Stand: 31.01.2017 16:27 Uhr  | Archiv

Pflanzerfolg mit Anzuchterde

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Anzuchterde fördert das Wurzelwachstum.

Der Monat Februar läutet für viele Hobbygärtner die neue Gartensaison ein. Einige Gemüse- oder Blumensorten können bereits jetzt auf der Fensterbank vorgezogen werden, damit sie als Jungpflanzen rechtzeitig in das Freilandbeet gepflanzt werden können. Wichtig für das Gelingen der Aussaat sind vor allem zwei Faktoren: qualitativ hochwertiges Saatgut und spezielle Anzuchterde. Das Anzuchtsubstrat sollte möglichst wenige Nährstoffe enthalten, also so gut wie keinen Dünger. Denn die frischen Keimlinge suchen nach den Nährstoffen im Substrat. Das fördert das Wurzelwachstum und erleichtert den Samen den Start ins Wachstum.

Anzuchterde für die Aussaat

In herkömmlicher Blumenerde steckt relativ viel Dünger, die Pflanzen wachsen zwar schnell, haben dann aber nicht den Drang, lange Wurzeln auszubilden. Zudem sind sie anfälliger für Krankheiten. Ein Hauptbestandteil von Anzuchterde, etwa zwei Drittel, ist Torf und ein Drittel besteht aus Sand. Manchmal ist der Sand auch durch Perlite ersetzt. Das ist ein aufgeschäumtes Vulkanmineral mit einem Anteil Kalk, um den pH-Wert einzustellen. Er sollte so zwischen 5,5 und 6 liegen und ist ohne Kalk nicht zu erreichen.

Beize gegen Pilzerkrankungen

Hilfreich ist es auch, die Samen vor dem Ausbringen zu beizen. Dazu werden sie für einige Stunden in eine Beizflüssigkeit eingelegt. Das erschwert das Auftreten von Pilzerkrankungen. Eine Beize anzusetzen ist ziemlich einfach. Für Tomatensamen zum Beispiel eignet sich eine Knoblauchbeize. Dazu wird eine Knoblauchknolle von rund 100 Gramm angequetscht, mit einem Liter heißem Wasser übergossen und so einen Tag lang stehen gelassen. Am nächsten Tag die Tomatensamen in einem Gefäß mit dem kalten Knoblauchsud übergießen. Nach einigen Stunden die Tomatensamen wieder herausholen und auf Zeitungspapier antrocknen lassen. Anschließend können sie in die Anzuchterde gelegt werden.

Samen vorquellen lassen

Auch das Vorquellen von Samen in Wasser hat sich bewährt. Es bietet sich für viele Beet- und Balkonpflanzen an sowie für Tomaten, Zucchini und Kürbis. Kürbis und Zucchini lassen sich auch gut in Milch einlegen. Die Milchsäure darin weicht den Samen noch zusätzlich auf. Sind die Samen so vorbereitet, kommen sie in die Anzucht- oder Aussaaterde: einfach auf das Substrat legen und mit einer Schicht Erde bedecken.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | Der Garten | 01.02.2017 | 20:00 Uhr

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