Stand: 20.12.2017 10:00 Uhr  | Archiv

Sieben plietsche Fakten über Weihnachten

Geschenke in Form eines Weihnachtsbaumes gelegt. © fotolia.com Foto: Ruth Black
Geschenke stärken Beziehungen und machen glücklich.

Die Kerzen brennen, der Baum ist schön geschmückt, und darunter liegen bunt verpackte Geschenke: Schenken und Beschenktwerden ist für viele der Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Doch warum schenken wir? Und wie übersteht man die Weihnachtszeit ohne Stress? Fakten und Wissenswertes zum Fest!

1. Seit wann schenken wir an Weihnachten?

Noch im Mittelalter wurden die Kinder vor allem am Nikolaustag, dem 6. Dezember, beschert. Dem Reformator Luther war die katholische Heiligenverehrung allerdings ein Dorn im Auge und er setzte sich für eine Verlegung der Bescherung auf den Weihnachtstag ein. Die Tradition des Schenkens unterm Weihnachtsbaum, wie wir sie heute kennen, geht bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Damals wurde Weihnachten zum wichtigsten Familienfest. Im Zentrum standen damals wie heute die Kinder.

2. Warum schenken wir?

Nicht nur beschenkt werden macht glücklich - auch das Schenken selbst. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung Lübecker Wissenschaftler fand heraus, dass großzügige Handlungen wie Schenken oder Spenden Glücksgefühle auslösen. Bestimmte Areale im Gehirn werden aktiviert, die schon häufig mit großzügigem Verhalten in Zusammenhang gebracht worden sind. Dieser Hirnbereich sorgt dann für ein wohliges Glücksgefühl. Psychologen betonen, dass gegenseitiges Schenken ein Mittel der Kommunikation ist, dass es Beziehungen stärkt und beide Seiten glücklich macht.

3. Wie viel Geld geben wir für Weihnachtsgeschenke aus?


Das Schenken zu Weihnachten ist ein enormer Wirtschaftsfaktor, der den Einzelhandel ankurbelt: Einer Studie zufolge wollen Verbraucher in diesem Jahr durchschnittlich 266 Euro für Geschenke ausgeben. Der Handelsverband Deutschland erwartet für das Weihnachtsgeschäft 2017 einen Gesamtumsatz von fast 95 Milliarden Euro.

4. Schenken Frauen anders als Männer?

Frauen mögen persönliche Geschenke, sie schenken oft Selbstgebasteltes, in das sie viel Mühe gesteckt haben. Männer geben im Durchschnitt fast doppelt so viel Geld für Geschenke aus wie Frauen. Ihre Ideen sind vor allem zweckmäßiger Natur. Allerdings sind Haushaltsgeräte, Kleidung und Süßigkeiten eher unbeliebte Geschenke. Auf Platz eins der Wunschliste der Deutschen stehen übrigens Geldgeschenke.

5. Wie übersteht man Weihnachten ohne Stress?

Zu Weihnachten soll möglichst alles perfekt sein - der Gänsebraten, die Geschenke und auch die Familienharmonie. Doch stattdessen kommt es nicht selten zum großen Zank, und die Festtage arten in Stress aus. Erwartungen und eigene Ansprüche, eine perfekte Rolle zu spielen und allen gerecht zu werden, seien an Weihnachten bei manchen besonders hoch, sagt der Psychologe Bernhard Leipold von der Universität der Bundeswehr in München. "Das macht sensibel." Experten raten dazu, einfach mal Nein zu sagen und zu akzeptieren, dass das Weihnachtsfest nicht perfekt sein muss. Die Psychologin Sabine Gregersen von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtpflege rät zudem, vor dem Fest klare Absprachen zu treffen. Manchmal lasse sich die Last auf mehr Schultern verteilen - oder vielleicht das eine oder andere ins neue Jahr verschieben.

6. Wie viele Weihnachtsbäume werden in Deutschland verkauft?

Rund 25 Millionen Weihnachtsbäume stehen dem Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger (BWS) zufolge jedes Jahr in deutschen Wohnzimmern. Von den 40,5 Millionen Haushalten hat rund die Hälfte einen Weihnachtsbaum. Die Weihnachtsbaumerzeuger rechnen 2017 mit einem Gesamtabsatz von 26 bis 27 Millionen Bäumen.

7. Wie wahrscheinlich ist eine weiße Weihnacht?

Viele Menschen wünschen sich eine weiße Weihnacht - allerdings ist diese selten und vor allem im Norden die Ausnahme. Der erste Schnee fällt zwar oft bereits Ende November, jedoch folgt danach oft eine mildere Phase. Etwa Mitte Dezember kommt es manchmal zum nächsten massiven Kaltluftvorstoß und weiterem Schneefall. Doch kurz vor dem Fest ist die weiße Pracht dann meist wieder dahin, das sogenannte Weihnachtstauwetter stellt sich ein. Das Weihnachtstauwetter zählt laut Deutschem Wetterdienst zu den "Witterungsregelfällen" und ist - je nach Region - mit einer Wahrscheinlichkeit von 60 bis 70 Prozent jährlich zu erwarten. Allgemein gilt jedoch: Je näher an Nord- und Ostsee und je niedriger das Gelände, desto geringer die Chancen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR Fernsehen | Mein Nachmittag | 15.12.2017 | 16:20 Uhr

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