich die Tiere gut beobachten. Platzieren Sie das Häuschen außerdem nicht zu nah an Büschen und Sträuchern. Die Vögel können sonst sich nähernde Katzen nicht rechtzeitig wahrnehmen. Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Manschette aus Blech am Ständer des Häuschens anzubringen oder ein Stück Maschendraht herumzuwickeln, um die Katzen am Heraufklettern zu hindern. Eine kostenlose Variante sind stachelige Brombeerranken. Verwenden Sie keinen Stacheldraht, da sich die Katzen daran verletzen könnten. Besonders sicher sind hängende Vogelhäuschen.

Das Vogelhäuschen regelmäßig reinigen

Das Vogelhäuschen sollte regelmäßig gereinigt werden. So verhindern Sie, dass sich durch Vogelkot und Futterreste Krankheiten ausbreiten. Dazu mindestens einmal die Woche, besser täglich, die Bodenplatte mit einer Bürste sauber fegen. Zusätzlich regelmäßig mit heißem Wasser reinigen. Benutzen Sie keine chemischen Reiniger, da Rückstände über das Futter von den Vögeln aufgenommen werden könnten. Tragen Sie bei der Reinigung möglichst Einweghandschuhe, um sich vor Keimen zu schützen. Tipp: Füttern Sie lieber häufiger, dafür aber kleinere Mengen, die schnell weggefressen werden. So bleibt das Häuschen länger sauber und Sie verhindern, dass sich Schimmel bildet.

Weitere Informationen
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