Stand: 25.06.2018 10:32 Uhr

Was tun gegen verklebte Autos unter Linden?

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Wer sein Auto unter Linden parkt, riskiert Schäden am Lack.

Der Griff von der Autotür ist klebrig, die Scheiben blind, das Dach dreckig, die Scheibenwischer nur mit Gewalt zu lösen: Viele Autofahrer ärgern sich besonders im Sommer und Herbst über verklebte Autos, wenn sie ihr Fahrzeug unter einer Linde geparkt haben. Auch Fahrradfahrer, die ihren Drahtesel dort abgestellt haben, können ein Lied davon singen: Die Hände kleben am Lenker und die Hose am Sattel fest. Grund ist der sogenannte Honigtau von Blattläusen, die sich besonders gern in Linden aufhalten. Genau genommen handelt es sich bei dieser klebrigen Masse um Blattlaus-Kot. Die Läuse saugen nämlich den Saft aus den Lindenblättern und scheiden den Zucker aus.

Klebrige Masse kann sich in Lack einbrennen

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Läuse saugen Saft aus Lindenblättern und scheiden den Zucker aus - zum Leidwesen der Autofahrer.

Der klebrige Belag ist an sich nicht schädlich, aber Pilze können sich einnisten, die sich von dem Sirup ernähren. Diese bilden einen schwarzen aggressiven Belag, der sich gerade in praller Sonne in den Autolack einbrennen kann. Autobesitzer sollten den Honigtau deshalb möglichst schnell entfernen. Wird das dreckige Auto längere Zeit nicht gereinigt, kann der Lack Schaden nehmen. "Bei mittelfristiger Einwirkungszeit gibt es nur unscheinbare Einkerbungen in der Decklackschicht. Längere Unaufmerksamkeit führt zu ringförmigen Ablösungen des Decklackes", erklärte ein ADAC-Sprecher. "Deshalb sollten schmutzige Autos möglichst schnell aus der prallen Sonne entfernt werden."

Durch Hartwachs kann Honigtau nicht gut haften

Er empfiehlt, den Schmutzfilm zunächst mit einem feuchten Lappen aufzuweichen und ihn dann langsam abzulösen. Bei frischem Honigtau reiche eine Fahrt durch die Waschstraße häufig aus. Ist die klebrige Masse bereits eingetrocknet, hilft nur eine gründliche Wäsche. Nach der Reinigung sollte das Fahrzeug mit Hartwachs behandelt werden. Ablagerungen können dann nicht mehr so gut haften. Bei hartnäckigen Stellen können Spezialreiniger aus dem Fachhandel helfen oder aber Reinigungs-Knetmasse, die die Verschmutzungen besonders sanft aufnimmt. Beim Säubern der Scheiben sollten auch die Wischblätter nicht vergessen werden, um Schlieren auf der Scheibe vorzubeugen. Der Bereich vor der Windschutzscheibe sollte zudem von Blättern frei gehalten werden. Wenn die Wasserabläufe verstopfen, kann Wasser in den Innenraum gelangen.

Den Bäumen schadet der Läusebefall nicht

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Die wollige Napfschildlaus wurde aus Südostasien eingeschleppt und befällt vorwiegend Linde, Ahorn und Rosskastanie.

Die Bäume selbst können den Läusebefall in der Regel gut verkraften und nehmen keinen Schaden, zumindest wenn sie gesund sind. Die Bekämpfung der Schädlinge in der Stadt sei sowieso nicht möglich, so eine Sprecherin der Hamburger Verkehrs- und Wirtschaftsbehörde. In der Hansestadt ist die Linde der häufigste Straßenbaum. Laut Straßenbaumkataster stehen dort derzeit gut 53.000 Linden, auf Platz zwei liegen Eichen (gut 49.000) vor Ahornbäumen (gut 30.000).

Auch Vogelkot und Harze verursachen Schäden

Nicht nur Blattläuse, sondern auch Vogelkot, Baumharze und tote Insekten, die zu lange auf dem Lack verbleiben, können zu Schäden führen. Regelmäßiges Waschen verhindert auch dabei Schäden und eine Wachsversiegelung erleichtert die Reinigung.

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Dieses Thema im Programm:

Mein Nachmittag | 16.06.2016 | 16:10 Uhr

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