Stand: 22.05.2020 15:17 Uhr  | Archiv

Essbare Blüten verfeinern Gerichte

Blüten von Nachtkerze und Kornblume liegen in einem Korb © xblickwinkel/F.xHeckerx
Viele Blüten bekannter Blumen sind essbar und zudem aromatisch.

Blumen sehen nicht nur im Beet oder in der Vase gut aus, viele Blüten unserer Gartenpflanzen sind essbar und schmecken gut. Dort wachsen einen Menge Blüten, die sich in der Küche verwenden lassen: Kamille, Gänseblümchen, Margeriten oder Kornblumen. Rund 1.500 Blüten sind in unseren Breiten essbar. Die Geschmacksrichtungen variieren von süß über würzig bis sauer.

Aromastoffe verfeinern die Speisen

Das, was Blüten in der Küche ausmacht, sind ihre zahlreichen Aromastoffe: Das Tausendschönchen schmeckt nussig-scharf, der Phlox süßlich und der Flieder sehr aromatisch - der Supermarkt der Natur ist äußerst vielfältig und hält von März bis November eine große Auswahl bereit.

Hornveilchen machen Sekt zu einem leckeren Aperitif, Frischkäse kann mit Lavendel verfeinert werden und ein Beeren-Dessert bekommt mit Fliederblüten eine aromatische Note. Die Blüten der Taglilien schmecken etwas scharf und kommen in einem Sommersalat gut zur Geltung. Außerdem sehen sie sehr dekorativ aus. Borretschblüten sind blau und schmecken eher süßlich. Auch kandiert und als Gelee lassen sich die Blüten verarbeiten - ebenso wie getrocknet als Tee.

Aber Vorsicht: Wer Blüten ernten möchte, sollte sich vorher genau informieren, denn es gibt auch giftige Pflanzen wie zum Beispiel Oleander, Engelstrompete, Rittersporn oder Lilie.

Blüten nicht waschen

Blüten werden am besten frisch verspeist. Man sollte darauf achten, dass sie ungedüngt, ungespritzt und sauber sind. Da sie nicht gewaschen werden sollten, müssen Insekten oder kleine Larven vorsichtig per Hand entfernt werden. Je früher am Tag die Blüten geerntet werden, umso länger halten sie in der Küche. Kühl gelagert, sind sie dann ein paar Tage haltbar.

Blüten in Eiswürfeln

Sehr schön für Cocktails sind Eiswürfel mit eingefrorenen Blüten. Dazu die Eiswürfelform halb mit Wasser füllen (am besten stilles Mineralwasser, damit die Eiswürfel schön klar werden) dann Blüten wie zum Beispiel Dufttagetes, Kamille oder Lavendel hineinlegen und anfrieren. Dann mit Wasser aufgießen und noch einmal ab in den Kühlschrank - so bleiben die Blüten schön mittig.

Salate mit Blüten verfeinern

Kapuzinerkresse kennt wohl jeder. Mit ihrem scharfen Geschmack passt sie gut zu Kräuterquark, Fleisch oder in Salate. Sehr schmackhaft im Salat sind auch die Blüten von rotem und weißem Basilikum. Diese einfach abstreifen und über das Essen streuen - ein absoluter Geheimtipp im Tomatensalat.

Süßes und knusprige Nachspeisen

Ein Highlight ist die Eisbegonie. Ihre Blüten sind aromatisch, säuerlich und sehr knackig. Sie passen gut zu fruchtigen Desserts, Süßspeisen oder Erdbeertorte. Auch eine Bowle für lässt sich gut mit ein paar Blüten aufpeppen.

Süße Desserts können ebenfalls aus dem Garten stammen - zum Beispiel Rosenchips. Dafür die Blätter einer Duftrose pflücken, diese in Eischnee tauchen und anschließend in Puderzucker wälzen. Dann kommen die Blätter für 30 Minuten bei 100 Grad in den Backofen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Gartentipps | 23.05.2020 | 06:50 Uhr

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