Stand: 21.09.2018 15:53 Uhr

Pflanzerfolg mit Anzuchterde

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Anzuchterde fördert das Wurzelwachstum.

Schon im Februar beginnt für viele Gartenfans die neue Gartensaison. Dann können bereits einige Gemüse- oder Blumensorten auf der Fensterbank vorgezogen werden. So können die Jungpflanzen später im Jahr frühzeitig ins Freilandbeet gepflanzt werden. Wichtig für das Gelingen der Aussaat sind vor allem zwei Faktoren: qualitativ hochwertiges Saatgut und spezielle Anzuchterde, die es im Handel zu kaufen gibt. Da diese Erde im Vergleich zu herkömmlicher Blumenerde verhältnismäßig wenig Nährstoffe enthält, wachsen die jungen Keimlinge nicht zu schnell in die Höhe, sondern bilden tiefe, gut verzweigte Wurzeln.

Anzuchterde für die Aussaat

Anzuchterde ist zudem keimarm, sodass das Risiko von Krankheiten für die Pflanzen verringert wird. Ein Hauptbestandteil von Anzuchterde, etwa zwei Drittel, ist Torf und ein Drittel besteht aus Sand. Manchmal ist der Sand auch durch Perlite ersetzt. Das ist ein aufgeschäumtes Vulkanmineral mit einem Anteil Kalk, um den pH-Wert etwa zwischen 5,5 und 6 einzustellen. Dieses Substrat ermöglicht den Jungpflanzen ein einfache Durchwurzeln, gleichzeitig kann sich nicht so leicht Staunässe bilden.

Beize gegen Pilzerkrankungen

Hilfreich ist es auch, die Samen vor dem Ausbringen zu beizen. Dazu werden sie für einige Stunden in eine Beizflüssigkeit eingelegt. Das erschwert das Auftreten von Pilzerkrankungen. Eine Beize anzusetzen ist ziemlich einfach. Für Tomatensamen zum Beispiel eignet sich eine Knoblauchbeize. Dazu wird eine Knoblauchknolle von rund 100 Gramm angequetscht, mit einem Liter heißem Wasser übergossen und so einen Tag lang stehen gelassen. Am nächsten Tag die Tomatensamen in einem Gefäß mit dem kalten Knoblauchsud übergießen. Nach einigen Stunden die Tomatensamen wieder herausholen und auf Zeitungspapier antrocknen lassen. Anschließend können sie in die Anzuchterde gelegt werden.

Samen vorquellen lassen

Auch das Vorquellen von Samen in Wasser hat sich bewährt. Es bietet sich für viele Beet- und Balkonpflanzen an sowie für Tomaten, Zucchini und Kürbis. Kürbis und Zucchini lassen sich auch gut in Milch einlegen. Die Milchsäure darin weicht den Samen noch zusätzlich auf. Sind die Samen so vorbereitet, kommen sie in die Anzucht- oder Aussaaterde: einfach auf das Substrat legen und mit einer Schicht Erde bedecken.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 20.09.2018 | 19:30 Uhr

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