Sternschnuppen über einem Camping Platz © Marco Ludwig Foto: Marco Ludwig

Perseiden 2021: Es regnet wieder Sternschnuppen

Stand: 10.08.2021 10:19 Uhr

Wer in diesen Tagen in den Nachthimmel schaut, hat gute Chancen, ein besonderes Naturphänomen zu bestaunen: Noch bis Ende August ist der Sternschnuppenregen der Perseiden zu sehen.

Höhepunkte des Naturspektakels sind die Nächte auf den 12. und auf den 13. August. Dann zeigen sich bei klarem Himmel bis zu hundert Sternschnuppen pro Stunde. "In diesem Jahr sind die Bedingungen für das Sichten von Sternschnuppen besonders günstig, denn unsere Beobachtungen werden nicht vom Mondschein gestört", sagt Prof. Thomas Kraupe, Direktor des Planetariums Hamburg. Die schmale Mondsichel geht nämlich bereits um etwa 22.45 Uhr unter.

Der Blick nach oben lohnt, sobald es dunkel wird. Auch in der zweiten Nachthälfte bis etwa vier Uhr morgens sowie in den Nächten vor und nach dem 12. und 13. August zeigen sich voraussichtlich reichlich Sternschnuppen. Chancen, das Schauspiel zu beobachten, gibt es noch bis zum 24. August. Wer eine Sternschnuppe sieht, darf sich etwas wünschen, so der Volksmund.

Was sind die Perseiden?

Bild eines Meteors am Nachthimmel über Schlewig Holstein.  Foto: Heiko Albrecht
Vor allem in ländlichen Regionen und in Höhenlagen lassen sich Sternschnuppen gut beobachten.

Das Phänomen der Perseiden tritt alljährlich etwa zur selben Zeit auf. Mitte August kreuzt die Erde jedes Jahr die Bahn des Kometen Swift-Tuttle. Dabei dringen zahllose Staubpartikel aus dem Schweif des Kometen in die Erdatmosphäre ein, wo sie verglühen und hell leuchtende Streifen am Nachthimmel hinterlassen. Größere Meteore sind beim Verglühen als sogenannter Feuerball zu sehen.

Woher stammt der Name Perseiden?

Ihren Namen haben die Perseiden vom Sternbild Perseus. Denn es wirkt, als liege dort der Ausgangspunkt der Meteore. Zuweilen hört man auch die Bezeichnung "Tränen des Laurentius: Der Heilige Laurentius starb den Märtyrertod laut Überlieferung am 10. August - und der Legende nach vergoss der Himmel Tränen über seinen Tod.

Beste Beobachtungschancen an lichtarmen und erhöhten Standorten

Bei der Beobachtung sollten Sternengucker den Blick am besten in Richtung Nordost wenden. Das menschliche Auge benötigt etwa eine halbe Stunde, um sich optimal an das Sehen in der Dunkelheit anzupassen, in dieser Zeit den Blick auf Lichtquellen wie Handy oder Taschenlampe vermeiden. Auch das Streulicht großer Städte, etwa von Straßenbeleuchtung, Hafenanlagen oder Flughäfen, erschwert die Beobachtung des Nachthimmels. Der Lichtschein wird von der Erdatmosphäre reflektiert und legt sich wie ein Dunstschleier über große Ballungsgebiete.

Sternschnuppen fotografieren - so geht's

  • gutes, festes Stativ verwenden
  • gute Uhrzeit ist zwischen 2 und 4 Uhr morgens
  • Stirnlampe mitnehmen
  • Display auf niedrigste Helligkeit stellen
  • Kamera manuell einstellen und fokussieren
  • Weitwinkel benutzen
  • Fernauslöser verwenden
  • bei digitaler Spiegelreflexkamera: Spiegelvorauslösung verwenden
  • lange Belichtungszeit wählen, z.B. 20 Sekunden bei 3200 ASA (vorher einen Test machen)
  • Sobald man eine Sternschnuppe sieht, mit der Langzeitbelichtung beginnen. Auf dem Foto zieht sie dann während der Belichtung eine Bahn (Bewegungsunschärfe)

Wichtig ist eine interessante Bildkomposition, die viel Himmel, aber auch eine abwechslungsreiche Landschaft, Stadtansicht o.ä. im Vordergrund zeigt.

Perseiden: Norddeutsche Hotspots zur Beobachtung

Besonders gut lassen sich Sternschnuppen in ländlichen Regionen beobachten, in denen es wenige Lichtquellen gibt. Auch das Erklimmen von Bergen bietet Vorteile: Je höher sich Beobachter positionieren, desto größer ist der Himmelsausschnitt. Eine Auswahl von norddeutschen Orten und Regionen, die gute Bedingungen für eine Beobachtung der Perseiden bieten:

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Sonne an bewölktem Himmel. © fotolia.com

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Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 11.08.2020 | 21:45 Uhr

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