Stand: 15.03.2016 16:25 Uhr  | Archiv

So arbeiten Sie unfallfrei im Garten

von Helge Masch

Rasen mähen, Kirschen pflücken und Unkraut zupfen: Gartenarbeit kann entspannen. Wichtig ist aber, dass man sich die nötige Zeit dafür nimmt - sonst kann es leicht zu Unfällen kommen.

Vor der Gartenarbeit: Klingen und Schneiden schärfen!

Gute und passende Werkzeuge sind die wichtigsten Hilfsmittel bei der Gartenarbeit, deshalb sollten sie immer gut in Schuss sein. Schärfen Sie Spaten, Scheren sowie die Schneiden der Heckenschere und des Rasenmähers nach dem letzten oder spätestens vor dem ersten Einsatz. An stumpfen Schneidwerkzeugen kann man sich nämlich leichter verletzen als an scharfen. Zudem benötigt man für das Abtrennen eines Astes mit einer stumpfen Schere deutlich mehr Kraft und man rutscht dabei leichter ab. Aber Achtung: Das Schärfen der Werkzeuge ist nicht ungefährlich. Wenn Sie darin nicht geübt sind, lassen Sie es besser einen Fachmann übernehmen.

Übrigens: Um dicke Äste zu schneiden, empfiehlt es sich, moderne Astscheren zu verwenden, denn diese haben eine kraftsparende Getriebe- oder Hebelübersetzung und erleichtern die Arbeit deutlich.

Ordnung verringert das Verletzungsrisiko

Gartenarbeit macht mehr Spaß, wenn der Schuppen aufgeräumt ist und die Gartengeräte leicht zugänglich und sicher verwahrt sind. Man kann sich sonst schnell an einem Spaten verletzen, wenn man nach dem Besen greift. Auch draußen kann achtlos liegengelassenes Werkzeug zu Verletzungen führen.

Arbeitshandschuhe schützen vor Dornen oder Stacheln

Bei der Gartenarbeit können auch die "Abwehrsysteme" der Pflanzen, zum Beispiel Dornen oder Stacheln, gefährlich werden. Sie können Verletzungen verursachen, die sich entzünden und sogar zu einer Blutvergiftung führen können. Arbeitshandschuhe zu tragen ist deshalb empfehlungswert. Sie schützen auch vor Holzsplittern und vor Giftstoffen von Pflanzen. Die meisten wirken erst, wenn Pflanzenteile, etwa durch den Verzehr, in den Körper gelangen. Bei einigen wenigen Pflanzen gelangen sie jedoch bereits bei bloßer Berührung in den Körper. Beispielsweise enthalten Eisenhut und der gefleckte Schierling Giftstoffe.

Der Totmannschalter kann Unfälle verhindern

Viele elektrische Gartengeräte, beispielsweise Motorsägen, verfügen über den sogenannten Totmannschalter - einen kleinen Hebel, den man während der Arbeit drücken muss, damit sich das Gerät nicht automatisch ausschaltet. Einige Hobbygärtner überbrücken den Schalter, indem sie ihn mit Klebeband abkleben. So haben sie eine Hand frei, um zum Beispiel Zweige beiseitezuräumen. Hier ist besondere Vorsicht geboten, damit die freie Hand nicht zwischen die Schneideblätter gerät. Wer mit Heckenschere, Rasenmäher und Motorsäge arbeitet, sollte zudem immer ausreichend Abstand zu anderen Menschen oder Haustieren halten.

Weitere Informationen
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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Garten | 16.03.2016 | 20:00 Uhr

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