VIDEO: Vogel-Inventur: NABU lädt zur "Stunde der Wintervögel" (3 Min)

NABU-Mitmach-Aktion: Die Stunde der Wintervögel

Stand: 06.01.2022 18:00 Uhr

Mit der "Die Stunde der Wintervögel" ruft der Naturschutzbund Deutschland (NABU) zum zwölften Mal zur winterlichen Vogelzählung auf. Wie funktioniert die Aktion? Wie lassen sich Arten erkennen?

Auf kahlen Bäumen und Sträuchern und an Futterhäuschen lassen sich Vögel im Winter besonders gut beobachten und bestimmen. Beste Voraussetzungen, um vom 6. bis 9. Januar bei der NABU-Aktion "Stunde der Wintervögel" mitzumachen. Eine Stunde lang sollen Naturfreunde im Park, auf dem Balkon oder im Garten nach Tieren Ausschau halten und ihre Beobachtungen notieren. "Die dabei gesammelten Daten sind für den Vogelschutz äußerst wertvoll, weil sie Aufschluss über den Zustand der heimischen Vogelwelt in unseren Siedlungen geben. Je mehr Menschen mitmachen, desto genauer wird unser Bild", so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Vögel nicht doppelt zählen

So können Sie Beobachtungen melden

online: per Meldeformular auf der Website des NABU oder per App
per Post: Meldebögen zum Ausdrucken können bis 17. Januar 2022 geschickt werden an: NABU, Stunde der Wintervögel, 10469 Berlin
telefonisch: unter (0800) 115 71 15 am 8. und 9. Januar 2022 von 10 bis 18 Uhr (kostenlos)

Wie wird gezählt? Ausschlaggebend ist jeweils die höchste Anzahl einer Art, die man innerhalb einer Stunde gleichzeitig sieht. Vögel dürfen also nicht doppelt gezählt werden. Beispiel: Fliegt etwa in einer Stunde fünfmal eine Meise ins Blickfeld, zählt sie nur als ein Vogel. Sind fünf Meisen gleichzeitig zu sehen, wird eine Fünf notiert. Eine Zählhilfe des NABU zeigt häufig vorkommende Vögel und Beispiele für eine korrekte Zählung. Ein Online-Vogeltrainer und ein Vogelführer als Smartphone-App ergänzen das Angebot.

Die Naturschützer bieten außerdem bundesweit einige vogelkundliche Führungen und gemeinschaftliche Zählungen an.

Weniger Vögel in milden Wintern

Welche Art kommt wo wie häufig vor? Wo haben Bestände zugenommen, wo ist eine Art seltener geworden? Anhand der bisherigen Zählungen konnten die Experten nachweisen, dass die Zahl der Vögel in winterlichen Gärten stark von der Witterung abhängt. In kalten und schneereichen Wintern kommen deutlich mehr Vögel in die Nähe der Menschen. Die zunehmend milden Winter führten zuletzt zu sinkenden Zahlen.

Der Spatz führt seit Jahren die Rangliste an

Ein Haussperling sitzt auf einem Topfrand. © NABU/Stunde der Gartenvögel Foto: Fotonatur
Spatzen kommen bundesweit am häufigsten vor, sie machen etwa ein Fünftel der gemeldeten Vögel aus.

Im vergangenen Jahr war die Beteiligung bei der "Stunde der Wintervögel" besonders hoch: Mehr als 236.000 Naturfreunde machten mit und zählten 5,6 Millionen Vögel. Am häufigsten wurde 2021 der Haussperling (Spatz) gesichtet. Mit einem Anteil von etwa 20 Prozent festigte er damit die Spitzenposition, die er seit vielen Jahren einnimmt. Auf den Plätzen dahinter folgten Kohlmeise, Feldsperling, Blaumeise und Amsel. Der Amsel-Bestand erholte sich weiter langsam, sehr niedrig waren dagegen die gemeldeten Zahlen der Blaumeise.

"Stunde der Gartenvögel" und "Vogel des Jahres"

Ergänzend zur "Stunde der Wintervögel" organisiert der NABU im Mai die "Stunde der Gartenvögel". Dieses Jahr findet die Aktion vom 13. bis 15. Mai statt. Außerdem kürt er jährlich den "Vogel des Jahres". Im November wählten Menschen deutschlandweit den Wiedehopf zum "Vogel des Jahres 2022".

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 06.01.2022 | 16:00 Uhr

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